Logopädie - Anke Völker

Shownotes

🎙️ In dieser Folge dreht sich alles um das Thema Logopädie. Zu Gast ist Anke Völker, Leiterin der Logopädie im Vitalus Gesundheitszentrum aus Meppen.

Wir sprechen darüber, was Logopädie eigentlich genau ist, wie vielfältig das Berufsfeld ist und mit welchen ganz unterschiedlichen Anliegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Therapie kommen. Es geht um Sprache, Stimme, Aussprache, Schlucken, Unterstützte Kommunikation und viele weitere Bereiche. 🗣️👂

🎧 Jetzt reinhören und entdecken, wie viel mehr Logopädie ist als „richtig sprechen“.

Anke´s Filmempfehlung: Babylon Berlin

Transkript anzeigen

00:00:02: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rollstuhl & Rakete.

00:00:17: Dem inklusiven Podcast von Vitos aus Mappen!

00:00:20: Mein Name ist Markus Stroh-Digmann und ich freue mich, dass ihr auch heute wieder eingeschaltet habt.

00:00:26: Heute geht es um ein Thema das viel mehr umfasst als nur richtiges Sprechen – es geht um das Thema Logopädie.

00:00:36: Dabei geht es um Sprache, Stimme, Sprechen, Schlucken und Kommunikation.

00:00:41: Und manchmal auch darum überhaupt erst einen guten Weg zu finden sich anderen Menschen mitzuteilen.

00:00:49: Vitos bietet Logobidi im Vitalus Gesundheitszentrum an.

00:00:53: Dort werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ganz unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen begleitet – zum Beispiel bei Sprachentwicklungsstörungen, Stottern, Stimmen oder Schluckproblemen nach einem Schlag am Fall oder auch im Bereich der unterstützten Kommunikation.

00:01:10: Darüber möchte ich heute sprechen mit Anke Völker, der Leiterin der Logopädie des Vitalus.

00:01:16: Wir wollen heute klären was ist eigentlich Logopädie?

00:01:20: Wer nutzt dieses Angebot und was kann eine logopädische Therapie im Alltag eines Menschen verändern?

00:01:27: Kunden sitzen heute zwar nicht mit direkt am Mikrofon, aber wir werden im Laufe der Sendung vielleicht noch ein kleines Soundbeispiel oder ein O-Ton aus der Praxis hören.

00:01:36: Und somit bekommen dann eben auch Kunden von Vitos eine kleine Stimme!

00:01:41: Ich freue mich jetzt sehr auf unser heutiges Gespräch und sage herzlich willkommen und moin moin an Kevölker.

00:01:47: Hallo

00:01:48: Hallo Marco!

00:01:50: Schön, dass du bei mir bist.

00:01:51: Ich frage immer am Anfang der Sendung warst Du schon mal im Podcast und wie ist denn der Nervosität-Level von eins bis zehn zehn?

00:01:58: Ist hoch.

00:01:58: eines ist neuer macht mir alles nichts.

00:02:00: ich war natürlich noch nie im podcast Und habe mich über deine Einladung gefreut und mein nervositäres Pegel ist direkt angestiegen und heute bin ich beinahe sechs bis sieben.

00:02:11: Das ist gut.

00:02:12: wir gehen gemeinsam durch diese sendung und wir hoffen das wir den pegel ein bisschen Drücken können.

00:02:18: Anke, bevor wir fachlich einsteigen muss ich dich mal eben was fragen.

00:02:22: und zwar du beschäftigst dich ja nun Tag für Tag mit Sprache Stimme und Aussprache.

00:02:27: Wenn Du jetzt hier so am Mikrofon sitzt hörst Du dann eigentlich automatisch auch bei mir schon ganz genau hin also auf meine Stimme, meine Aussprachen vielleicht auch auf meine Sprechtechnik.

00:02:39: und wenn ja muss ich natürlich die Frage stellen bei der ich möglicherweise ein bisschen Angst vor der Antwort habe wie schlage ich mich denn eigentlich?

00:02:48: Das klassische Logopendi-Thema hören wir immer genau hin, ja oder nein.

00:02:53: In meiner Freizeit höre ich natürlich nicht mit dem logopäden Ohr.

00:02:57: Wenn du mich so konkret fragst, stelle ich das jetzt gleich an und geb dir nach Rückmeldung!

00:03:03: Anke, wir sind ja jetzt gerade auch ... Wenn wir nach draußen gucken.

00:03:06: Es ist über Tag.

00:03:07: Aber der Himmel ist doch ein bisschen bedeckt bewölkt.

00:03:11: Der Herbst ist da.

00:03:13: Es wird wieder früher dunkel.

00:03:14: Morgens fahren wie im Dunkeln aus dem Haus.

00:03:17: Die Felder sind abgeerntet.

00:03:19: Jetzt beginnt für viele die trübe Zeit.

00:03:21: Merkst du eigentlich auch, dass so Jahreszeiten Stimmungen Stimmung auf die Stimme machen oder auf Patienten die Probleme mit der Stimme

00:03:31: haben?

00:03:32: Ja, das ist vom Wort ganz nah dran.

00:03:35: Das spiegelt sich auch in der Psyche und in der Stimmung der Patienten wieder.

00:03:40: Wir merken viel bei den Erwachsenen nach dem Schlaganfall.

00:03:44: Die sind empfänglicher für Wetterumbrüche oder die dunkle Jahreszeit.

00:03:49: Bei Kindern ist es weniger über die Stimme zu spüren aber die haben im Herbst- und Winter mehr Bewegungsdrang.

00:03:57: Anke, wir wollen natürlich wie bei allen Gästen ein bisschen mehr über unsere Gäste erfahren und würden auch sofort jetzt zur ersten Rubrik kommen.

00:04:05: Wo wir ein bisschen erkunden wollen wo du herkommst ob du einen Emsländerwicht bist oder ja wie du denn lebst und das in der folgenden Rubrik.

00:04:21: Anke nimm uns doch mal ein bisschen mit.

00:04:23: Wie bist du ausgewachsen?

00:04:24: Wo kommst du her, wo bist du geboren.

00:04:26: Wie war dein Werdegang klassisch Kindergarten-Grundschule bis zum heutigen Tag?

00:04:32: Vielleicht magste uns mal ein bisschen mitnehmen.

00:04:34: Sehr gerne!

00:04:35: Ich bin ein Ernstländerwicht.

00:04:37: So...

00:04:37: ich bin in Sögel geboren auch dort im Krankenhaus sogar geboren aufgewachsen Kindergärten Grundschule bisschen zum Gymnasium Sögele ist auf der Schullandschaft super ausgestattet.

00:04:51: Nach meinem Abitur, bin ich ein Jahr im Sprachhalt Kindergarten in Bokelo.

00:04:57: Ah okay!

00:04:58: Ich

00:04:58: habe da einen Praktikum gemacht um zu Sondieren mache ich Logopädie ja oder nein?

00:05:03: früher hieß es noch freiwilliges soziales Ja.

00:05:06: dann bin ich nach Münster gegangen hab da die ganz klassische Ausbildung zur Logopädin gemacht.

00:05:12: drei Jahre schulische Ausbildung wollte nicht wieder zurück ins Emsland und habe das mich fragen

00:05:19: weil

00:05:20: Weil ich dachte, ich muss die große Weite Welt noch kennenlernen.

00:05:23: Bis Münster hatte ich es schon geschafft und dann kam über Nacht so eine Stellenanzeige vom Ludmildenstift in Meppen.

00:05:31: da habe ich mich beworben und hab gedacht, da will mich sowieso keiner.

00:05:34: Und am nächsten Tag rief der Personale an und sagte Frau Völkert stellen Sie sich mal vor Und so bin ich wieder hier gelandet.

00:05:41: Darf ich fragen, hattest du als Kind oder Jugendliche auch schon so Ansinnen zu sagen das kann etwas für mich sein?

00:05:48: Oder erst dadurch dass du im Bereich Soziales ja dich überhaupt mit dieser Thematik beschäftigt hast?

00:05:53: Ich im Sögel gibt es die Jugendbildungsstätte Marschdal-Thiemenswert.

00:05:57: da gibt es seit etlichen Jahren Freizeiten für Menschen mit Beeinträchtigung.

00:06:02: Da war ich erst Gruppenleiter dann war ich damals Thema und darüber hatte ich Kontakt zu verschiedenen sozialen Berufen.

00:06:10: Mein Vater ist Sonderschullehrer gewesen, meine Mutter Sozialarbeiterin.

00:06:15: Ja also es war der Weg schon ein bisschen vorgezeichnet würde ich sagen und über diese behinderten Freizeiten und in der Arbeit in der Jugendbildungsstätte konnte ich mich dann entscheiden.

00:06:26: soziale Bereich ja hätte mich die Schule in Münster nicht genommen wäre ich wahrscheinlich Sonderpädagoge geworden.

00:06:32: Ist Logopädie eine klassische Schulausbildung?

00:06:35: Also es ist nicht ein duales System, wo ich dann in Einrichtung bin und dann Geld von einer Firma oder einem Anbieter erhalte.

00:06:42: Sondern eine reine schulische Ausbildung.

00:06:44: Genau!

00:06:44: Es ist rein schulisch.

00:06:45: Inzwischen hat sich ja verändert dass man da den Bachelor mit studieren kann aber die... Erste Stufe der Ausbildung ist immer rein schulisch.

00:06:53: Drei Jahre ne schulische Ausbildung, vergleichbar wie bei den Physiotherapeuten.

00:06:57: Kannst du uns erklären, wo kann man das genau machen?

00:06:59: Gibt's das hier im Emsland auch?

00:07:01: oder wo kann ich diesen Bildungsweg einschlagen?

00:07:05: Die Schulen die wir in der nächsten Nähe haben sind Reine, Osnabrück, Oldenburg, Münster und dann natürlich immer an großen Städten, die auch Unikliniken haben.

00:07:17: Wenn ich jetzt mal so an meine Berufsfindungsphase denke, dann wäre mir das Thema überhaupt nicht in den Kopf gekommen.

00:07:24: Weil es auch finde ich nicht unbedingt ein alltägliches Thema ist.

00:07:27: wie macht man so auf sich aufmerkt haben wir sind ja schon bisschen vielleicht im thema drin aber Wie gewinnt man bei euch Fachkräfte?

00:07:33: Das stellt mir gar nicht so einfach vor oder

00:07:35: Ja das ist tatsächlich auch nach wie vor das größte Problem dass wir wenig Menschen finden, die sich für diesen Beruf interessieren.

00:07:43: Das liegt vielleicht aber auch daran, weil es verschiedene Zugangsmöglichkeiten gibt auf das Klientel was wir in unserer Praxis sehen.

00:07:51: Es gibt die Logopäden, es gibt Atemstimm- und Sprechlehrer Wir haben Sonderpädagogen Die Plumsprachalpädagogen Und alle diese Felder können auf unser Patientenklientel zugereifen Und das macht es natürlich schwierig, sich für einen Weg zu entscheiden.

00:08:07: Ich muss selber gestehen, obwohl ich so lange schon bei Vitos bin und weiß dass es euch gibt war mir nicht bewusst was ihr alles macht und was ihr anbietet in der Vorbereitung auf diese Sendung.

00:08:17: Und ich könnte mir vorstellen, so geht's vielleicht auch jungen Menschen, dass man glaube ich gar nicht diesen ganzen Horizont hat, was alles möglich ist.

00:08:24: Richtig!

00:08:25: Da ist Vitos ja auch eine riesen Landschaft.

00:08:27: also wenn man sich das anguckt was wir hier für Netzwerke haben mit dem ganzen Spektrum von der normalen Praxis mit den Kindern und den Erwachsenen, die kommen.

00:08:37: Und dann dieses Netzwerk zu den Kindern, die wir in den ganzen Einrichtungen versorgen, das bildet sich in der Berufsfindungsphase noch gar nicht

00:08:45: ab.".

00:08:47: Wir sprechen danach detaillierter drüber.

00:08:49: Wir waren ja gerade jetzt ein bisschen bei deinem privaten Weg und da würde mich noch mal interessieren, wie gehen wir so ganz an den Anfang?

00:08:56: Was warst du für'n Kind so?

00:08:57: Warst du eher laut, neugierig und mittendrin?

00:09:00: oder warst Du eher so jemand der beobachtet zurückhaltend aus der Ferne sich was anguckt

00:09:05: Immer neugierig vorne mit dabei, Abenteuer nach Hause kommen.

00:09:09: Wenn die Laternen ausgehen eher diese Kategorie.

00:09:11: Hat sich das verändert im Laufe der Jahre?

00:09:13: Nein!

00:09:15: Ist heute noch so?

00:09:15: Ich bin immer noch neugirig, Marc es neue Dinge auszuprobieren.

00:09:19: Guckt mir gerne Neues an.

00:09:21: muss nicht immer erste Reihe sofort mitspringen?

00:09:23: aber ich kann dann aus der zweiten Reihe beobachten sagen mache ich

00:09:26: Gibt es da so eine Erinnerung aus deiner Kindheit, wo du sagst das hat mich irgendwie bis heute geprägt?

00:09:31: Also das kann vielleicht ein Mensch sein oder einen Satz oder ein Erlebnis dass du hattest.

00:09:36: Wo du sagste trage ich immer noch irgendwie in meinem Herzen.

00:09:40: Ich würde das nicht an einer Person festmachen aber ich habe immer viel Vertrauen und Zuspruch erfahren also von meinen Eltern von meinem Umkreis von Familie Freundes war immer so probiere ich aus.

00:09:52: Es war nie so dass auch im Elternhaus der Zweifel dran waren Und das gibt einem natürlich immer schon mal einen guten Rückhalt, weil man fällt nicht tief.

00:10:02: Glaubst du, dass das Kindern heutzutage fehlt?

00:10:04: Wir kriegen ja mit in der Gesellschaft und auch politischen Diskussionen aber gesellschaftlichen Diskussion.

00:10:11: Das gesagt wird so gerade dadurch ... Auch oftmals zwei Elternteile arbeiten müssen, kriegen Kinder zu wenig Nähe.

00:10:19: Kriegen Kinder zu wenige Vertrauen durch ihre Eltern, um auch gesund erwachsen werden zu können und vielleicht die Dinge mit denen sie kommen mit Problemstellungen entstehen dadurch, dass so was fehlt.

00:10:31: oder würdest du sagen das stellst du nicht fest?

00:10:34: Ich glaube schon, dass es heute so ist, dass den Kindern wenig zugetraut wird.

00:10:39: Und wir Eltern ... ich bin ja auch Mutter von drei Kindern häufig Aus unserem Erfahrungsstaats meint, wir können das den vorwegnehmen.

00:10:47: Und wir können die Erfahrung den vorenthalten und ich glaube genau das geht nämlich nicht.

00:10:53: Kinder müssen alleine zur Schule gehen mit dem Fahrrad oder zu Fuß gehen.

00:10:58: Und Kinder müssen auf die Nase fallen beim Fahrrad fahren und diese Erfahrung können wir denen als Eltern nicht nehmen.

00:11:04: Du hast gerade erzählt deine Mutter Sozialpädagogin dein Vater Lehrer.

00:11:08: jetzt hört man oft Kinder von Lehrern die sagen Ich bin Lehrerkind, kannst du das irgendwie darstellen?

00:11:15: Hast du ehrlich Erfahrungen gesammelt.

00:11:17: Das kommt oft so schwerfällig, dass man denkt ist es denn so schlimm, hast du sowas auch gehabt?

00:11:24: Ich bin ein Lehrerkind ja aber überhaupt nicht schlimm.

00:11:26: also mein Vater Sonderpädagoge vielleicht macht das auch einen Unterschied sein war immer offen für alles der hat auch gerne mitgemacht und hat Blödsinn gemacht und hat uns machen lassen und hat unsere Erfahrung machen lassen.

00:11:40: Und bei uns stand das nie im Vordergrund, Leistung zu erbringen.

00:11:44: Sondern Erfahrung zu sammeln.

00:11:45: und das ist das was uns ausmacht als Mensch Erfahrungen nicht die Leistung.

00:11:49: Ja genau.

00:11:50: Das ist natürlich toll mit diesem pädagogischen Hintergedanken den mein Vater ja jeden Tag vertreten hat so groß zu werden.

00:11:57: Das war super!

00:11:59: Die Frage stelle ich all meinen Gästen.

00:12:01: wenn ich jetzt mal alte Schulfreundin fragen würde oder aktuell auch deine Freunde fragen würde Was is Anke eigentlich für ein Typ?

00:12:10: Wie würdet ihr dich charakterisieren?

00:12:13: Ja, und zwar bin ich ganz schnell für was zu begeistern.

00:12:16: Und man kann mich manchmal auch dazu begeistert sind Dinge zu tun die vielleicht niemand anderes machen würde aber ich würde sie übernehmen!

00:12:23: Und im Nachhinein würde ich denken na toll da habt euch wieder die richtige ausgesucht.

00:12:27: Ich mache natürlich mein bestes draus Aber ich lass mich manchmal zu schnell anzünden.

00:12:31: Das heißt wenn ihr so in new york vorm hoch aus steht und eine Freundin sagt Anke da sollten wir jetzt mal hoch gehen und runterspringen dann würdest du sagen okay

00:12:38: Wo ist der Fallschirm?

00:12:39: Los geht's.

00:12:41: Ich würde dann oben stehen, okay blöde Idee wir machen es doch nicht.

00:12:43: aber ich bin grundsätzlich schnell für Dinge zu begeistern und brauche dann häufig das habe ich ja Gott sei Dank gelernt in meinem Leben noch mal einen Schritt zurück und sagen Ist es sinnvoll das jetzt zu machen oder vielleicht erst übermorgen?

00:12:56: Das spricht aber auch ein bisschen aus dir heraus dass du ein ich will jetzt nicht gott vertrauen hast Aber ein Vertrauen irgendwie schon an die welt zu sagen

00:13:04: Ja

00:13:05: wird schon irgendwas gutes warum kommen?

00:13:06: oder

00:13:07: Ganz genau, ganz genau.

00:13:08: Ich hab eine wirklich gute Basis von der ich denke wenn dieser Weg nicht klappt, biege ich noch mal ab und dann machen wir es nochmal neu.

00:13:14: Gab's in deinem Berufsleben so in den letzten Jahren eigentlich Menschen von denen du besonders viel gelernt hast oder die wichtig waren für deine berufliche Laufbahn?

00:13:23: Ja, wir hatten in der Ausbildung schon immer auch praktische Psychologie und wurden da unterstützt von Psychologen in jeglicher Hinsicht und mussten da sehr viel Selbstreflektion machen.

00:13:34: das hat mich manchmal hart getroffen und mitgenommen, aber da hab ich auch viel von gelernt tatsächlich.

00:13:40: Und das hat mir die Augen so ein bisschen geöffnet um zu gucken.

00:13:43: ist es immer mein Thema oder müssen wir da mal zusammen drüber gucken?

00:13:47: Oder wo ist die Meta-Ebene?

00:13:48: Das habe ich da schon gelernt.

00:13:51: bei den Logopäden ist es ja so Wir sind ziemlich auf uns allein gestellt!

00:13:55: Wir machen häufig Einzeltherapien, organisieren unseren Alltag selbst und können uns in Supervisionen häufig nochmal Hilfe holen.

00:14:03: Müssen aber unsere Entwicklungsschritte Irgendwie stückchenweise alleine gehen.

00:14:07: Meine Krankenhauserfahrung war natürlich so, dass da viel interdisziplinär war und da gab es viele Wegbegleiter die einem natürlich die Augen nochmal geöffnet haben oder den Blick noch mal woanders hingelenkt haben weg von nur logopädischem Denken sondern hin zum Guck.

00:14:23: mal.

00:14:23: das ist auch noch.

00:14:24: und wie ist die Familienkonstellation?

00:14:26: Und was müssen wir vielleicht noch bedenken?

00:14:29: Das hat mir auch geholfen, um einen Patienten nicht mehr auf die Störung zu fokussieren.

00:14:35: Wenn du nicht Anke Völker, die Leiterin der Logopädie bist ... Was ist denn eigentlich die private Anke?

00:14:41: Womit kann man dich nach Feierabend glücklich machen?

00:14:44: oder wo powerst du dich vielleicht aus und holst dir Ruhe für das, was im täglichen Alltag so passiert?

00:14:51: Ich mach unglaublich gerne Sport.

00:14:54: Spiele Querflöte in einer Musikkapelle.

00:14:56: Aha!

00:14:57: Na gut, ich hab auch zwanzig Jahre Pause gemacht.

00:14:59: Aber bin da wieder mit angefangen und wir haben einen großen Hund, ein Deutsch-Drahthaar und mit dem geh ich spazieren und ich liebe meine Familie.

00:15:08: Ich habe drei Kinder, meine Tochter ist jetzt ausgezogen in Oldenburg und meine Söhne machen beide eine handwerkliche Ausbildung sind noch zu Hause und wir treffen uns am Abend Bruttstisch.

00:15:19: Und das ist so wo ich denke Hora!

00:15:22: Gut gemacht der Tag ist in Ordnung wenn wir zusammen sind.

00:15:24: Du sagst grad, du machst viel Sport.

00:15:26: Was machst du genau?

00:15:27: Ich hab leidenschaftlich Handball gespielt.

00:15:29: Das mache ich nur noch immer zwischen Weihnachten und Silvester.

00:15:32: Dann komme ich auch am zweiten Jahr gar nicht mehr aus dem Bett vor lauter Muskelkater.

00:15:36: Inzwischen gehe ich spazieren, jogge und mach hier beim Vitalus auf der Trainingsfläche meinen Zirkeltraining.

00:15:42: Da

00:15:43: haben wir uns ja nicht oft gesehen!

00:15:45: Ne, genau!

00:15:46: Es liegt an unseren unterschiedlichen Trainingszeiten.

00:15:48: Danke!

00:15:49: Ich würd's durchaus noch anders gewichten aber richtig ist es... Sag mal, du hast gerade erzählt.

00:15:56: Du warst im Münster und wolltest eigentlich gar nicht zurückkommen weil du das Gefühl hattest die große weite Welt ruft.

00:16:01: jetzt bist aber doch wieder hier im Emsland.

00:16:04: Was macht das Emslands aus für dich?

00:16:05: Und für deine Familie?

00:16:06: was ist das warum man Warum viele Emsländer auch zurück kommen?

00:16:10: Das Leben ist ja leicht.

00:16:12: Wir haben Wald wir haben Wasser wir haben Freunde wir haben schnellen Netzwerk.

00:16:17: Gut ich bin hier groß geworden.

00:16:18: Ich hatte immer hier ein Netzwerk.

00:16:21: Ich finde das Leben hier einfach.

00:16:23: Und lebst du gerne im Emsland?

00:16:25: Ja, inzwischen schon und ich lebte auch gern in Münster.

00:16:28: Sehr gut!

00:16:28: Aber inzwischen lebe ich gerne, ich würde auf keinen Preis der Welt irgendwie das Emslund wieder verlassen wollen.

00:16:35: Wir sind ja auch eigentlich ... habe ich gestern noch mit meiner Frau drüber gesprochen.

00:16:38: wir sind ja schnell überall... Wir sind an der Nordsee schnell, wir sind schnell im Ruhrport.

00:16:42: also eigentlich ist die Verkehrsanbindung wirklich gut.

00:16:45: Außer die Bahn

00:16:46: Kannst Du auch Plattdeutsch?

00:16:48: Verstehen aber.

00:16:48: Obwohl,

00:16:48: ich hab plattisches Theater gespielt ... Aber da musste ich mir jedes Wort umschreiben.

00:16:54: Also

00:16:54: verstehen tust du's?

00:16:55: Ja.

00:16:55: Witzig!

00:16:57: Danke bis hierhin, Anke für den kleinen Einblick.

00:16:59: Wir machen weiter mit einem kleinen Spiel, wo wir dich noch näher kennenlernen wollen und das ist die folgende Rubrik.

00:17:08: Entweder oder... Ich geb dir zwei Begriffe Und du musst mir sagen, für welchen Du Dich Intre oder entscheiden würdest und vielleicht auch warum.

00:17:20: Da fangen wir mal an mit den beiden Begriffen ordentlich oder chaotisch?

00:17:26: Aber beim Arbeitsalltag ist es manchmal auf meinem Schreibtisch sehr chaotisch.

00:17:30: Ja, das würde man sich ja gar nicht so vorstellen.

00:17:34: Habt ihr viel zu schreiben?

00:17:35: Also wenn man so Logopädie hört dann würde ich erst mal vermuten, dass wird viel gesprochen oder viel eben aktiv getan.

00:17:42: aber es scheint auch andere Dinge zu geben die dann dokumentiert werden müssen und wo viel nochmal geschrieben werden muss.

00:17:47: auch

00:17:48: Wir sind der Krankenkasse verpflichtet, unsere Leistungen zu hinterlegen.

00:17:51: Das müssen wir dokumentieren und das machen wir digital.

00:17:54: Da ich ja die Leitung bin, landen viele andere Sachen auf meinem Schreibtisch.

00:18:03: Dann die Frage Stadt oder Land?

00:18:07: Land!

00:18:07: Das kam sehr schnell.

00:18:09: Zug- oder Flugzeug?

00:18:11: Zug.

00:18:12: Fährst du gerne Zug oder bist du auch so eine generfte Zugfahrerin?

00:18:15: Weil ja oft etwas nicht läuft.

00:18:18: Kannst du dich auch herzlich gerne aufregen, wenn du an so einem Bahnsteig stehst?

00:18:22: Oder kannst du da sehr gelassen reagieren?

00:18:24: Also ich bin eher der gelassene Zugfahrer.

00:18:27: Wenn ich allerdings Terminendruck habe finde ich es natürlich genauso wie jeder andere von uns auch sehr nervig.

00:18:32: Ich fahre gerne Zug weil ich dann schlafen kann ein Buch lesen kann Podcast hören kann oder einfach meinen Gedanken nachhängen kann.

00:18:38: das finde ich mega

00:18:40: schön.

00:18:41: Dann die Frage Frühstück- oder Abendessen.

00:18:44: Abendessen?

00:18:45: Ja, machst du dir auch warm.

00:18:47: was abends?

00:18:47: Bist du eine gute Köchin?

00:18:48: Ich bin keine gute Köche, das übernimmt meinen Mann!

00:18:52: Das könnte man auch selten.

00:18:53: Aber ich esse halt gerne mit meiner Familie zusammen.

00:18:56: Deswegen ist es Abendessen, die einzige Mahlzeit, die wir inzwischen haben.

00:18:59: Gibt

00:19:00: es etwas im Gericht an, dass du dich noch erinnerst, was du aus der Familie kennst und immer noch heutzutage gerne isst?

00:19:07: Ja pass auf jetzt kommt's Marco.

00:19:09: Ich hab supergerne als Kind Zunge gegessen.

00:19:11: Ach, okay!

00:19:12: Und ich bin inzwischen seit zig Jahren Vegetarier...

00:19:15: Oho?

00:19:16: ...hab aber meiner Mutter noch mal gebeten, kocht das nochmal.

00:19:19: Kann ja nicht so schlimm sein und das lag auf dem Tisch und ich habe gedacht im Leben nicht.

00:19:24: Ja,

00:19:25: komisch.

00:19:25: Ich dachte jetzt hättest du es noch einmal probiert und wär's so glücklich gewesen.

00:19:29: Ich hab's versucht, auch ein Stück.

00:19:31: Aber nee, es ging nicht mehr.

00:19:33: Aber so verschwimmen Kindheitserinnerung mit irgendwie der Realität plötzlich.

00:19:37: Ja da stimmt Bist du eine Optimistin oder pessimistisch?

00:19:41: Na, die Frage kannst Du jetzt schon beantworten.

00:19:43: Ja ich glaube auch, da hätte ich den zweiten Nachschub nicht machen müssen.

00:19:47: ne?

00:19:48: Genau!

00:19:49: Völlig optimistisch immer es wird immer gut.

00:19:52: Wie sieht es bald aus?

00:19:53: was findest Du gut?

00:19:54: Intelligenz- oder Humor?

00:19:55: Das ist gemeinn.

00:19:58: Eigentlich die Mischung.

00:20:00: Tanzen oder singen?

00:20:02: Uauch Beides... Ich bin ja Logopädin, ich könnte singe Aber ich kann auch gut tanzen.

00:20:08: Können Logopädinnen auch Vocalcoach machen?

00:20:12: Man sieht das ja immer bei Musikbrettbewerben The Voice of Germany, dass die dann Vocal Coaches in Anspruch nehmen.

00:20:19: Seid ihr auch Vocaloaches?

00:20:21: Wir sind keine VocalCoaches aber unsere Kollegen, die auf der Freilicht-Bühne sind und singen können da bestimmt unterstützen.

00:20:31: Ich weiß gar nicht ob der Titel Vocal Coach geschützt ist.

00:20:34: Ja,

00:20:34: das weiß ich auch nicht.

00:20:35: Keine Ahnung!

00:20:36: Hört man ab und zu.

00:20:38: Schokolade oder Chips?

00:20:40: Ja, kannst du auch so nur ein Stück abbrechen ... Nee, da machst du das ganze Ding weg!

00:20:47: Auf keinen Fall.

00:20:49: Meine Lieblingsschokolade sind Kinder-Schokobrunks.

00:20:51: Ehrlich?!

00:20:52: Während ich das eine runterschlucke, packe ich das andere aus.

00:20:55: Packst

00:20:55: du

00:20:55: die aus oder machst einige Drehen nur links und dann wird es in den Mund gestopft und rausgezogen?

00:21:02: Beide drehen... Und in den Mund hat man mehr Zeit, das Erste zu lutschen.

00:21:07: Okay, jetzt kommt's drauf an!

00:21:09: Dann Kleider oder Jeans?

00:21:12: Jeans

00:21:12: Ja ... dann Romantik- oder Abenteuer?

00:21:16: Abenteuern?

00:21:17: Das hätte ich auch vermutet.

00:21:20: Telefongespräch oder WhatsApp?

00:21:23: Oh, ich spreche lieber.

00:21:24: Das liegt ja auch Berufswegen am nächsten.

00:21:26: Ja und merkst du denn, dass du in den letzten Jahren so WhatsApp und das näher an dich rankommen lassen hast?

00:21:32: Ja, natürlich.

00:21:33: Das ist ja Teil unserer Kommunikation geworden und manchmal auch der schnellste Weg, den man nutzen kann.

00:21:40: Und am Anfang haben mich die Sprachnachrichten da auch sehr genervt, weil es dann immer so ausführlich und lang wird und so viele ... und doch und vielleicht und könnte.

00:21:48: Aber das ist Teil unserer kommunikation heute und das können wir uns nicht mehr wegdenken.

00:21:54: Egal welchen Messenger du nimmst letztendlich glaube ich.

00:21:58: Bist Du ein Herz- oder Kopfmensch?

00:22:01: Bauch!

00:22:02: Ja, okay.

00:22:03: Und auch in der Arbeit eher ein Bauchmensch?

00:22:06: Ja!

00:22:09: Cooler oder Pepsi?

00:22:10: Fanta.

00:22:11: Ehrlich?

00:22:11: Boah ich mag überhaupt keine Cola.

00:22:13: Nee

00:22:13: und wenn dann Zero Produkte?

00:22:15: oder ist das egal?

00:22:16: Kein Zero mag ich auch nicht.

00:22:18: und wenn wir doch die M-Slender hier rausfohlen und wir trinken auf den schwitzen Festen diese Mischgetränke, dann nehme ich das alles mit Fanta.

00:22:24: Ach ok, witzig Geburtstag oder Weihnachten?

00:22:29: Oh das ist bei mir ganz nahe aneinander Zwirfter, zwölf ist mein Geburtstag.

00:22:33: Weihnachten ist dann relativ schnell.

00:22:36: Beides irgendwie ein bisschen blöd im Dezember.

00:22:38: Ja,

00:22:38: das glaube ich.

00:22:40: Gut!

00:22:40: Das war's schon bis dahin Anke.

00:22:42: Vielen vielen Dank und wir kommen schon zur nächsten Rubrik.

00:22:45: Und jetzt geht es ans Eingemachte.

00:22:46: Jetzt wollen wir über die Arbeit und über das Thema Logo-Pedie sprechen in der nächsten Rubik Nachgefragt?

00:22:56: Ja Anke Wir wollen uns heute dem Thema Logopedi widmen.

00:23:01: Wenn jemand noch nie etwas mit dem Thema Logopädie zu tun hatte, was genau macht ihr eigentlich und bei welchen Problemen kommen Menschen eigentlich zu euch?

00:23:12: Gute Frage.

00:23:13: Weil wir eine so große Spanne haben an Menschen die unsere Hilfenanspruch nehmen dass das für viele nicht klar ist.

00:23:19: Wir können anfangen in der Versorgung von Säuglingen manchmal schon ab dem ersten Tag im Krankenhaus.

00:23:26: Wenn es da Probleme gibt mit dem Saugverhalten, mit dem Trinkverhalten und der Nahrungsaufnahme werden da häufig schon mal Logopäden gefragt oder dazu geholt.

00:23:36: Die Erfahrung ist das es da tatsächlich noch mehr Bedarfe geben könnte für die Kleinen.

00:23:42: Häufig werden sie dann schnell in einer Sonde versorgt und man könnte vielleicht über andere Wege die Kinder von der Sonde bewahren und das Schluckmuster aktivieren.

00:23:51: Da könnt ihr ganz praktische Tipps geben, wie man das triggern kann.

00:23:56: Oder sind es Muskelkontraktionen, die man auslöst und dadurch im Grunde um das fördert?

00:24:02: Genau!

00:24:02: Es geht über manuelle Therapie.

00:24:04: Da gibt es viele Therapeuten, die Brondo-Ausbildung machen oder die Unterstützung haben bei Fütterstörungen.

00:24:12: Und die wissen genau ... welche Punkte man am besten stimuliert, wie geht's vom Handling?

00:24:17: Muss man die Positionierung einfach ändern.

00:24:20: Brauchen sie einen anderen Fütterrhythmus.

00:24:21: Du bei deinen Kindern kennst wahrscheinlich alle drei Stunden gab es am Anfang eine Flasche oder die Brust und das geht ja bei den Kleinen nicht.

00:24:29: Und umso mehr man denen natürlich das nimmt dass Sie trinken können und das üben können weil man vielleicht ne Sonde legt war jetzt auch im Krankenhaus von Personal manchmal nicht möglich ist trainiert man ja diese Muskulatur zu wenig und so dauert es danach immer wieder länger.

00:24:44: Säuglinge hast du gerade gesagt, dann geht es weiter wahrscheinlich.

00:24:47: Kleinen Kinder?

00:24:49: Was könnte da passieren?

00:24:50: oder was sind da so Auffälligkeiten?

00:24:52: Also am Anfang sind wir viel mit den Essgewohnheiten der Kinder zu haben.

00:24:57: Wir haben viel damit zu tun weil es so viele Probleme macht.

00:25:01: nachher die Umstellung von der Flasche auf die feste Kost und da gibt's schon Schwierigkeiten.

00:25:06: Dann haben wir Kinder die im Alter von eins bis zwei noch nicht angefangen haben zu sprechen wo vielleicht Ein Verdacht besteht, ist da schon was?

00:25:14: Wo wir vielleicht einfach nur mal drauf gucken und sagen, das ist alles noch im Rahmen.

00:25:18: Wobei wir natürlich immer abhängig davon sind, ob der Kinderarzt uns eine Verordnung schickt.

00:25:23: Das wäre meine erste Frage auch bei den Säuglingen.

00:25:26: Wie kommt man denn dazu euch?

00:25:27: Wird dann im Krankenhaus oder über einen Kinderarz wird gesagt na guckt er lieber drauf und gibt es ne Verordnung richtig?

00:25:34: Genau!

00:25:35: Es geht wie beim Physiotherapie gibt's ne Verordnung und unsere Therapiekonzepte abrechnen.

00:25:44: Und hier ist natürlich immer die Spanne groß zwischen dem Bedarf, den die Eltern oder wir vielleicht sehen und dem was der Arzt vielleicht auch weiß und vermutet und wie die Entwicklung vom Kind ist.

00:25:56: Manchmal ist man als Therapeut vielleicht zu früh und sagt, wir würden gerne gucken aber der Arz mit seiner Erfahrung sagt dann vielleicht ne lassen sie uns noch ein bisschen warten?

00:26:05: Und manchmal ist der goldene Mittelweg der Beste.

00:26:08: Kinder klein Kinder dann Schulkinder

00:26:11: Ja, auch schon vorher die Kindergartenkinder.

00:26:15: Die im Alter von vier bis sechs bei uns sind mit Sprachauffälligkeiten.

00:26:19: Sie sprechen kein S richtig oder verwechseln Buchstaben wie K und T Und brauchen dann natürlich wenn es geht vor der Einschulung Schon unsere Hilfe damit man nachher gut ins lesen ins schreiben und entsprechend kommen kann.

00:26:33: Ich

00:26:34: kenne das ja selber auch.

00:26:35: Ich hab zwei Mädchen, die mittlerweile groß sind.

00:26:37: aber natürlich fallen einem dort dann wenn man im Kindergarten ist oder in der Schule auch Kinder auf wo man denkt oh die reden aber ein Tee komisch oder Lispillen oder haben so Wortstolperer Wo man denkt ich kann so schwierig einschätzen wann ist der richtige Zeitpunkt um das zu Sprache zu bringen und zu sagen hey müsst ihr da nicht mal nach gucken?

00:26:55: Oder so da ist man so unsicher.

00:26:57: gibt's eine Faustformel oder so ne Formel wo man sagen kann Das ist gut, dann in die Wege zu leihen?

00:27:04: Ja.

00:27:04: Wir haben zum Beispiel in unserer Ausbildung gelernt, welcher Laut in welcher Altersgruppe da sein muss, wann er noch etwas später erworben werden kann.

00:27:14: und an diesen Tabellen gucken wir dann innerhalb der Diagnostik.

00:27:18: wo steht das Kind überhaupt?

00:27:20: Es gibt zum Beispiel zwischen solchen Tendenzen in der Literatur dass man Sigmatismus also dieses Lispeln In Zukunft gar nicht mehr behandeln wird, weil es eine Normvariante sein wird.

00:27:30: Es gibt viele Nachrichtensprecher, die haben das viele Politiker, die lispeln oder anstoßen wie das früher hieß und ich weiß nicht ob wir das irgendwann noch behandeln werden.

00:27:42: Mir ist das immer aufgefallen, auch bei Schauspielern.

00:27:44: Irgendwann wird das auch Vogue-Zahnlücken zu haben oder diese Dinge.

00:27:48: Das sind ja so unique Sachen die dann vielleicht sogar interessant werden irgendwann mal.

00:27:52: Ja es wie mit diesem Buch ne?

00:27:54: Dass der Genetiv irgendwann aussterbt und so wird der Sigmatismus wahrscheinlich auch irgendwann ausstärben aus der logopädischen Behandlung.

00:28:01: Schüler habt ihr dann ... Ihr geht aber praktisch ja einmal bis ins hohe Alter.

00:28:06: Es ist keine Altersstufe, die nicht irgendwo auch betroffen sein kann?

00:28:10: Richtig!

00:28:11: Und zum Beispiel ein Störungsbild wie Stottern begleitet die Menschen häufig vom Kindesalter bis ins Erwachsenenalter und immer mal wieder kommen diese Menschen und brauchen vielleicht so eine Intervalltherapie.

00:28:25: Irgendwann haben sie im Erwachsendenalter hoffentlich gelernt damit gut umzugehen immer durch alle Altersstufen nachzuvollziehen ist.

00:28:37: Stottern jetzt?

00:28:38: Wir können nicht die dauerhaft behandeln vom siebenjährigen Kind bis zum Siebzig-Jährigen Erwachsenen, das lassen unsere Kapazitäten gar nicht zu, weil wir am Anfang festgestellt haben, dass wir wenig Logopäden auf dem Markt

00:28:53: haben

00:28:54: und die Wartelisten sind in allen Praxen immens groß!

00:29:00: Kann man so sagen, was ist das Hauptfeld eurer Tätigkeit?

00:29:04: Ich könnte mir jetzt vorstellen, du hast gerade schon mal angeteasert.

00:29:06: Ich hab viele Schlachanfallpatienten.

00:29:08: Würde ich mir vorstellen Riesenfeld oder ist es doch eher im Kinderbereich?

00:29:12: Was überwiegt so bei eurer?

00:29:14: In der Praxis ist es tatsächlich so dass wir viele viele Kinder haben bestimmt siebzig bis achtzig Prozent und zwanzig Prozent Erwachsenen behandeln.

00:29:24: Das liegt vielleicht aber auch daran dass die Erwachsenen im Klinikum angebunden sind, häufig eine Reha machen und dann länger auf den Platz warten müssen.

00:29:34: Nicht alle Kollegen trauen sich die Arbeit mit Erwachsenden zu gerade wenn es da noch darum geht das es da Schluckstörungen gibt wo man auch wirklich aufpassen muss, wo bewege ich mich da grade?

00:29:47: Kann nicht das wirklich im häuslichen Setting noch verantworten als Therapeut oder braucht es doch lieber eine Klinikanbindung?

00:29:54: Und in der Praxis ist der Kinderanteil viel größer als der Erwachsenenanteil.

00:30:00: Kannst du das vielleicht noch mal näher erläutern?

00:30:02: Also Schluckstörungen oder wahrscheinlich eher bei Schlaganfallpatienten, die neurologische Auffälligkeiten haben.

00:30:08: Das entwickelt sich dann durch diese neurologische auffälligkeit.

00:30:11: und wie verhält sich das?

00:30:14: Ein Schlaganvall im Gehirn trifft ja unterschiedliche Regionen.

00:30:19: Du kannst beim Schlaganval auch erblinden durch ein Schlaganvaal zum Beispiel in meinem Sprachzentrum einen Schlaganfall hatte.

00:30:27: Kann es sein, dass ich gar keine Worte finde?

00:30:30: Dass ich mich nicht mehr erinnere?

00:30:31: wie heißt das was wir jetzt hier vor uns stehen haben.

00:30:35: Es kann aber auch sein, richtigen Buchstaben in der richtigen Reihenfolge.

00:30:56: Also aus Wasser wählt Vasasa, ähnlich vielleicht aber es längst nicht nah dran und so ist es wichtig dass wir genau hingucken.

00:31:06: wo ist überhaupt das Problem?

00:31:08: also ist die Diagnostik am Anfang wahrscheinlich ganz wichtig um später passend was zu machen?

00:31:15: Ganz genau!

00:31:16: Und gerade auch bei den Schluckstörungen müssen wir genau hinkucken.

00:31:18: Es ist eine Schlucksstörung die nur bei den Flüssigkeiten auftaucht.

00:31:22: Es ist eine Schluckstörung, die nur bei Zwieback auftaucht.

00:31:25: Welche Möglichkeiten haben wir?

00:31:26: Was müssen wir genau trainieren?

00:31:29: Wo müssen wir auch sagen, Ernährung geht nicht mehr und das ist wirklich ein weites Feld.

00:31:34: Da muss man sich gut rantasten und da isst man viel.

00:31:37: auf die Patienten angewiesen, dass sie einem gutes Feedback geben.

00:31:41: Wir haben gehört, euer Spektrum reicht von Sprache und Sprechen über Stimme bis hin zu Schlucken und Hören ... Was überrascht neue Patienten oder Patientinnen meist am meisten daran, wenn sie zum ersten Mal zu euch zur Logopädie kommen?

00:31:57: Ja.

00:31:57: Also ich für mich bin ja dieser Optimist und der viel Bewegung und Abenteuer sucht.

00:32:02: gehe mit meinen Kindern immer in den Bewegungsraum Und da wird bei den Eltern manchmal das Frage Zeichengesicht rausgeholt.

00:32:10: warum denn hier Turnen?

00:32:12: aber Bewegungen und Sprache hängt so eng zusammen Und es motiviert die Kinder so sehr, sich zu bewegen und zu schaukeln.

00:32:18: Und dabei zu sprechen, dass das Sprechen nebenbei funktioniert.

00:32:22: Wenn ich natürlich nebenbei meine Ziele in das Kind bekomme ... Und das Kind unbewusst die Ziele umsetzt, hab ich ja total gewonnen.

00:32:32: Wenn das Kind bei mir rausgeht und sagt, ich hab nur gespielt, habe ich alles richtig gemacht.

00:32:36: Weil da ist die Therapie, die ich brauchte?

00:32:38: Ja, lässt dich nachvollziehen.

00:32:40: Weißt du mal selber, wenn man ... Ich mach Gartenarbeit.

00:32:43: Beiläufig erzähle ich vielleicht auch Dinge, die mich bedrücken.

00:32:46: Ohne dass ich das eigentlich vorhabe, sondern es kommt einfach so und ... Ich tue was und dabei öffne ich mich.

00:32:52: Ganz genau!

00:32:53: Und mit den Park-in-sonnen-Patienten mache ich's auch so.

00:32:56: Die Park in Sonnenpatienten sitzen nicht am Tisch, sondern sie müssen sich bewegen.

00:33:00: Wir machen Stuhltanz, wir machen die Arme in den Himmel, also wir versuchen zu gehen... Wir machen viel über Bewegung weil das ... Gegenseitig im Gehirn sich so gut triggert und gegenseitigt stimuliert, dass wir da immer nur von profitieren.

00:33:14: Klasse!

00:33:15: Spielen wir das Ganze mal durch?

00:33:16: Wir nehmen jetzt mal ein Kind, das im Kindergarten deutlich weniger spricht als andere Kinder und vielleicht auch etwas schwerer zu verstehen ist.

00:33:24: Wie läuft der Weg bei euch vor einer ersten Vorstellung bis zur eigentlichen Therapie?

00:33:29: Die Eltern rufen an uns an und melden sich mit ihrem Kind an und sagen, wir haben die Schwierigkeiten.

00:33:36: Dann ... werden die bei uns auf die Warteliste aufgenommen und bekommen sofort den Hinweis mit, ihr müsst bitte zum Kinderarzt gehen und eine Verordnung besorgen.

00:33:46: Dann haben wir Glück!

00:33:48: Es gibt einen freien Therapieplatz und das Kind kann kommen.

00:33:51: Die Eltern bringen das Kind mit – die Verordnung.

00:33:54: Und wir machen ein Diagnostiktermin aus und besprechen die gesamte Entwicklung des Kindes bis zu dem Zeitpunkt wo wir es sehen.

00:34:02: Angefangen von wie war die Schwangerschaft?

00:34:04: Wie war die Entbindung?

00:34:06: Wie war das Essen und das Trinken?

00:34:08: Wann hat es angefangen zu laufen, wann kamen die ersten Worte.

00:34:12: Wie ist die Entwicklung jetzt?

00:34:13: Welche Händlichkeit hat es vielleicht je nach Alter?

00:34:16: Und in der Zwischenzeit während wir mit den Eltern sprechen, ist das Kind beschäftigt mit unseren Spielsachen, mit Puzzeln, mit Malen, je nachdem wie offen oder bewegungsfreundlich es auch ist.

00:34:27: Dann gibt es ein kleines Screening Das machen wir mit dem Kind wo es Ein paar Bildkarten benennen darf damit wir den ersten Eindruck haben.

00:34:36: Gucken wir auch noch, ob das Kind vom Sprachverständnis gut ist.

00:34:40: Also solche Aufgaben wie kannst du mit dem blauen Elefant holen?

00:34:44: Oder ah da ist so das rote Feuerwehrauto, holst du das mal hierhin um zu gucken, wie es denn die Verstehensleistung war.

00:34:50: Das ist ja die Grundlage für Sprache!

00:34:52: Ich muss ja wissen worum es geht.

00:34:54: reden wir über den gleichen Gegenstand?

00:34:55: Das ist das rote Feuerwehrauto Deins, was ich auch als rotes Feuerwehrauto meine.

00:35:01: Wählt ihr da auch andere Wege?

00:35:02: Wenn ein Auto Rot ist und ihr sagt, Tome war das Blaue um zu gucken, ob wie das Kind reagiert oder dass er nicht?

00:35:08: Solche Entscheidungsfragen kommen auch aber nicht unbedingt in der ersten Stunde.

00:35:11: Aber es

00:35:11: kann sein, das wäre gemeint genau.

00:35:13: Und so haben wir dann meistens Termine von eins bis zehn manchmal sechs, indem wir gucken können wo es ... Genau gerade der Hund begraben.

00:35:24: Wo müssen wir genauer hinschauen und nehmen in jeder Stunde irgendwie auch so ein Diagnostikteil mit rein?

00:35:30: Wenn es nur um eine Artikulationsstörung geht, also nehmen wir wieder unser Lispeln dann fängt man direkt am Anfang schon an und unterscheidet Geräusche oder Laute.

00:35:39: Und kannst du das hören?

00:35:40: mache ich das anders als du?

00:35:42: gibt immer so ne bildliche Unterstützung für die Kinder und So geht die Therapie Schritt für Schritt voran.

00:35:49: Es geht ja nicht nur um Aussprache, sondern eben auch um Wortschatz, Grammatik, Sprachverständnis, Sprechfreude.

00:35:55: Ich hab das gerade schon mal so ein bisschen angeteasert.

00:35:57: Woran merken Eltern eigentlich, dass sie da genauer hinschauen sollen?

00:36:00: Gibt's da so ... Also ihr habt das irgendwie in Fachbüchern.

00:36:04: aber noch mal die Frage so, wann erkennt man das denn?

00:36:08: Wann weiß man dann, dass das der richtige Zeitpunkt ist?

00:36:10: Also eher die Frage danach schadet es eigentlich wenn ich Ein komisches Gefühl habe und einfach mal vorstelle ich werde und frage, müssen wir da jetzt schon was machen oder?

00:36:19: Weil ich kann mir vorstellen dass das für Eltern unglaublich schwierig ist zu entscheiden.

00:36:22: Wann ist der richtige Weg und der richtige Tag das zu tun?

00:36:25: Ja die Sorge kann nicht verstehen aber Eltern sind ja die besten Profis für ihre Kinder.

00:36:30: Das sind ja eigentlich diejenigen die vierundzwanzig Stunden mit denen zusammen sind und deren Bauchgefühl ist häufig richtig.

00:36:35: Und wenn sie in Sorge sind, rat' Ich immer geht mal los lasst es bitte mal vom Arzt überprüfen.

00:36:42: Wir selber können nichts sagen, kommt mal zu uns und wir geben eine Diagnose.

00:36:46: Wir sind ja Hein-Mittel-Erbringer!

00:36:48: Das heißt, wir sind abhängig davon dass der Arzt sagt hier ist was ihr gibt es ne Sprache Entwicklungsverzögerin.

00:36:54: jetzt macht ihr mal Logopädie damit das Kind besser wird im Wortschatz in der Kommunikation im Sprachverständnis in der Aussprache in der Grammatik.

00:37:04: Das fällt bei den Kindern ist riesengroß.

00:37:06: Und sag mal, wenn dann im Grunde genommen das genehmigt wird.

00:37:09: Wie oft über wie viele Einheiten sprechen wir?

00:37:13: Ist es ähnlich wie bei ... Wenn man Krankengymnastik hat sechs bis acht Mal oder was sind da die Intervalle?

00:37:18: Wir kriegen häufig Verordnungen von mindestens zehnmal und die werden immer wieder verlängert so dass wir Kinder manchmal zwei Jahre in Therapie haben.

00:37:26: Das sind jeweils wie lange?

00:37:27: Die Stunden?

00:37:28: Fortjahrzig Minuten häufig.

00:37:30: Je nachdem auch ein- bis dreimal die Woche.

00:37:34: Du hast gerade gesagt, ihr arbeitet auch mit Menschen nach einem Schlachenfall.

00:37:37: Wenn Erwachsene plötzlich Worte nicht mehr finden oder Sprache nicht mehr richtig verstehen können ... Was versucht Logopädie in so einer Situation dann wieder aufzubauen?

00:37:48: Geht's wirklich darum das bisher erworbende wiederherzustellen oder auf einen ganz anderen Stand zu kommen?

00:37:56: Also geht es darum wieder fit zu werden wie man früher war oder muss man sagen da ist zu viel kaputt?

00:38:01: Das geht eigentlich gar nicht!

00:38:02: Sowohl als auch.

00:38:03: Also beide Wege sind möglich, je nachdem wie groß der Schlaganfall war.

00:38:07: Ich gehe immer davon aus, dass das Weltwissen eigentlich nach dem Schlaganfallen noch bestehen bleibt und die Worte hinter einer dicken Schallwand manchmal sind.

00:38:17: Und diese Schallband müssen wir irgendwie durchbrechen damit wir an die Werte wiederkommen.

00:38:22: Manchmal gelingt es gut, manchmal gelingt ist wirklich gar nicht.

00:38:27: Dann gucken wir natürlich, wie's die andere Ebenen ... Es ist ja nicht nur die Sprachproduktion, es geht auch ums Verstehen!

00:38:33: Und wenn der Mensch dann vielleicht verstehen kann und wir darüber uns einig sind, worüber wir reden ist dem Gesprächspartner oder derjenige, der Unterstützung leistet den mir auch geholfen.

00:38:43: Aber wenn das Verstehen schwierig ist und wir schon anfangen setz dich auf den Stuhl und der Mensch sucht den Stühl im Raum, dann ist natürlich ganz viel kaputt gegangen durch den Schlaganfall.

00:38:55: Da müssen wir gucken wie kriegen wir irgendeine Kommunikationsbasis hin?

00:38:59: Während wir natürlich auch junge Aphasika haben nach dem Schlaganfall, die wieder lernen müssen ganze Sätze zu produzieren.

00:39:07: Und nicht nur ein Wort zu sagen.

00:39:09: Sag mal ich kann mir gerade vorstellen beim Thema Stottern oder eben bei diesen Themen bei Schlachenfallpatienten dass das ganze Thema mit ganz viel Angst und auch Charme verbunden ist.

00:39:19: Ist das so, einmal die Frage und B wie entgegnet ihr dem?

00:39:23: Das ist ja auch als Therapeutstich mir vor nicht so einfach da eine Lockerheit reinzukriegen oder auch die Hoffnung wiederzugeben zu sagen vielleicht können wir was erreichen gemeinsam.

00:39:35: Bei den Schlaganfallpatienten ist es schon so dass wir der ganz transparent sind Und ich häufig auch sage, dass von früher kriegen wir nicht mehr hin.

00:39:45: häufig bei den Schlaganfallpatienten auch der Moment, in dem eine große Trauer kommt.

00:39:50: Die sind nicht mit Scham besetzt, die sind eher sehr verzweifelt und traurig.

00:39:54: Das war es vorher gegen jetzt nicht mehr so, ne?

00:39:57: Dieser Prozess dieser Krankheitsakzeptanz und die Krankheitsbewältigung dauert ganz lange und immer wieder bricht er auf.

00:40:03: Je nachdem welchen Inhalt wir dann in einer Therapie gerade bearbeiten... Ich mach dir mal ein Beispiel.

00:40:09: ich habe eine Frau, die ist sehr gerne in den Garten gegangen kannte sich mit allen Blumen aus besser als ich und kann jetzt keine Blume mehr benennen.

00:40:16: Kann eine Nelke von einer Rose nicht mehr unterscheiden?

00:40:19: Und sobald dieses Thema kommt, fließen die Tränen.

00:40:22: Sagen wir mal eben ... Können Sie das wirklich nicht unterscheidern oder nur nicht benennen?

00:40:28: also ich sag mal dass was nach außen geht ist ja vielleicht noch mal etwas anderes.

00:40:31: Glaubst du da sie in ihrem Kopf sehr wohl weiß dass das ne Nelcke isst kannst aber dann nach Außen nicht benennt oder ist das

00:40:37: auch im kopf durcheinander?

00:40:39: gibt es beides?

00:40:40: Also ich bin mir ganz sicher, dass es im Kopf oft klar ist und selten alles durcheinander ist.

00:40:46: Aber es gibt leider auch dieses wo das ganze Wortsystem was du gelernt hast durcheinander geraten ist Und wir wirklich Schublade für Schublade sortieren müssen und dann den Zugriff dahin auch noch finden müssen Dass sie in der Situation die richtige Schublada aufmachen und nicht die Schublader Werkzeug wenn ich im Garten bin.

00:41:06: also seid ihr auch ein Stück weit Psychologen

00:41:09: Ja, vielleicht.

00:41:11: Ohne mich so weit aus dem Fenster zu lehnen.

00:41:13: Aber in der Krankheitsbewältigung sind wir schon nah dran und da ist ganz wichtig für meine Arbeit, dass ich ehrlich bin.

00:41:20: Dass ich auch wirklich zurückmeldet.

00:41:21: Ich glaube nicht, dass wir das schaffen.

00:41:24: Was fördert ihr da genau, also wie sieht da eine Therapie aus?

00:41:40: Wie kann ein Mensch wieder richtig schlucken lernen oder damit umzugehen dass er nicht plötzlich in Luftnot oder in andere Britolen kommt.

00:41:49: Das ist gutes Thema.

00:41:50: Wir können zwei verschiedene Wege gehen.

00:41:53: einmal können wir sagen was können wir wirklich tun um Kraft aufzubauen Um die Zunge zu trainieren um den Schluckack zu traineren Die Kill-Kopfhebung zu verbessern zu fördern Druck im Mund zu erhöhen, damit die Nahrung gut runterrutscht.

00:42:08: Das ist das eine.

00:42:09: Da gibt es ganz viele Übungstechniken, die wir nehmen können um solche Sachen zu verändern oder auch die Muskulatur zu trainieren sowie die Physiotherapie, dass er auch im Arm kann.

00:42:21: Können wir das Pharyngeal natürlich auch und der andere Weg immer genauer gucken?

00:42:26: Gibt es eine dietetische Anpassung?

00:42:30: Das Brot mit Kruste vielleicht nicht geht, wie bei unseren Kindern.

00:42:33: Wenn die anfangen zu essen, fangen wir an zu gucken, okay, wir nehmen erst mal die Kruste ab?

00:42:38: Geht es dann?

00:42:39: Ja das geht.

00:42:40: und geht Schinken noch obendrauf?

00:42:42: Nee, Schinken geht nicht!

00:42:42: Dann nehmen wir Streichwurst.

00:42:44: Und dann gucken wir wirklich in den Alltag der Patienten.

00:42:47: was braucht ihr, was äst ihr, Was können wir verändern?

00:42:50: Darf ich da kurz einhaken?

00:42:52: ist das so dass ihr auch in die Häuserfahrt also es ist nicht nur, dass man zu euch ins Vitalus kommt sollen ihr Fahrt auch raus?

00:42:57: ja wir machen auf Hausbesucher Aber ich persönlich mache jetzt keine Hausbesuche und bitte meine Schluckpatienten essen mitzubringen.

00:43:06: Und manchmal gibt es einen Unterschied zwischen dem kalten Essen und den warmen Essen, dann wird das warme fair schluckt und das kalte wird richtig geschluckt.

00:43:14: und da müssen wir hingucken.

00:43:15: aber da können wir gut beraten.

00:43:17: bei vielen Sachen kann man erst mal eine ganze Zeit lang gut beratet bevor man sagen muss okay jetzt geht das Essen gar nicht mehr.

00:43:23: jetzt müssen wir vielleicht über eine alternative nachdenken.

00:43:27: Wie du schon sagst, auch da sind wir vielleicht so ein bisschen Psychologen oder auf jeden Fall auf diesem Weg unterwegs.

00:43:33: Um die Menschen gut mitzunehmen.

00:43:35: und auch da müssen wir ehrlich sein und sagen okay jetzt wird es schwierig.

00:43:40: Jetzt lassen wir den Streuselkuchen bitte weg.

00:43:42: Ich höre ja jetzt schon dass das Feld so riesig und so vielfältig ist.

00:43:46: Ist es auch das was diesen Job als Logopäde reizvoll macht?

00:43:50: Total

00:43:51: Ja

00:43:51: total.

00:43:52: viele Kollegen fangen an mit der Idee ich werde die Kindertherapeutin.

00:43:58: Und im Laufe des lebens, des logopädischen Lebens werden wir erwachsen.

00:44:04: Älter haben eigene Kinder, haben Eltern, die vielleicht Unterstützung brauchen.

00:44:08: und dann fangen viele auch an und denken jetzt kann ich mir noch mal einen Erwachsenen nehmen und guck mal da rein wie ist das denn?

00:44:15: Die Herausforderungen sind ganz anders.

00:44:17: bei den Kindern müssen wir oder dürfen wir viel spielen, viel Animation machen, viel verstecken, viel so von hinten rum unsere Ziele verkaufen.

00:44:26: Die Arbeit mit der Erwachsene ist ganz direktiv.

00:44:28: Ich sage dir, Marco setzt sich mal gerade hin, Schulter nach hinten und jetzt machen wir A und dann ist die Stimme anders ... Und das ist der Unterschied!

00:44:37: Aber das macht es ja letztendlich auch?

00:44:38: Habt ihr speziell ausgebildete Leute für bestimmte Personengruppen?

00:44:42: also ich könnte mir vorstellen klar dass man zum Thema Schlaganfall oder Schlucken nochmal extra Schreine oder Fortbildungen sicherlich machen kann.

00:44:49: liegt dir der Wert drauf, dass ihr auch so unterschiedliche Zusatzleistung habt?

00:44:53: Und

00:44:54: was für welche sind das dann vielleicht?

00:44:57: Also per se von der Ausbildung her dürfen wir sofort alle Störungsbilder behandeln.

00:45:01: In der Ausstellung kriegen wir Rüstzeug mit, dass wir sowohl die kleinen Kinder als auch die Erwachsenen gut therapieren können.

00:45:09: in der Praxis ist es aber so, dass nicht jeder alles bedienen kann.

00:45:14: und wir haben schon die Spezialisten Die Stotterspezialisten, die neurologischen Logopäden.

00:45:21: Und wir gucken, dass wir verschiedene Fortbildungsangebote nutzen und dann aber das Wissen trotzdem breit streuen durch die ganzen Logopläden, die wir hier haben.

00:45:31: Spezielle Fortbildung gibt es zum Schlucken z.B.

00:45:35: im FOTT-Bereich Fazio Orale Trakttherapie Dann gibt es in der Stimme Therapiemethoden LachsVox Zum Beispiel beim Parkinson ist es Lease-Silverman-Woice-Treatment.

00:45:48: Also unterschiedliche Konzepte für unterschiedliche Störungsbereiche.

00:45:51: im Kinderbereich gibt es unendlich viele Stotter, Experten wo wir auch Menschen haben die sich da gut fortgebildet haben und die dann ihr Wissen teilen Und vorrangig diese Patienten dann auch behandeln.

00:46:02: Ich habe einen Begriff gesehen in dem Fall ich selber so toll und zwar die sogenannte neuromotorische Kontrolle nach Brondo.

00:46:09: Das klingt für mich ziemlich kompiziert.

00:46:12: Vielleicht kannst du mir mal ein Beispiel erklären, was dahinter steckt und wem so eine Methode helfen kann.

00:46:19: Neuromotorische Kontrolle nach Brando.

00:46:21: Genau das ist ein Therapiekonzept.

00:46:25: Castillo Morales hast Du vielleicht auch schon mal gehört?

00:46:27: Ja, das habe ich schon gehört.

00:46:29: Und das ist Ein Ableger davon!

00:46:31: Die Brando-Therapie kommt gerade bei den Kindern mit Saug- und Schluckproblemen zur Geltung.

00:46:39: Da haben wir auch Kollegen, die sind speziell ausgebildet und da geht es darum von außen durch Vibrationen Muskelgruppen zu stimulieren.

00:46:47: Das Schlucken zu erleichtern, Positionen im Ganzkörperbereich auch zu verändern um so schlucken essen und trinken leichter zu machen.

00:46:59: Ihr arbeitet ja auch gezielt, das hast du gerade erklärt mit Mund-, Kiefer- oder Wangenmuskulatur.

00:47:05: Was können da Probleme beim Mundschluss?

00:47:07: Oder bei der Speichelkontrolle?

00:47:10: Ich weiß es selber aus der Verwandtschaft.

00:47:12: Schlachenfallpatienten oft ein Thema, glaub ich.

00:47:15: Was könnt ihr dafür Angebote machen so?

00:47:17: Das ist immer ... Also, das ist ja immer eine ganzheitliche Betrachtung, oder?

00:47:22: Anders ist es fast gar nicht möglich, wenn ich das jetzt nachvollziehe,

00:47:25: oder?!

00:47:26: Ja, richtig!

00:47:27: Sobald Sensibilität mit im Spiel ist, und das ist es ja häufig bei der Speichelkontrolle.

00:47:33: Es ist immer schwierig, dass der Patient von sich aus kontrollieren kann.

00:47:39: Deswegen läuft den Speicheln auch aus irgendeinem Mundwinkel.

00:47:43: Von außen machen wir da viel Hands-on.

00:47:47: Muskulatur, Anbahnstimulation, Kältereiz, Wärme im Wechsel ... Und wir hoffen, dass der Nerv von sich aus wieder anfängt ein bisschen mehr zu spüren.

00:47:58: Damit man diese Sensibilität das vorher spürt.

00:48:01: und Speichel ist ganz gemein Marco!

00:48:03: Das ist lauwarm... Das merken wir im Mund nicht.

00:48:06: Das ist immer da, das ist ganz gemeine Konsistenz um die zu spüren gerade wenn sie nach außen tritt.

00:48:13: Das kann ich gut nachvollziehen mit einer anderen Geschichte.

00:48:15: Wenn man so im Winter mal draußen im Holz arbeitet dann merkt man ja zum Beispiel auch nicht, wenn man wie ich jetzt eine laufende Nase hat.

00:48:22: Das merkt mir ja nicht dass da plötzlich dir das aus der Nase läuft weil genau wie du sagst die Wärme und diese Konsistenzen, man merkt es nicht ne?

00:48:31: Ganz genau.

00:48:32: Ich bin im Winter nicht im Holz, aber genauso ist es vergleichbar.

00:48:37: und natürlich dadurch dass wir die Muskulatur bearbeiten durch spezielle Übungen oder Vibrationsgeräte versuchen wir dann auch so eine Feedback-Schleife zu aktivieren das das vielleicht hoffentlich für den Patienten gut ausgeht und wieder in die Gänge kommt.

00:48:52: Dann sagen wir noch mal eben anke ich habe einen interessanten Begriff noch gelesen und zwar das spreche jetzt wahrscheinlich falsch aus Menschen mit einem Cochlear Implantat

00:49:01: Kochlea im Plantat.

00:49:03: Was ist das genau?

00:49:05: Hab ich schon mal gelesen, kann ich aber nichts mit anfangen!

00:49:08: Es gibt einen Außenohr, ein Mittelohr und einen Innenohr.

00:49:10: Und das Kochleaeimplantat ersetzt das Innenohhr.

00:49:15: Da wird hoch komplizierte Physik eine Schnecke eingesetzt.

00:49:20: An diese Schnecke übernimmt die Schallwellen.

00:49:24: Diese Schallenwellen werden dann im Gehirn kodiert zu Sprachestimme lauten Du kennst diese Menschen mit dem Kochlearimplantat, die haben außen so einen Magnet über den Ohr.

00:49:36: Stimmt!

00:49:37: Genau und es gibt da ein Mikrofon und ein Sender und das wird dann wie gesagt hergeleitet über das Ohr in das Innenohr und abgeleitet durch die Elektronen und die Menschen können dann mit logopädischer Therapie wieder gut hören lernen.

00:49:54: Also meistens haben sie's auf einem Ohr ... So dass das andere Ohr fürs Hör noch zur Verfügung steht, aber es fehlt ja trotzdem was.

00:50:02: Richtungshören

00:50:03: usw.,

00:50:03: manchmal werden Sachen nicht so gut unterschieden und dafür ist die Logopädie auch da.

00:50:09: Ganz spannend weil die Arbeiten viel digital!

00:50:11: Ah

00:50:11: okay also das ist so willkommen in der Zukunft?

00:50:14: Ja!

00:50:16: Sag mal wann hast du in deiner Arbeit eigentlich das Gefühl, dass Logopädie wirklich etwas verändert?

00:50:22: Also beim Schlaganfallpatienten, beim Schlucken... Differenzieren wir das vielleicht mal.

00:50:26: Es ist so, wenn ich ... Das Gefühl hab der Patient übern Berg und nimmt Teil am Alltag und kann auch wieder essen und trinken in Gesellschaft.

00:50:35: Egal was!

00:50:36: Dann denk' ich als Therapeut, ach gut die Lebensqualität, dass is wieder da wie schön.

00:50:43: Häufig fangen die an und sind allein im Zimmer und essen für sich alleine oder gerade nur, wenn die Ehefrau da ist oder der Ehemann nicht mehr in Gesellschaft?

00:50:51: Das es dann schon großer Schritt erreicht Bei den Erfasekern, also die Leute, die den Sprachverlust haben nach dem Schlaganfall.

00:51:01: Da ist der Anspruch schwierig festzulegen oder das Ziel schwierig fest zu legen weil diese Menschen sich auch sehr entwickeln.

00:51:08: viele sind irgendwann zufrieden mit dem was sie können.

00:51:12: Viele sagen ich mache jetzt erstmal damit mein Alltag kommen dann aber in zwei Jahren wieder und braucht dann den nächsten Schritt braucht die nächste Unterstützung, die nächste Hilfe.

00:51:23: Und da hört die Unterstützung fast nicht auf.

00:51:27: Da muss man sich als Therapeut aber abgrenzen und mal sagen was können wir noch erreichen?

00:51:31: Also müssen wir messbare Skalen haben.

00:51:33: wird es wirklich gibt es eine Veränderung wird es besser oder ist es so ein Bonus wieder in auffrischen?

00:51:40: Aber wir erreichen keine großen Ziele mehr.

00:51:43: Ich stelle mir vor, dass das teilweise für Kunden oder Patienten auch hart ist über diese Dinge zu sprechen.

00:51:49: Also da vollendete Tatsachen gestellt zu werden wo einer sagt ich sehe A. keinen Fortschritt und B. Auch ein bisschen schwarz für die Zukunft.

00:51:59: Das sind auch manchmal harte Gespräche, oder?

00:52:03: Ja ja das ist wirklich schwierig aber auch für die Therapeuten das erstmal zu durchschauen.

00:52:09: Gerade im Hausbesuch haben wir häufig, dass wir so einen guten Kontakt nicht nur zu den Patienten haben.

00:52:13: Sondern vielleicht auch zur Ehefrau oder die Pflegepersonen, die sie versorgen und umgeben.

00:52:19: Dass dann dieses Loslösen wirklich schwierig ist.

00:52:23: Und oft ist es ja auch so, dass Wir Fragen beantworten oder Fragen gestellt kriegen, die vielleicht gar nicht in unserem Bereich sind.

00:52:29: Wir aber trotzdem Unterstützung leisten.

00:52:31: Wo beantrage ich ein Rollator?

00:52:33: Ja das macht ja auch also Hilsmittel.

00:52:36: Machen wir gar nicht, aber dadurch dass wir da zu Hause sind und vielleicht in diesem Gespräch sind wird uns diese Frage gestellt.

00:52:43: Wir können dann ja nur verweisen.

00:52:45: Und wenn man in solche Gespräche oder in so Familiendiskussionen mit involviert es wird natürlich die Abnabelung immer schwieriger.

00:52:53: Ja

00:52:53: das glaube ich fort.

00:52:54: Und für die Patienten ist auch hart.

00:52:56: Wenn man gutes Vertrauensverhältnis hat und man ist durch diese Phase der Trauer Die Sprache ist weg gemeinsam durchgegangen, dann ist man ja auch schon irgendwie eng aneinander.

00:53:05: Wenn ich das richtig verstehe, ist aber auch dabei euch noch nicht das Thema zu Ende sondern wenn es eben Leute gibt die eine sehr eingeschränkte Lautsprache haben oder wo's auch so bleibt.

00:53:15: da arbeitet ihr dann auch nochmal mit dem Thema unterstützte Kommunikation, richtig?

00:53:19: Ja vielleicht magst du da noch mal ein bisschen zu sagen.

00:53:21: Also unterstütze Kommunikations trifft auch alle Altersbereiche.

00:53:25: Marco Das is von der Jakob Mutule HPK mit Bildkarten.

00:53:29: Ich muss zur Toilette, ich möchte auf den Spielplatz und diese ganzen Geschichten.

00:53:34: Und genauso bei den Erwachsenen.

00:53:35: Wenn die keine Sprache haben, arbeiten wir dann mit dem Kommunikationsbuch wenn sie es denn können.

00:53:43: Vielleicht noch ein ganz anderes Thema was wir noch nicht besprochen haben Die Leute, die den Kehlkopf verloren haben aus unterschiedlichen Gründen.

00:53:50: Wieso verliert man den Kehlkopf?

00:53:52: Durch Tumoren durch Unfälle Wo die Stimme nicht mehr schließt und man gar keine Stimme hat.

00:54:00: Die müssen ja auch eine unterstützte Kommunikation haben, die

00:54:03: können ja nicht nur flüstern!

00:54:04: Jetzt sind das auch die Leute aus dem Fernseher, die hier so ein Apparat ... Richtig, ganz genau.

00:54:12: Das ist das, ne?

00:54:12: Ganz genau.

00:54:13: Die haben dann diese elektronische Sprechhilfe und auch das ist ja unterstützte kommunikation.

00:54:19: Also nicht nur Bildsprache sondern auch das...

00:54:21: Und natürlich, wie du das auch aus dem Werkstatt-Bereich kennst oder aus dem Schulbereich.

00:54:25: Die ganzen Talker die wir haben wo wir anbahnen, die Sprache und versuchen ist es eine Option dann aber nachher in den Alltagsgeschehen uns wieder zurückziehen weil das geht dann über die Eltern, über die Gruppenkräfte, über unsere Spezialisten in der Jakob Mut Schule die diese Talkerversorgung anschieben und mit begleiten.

00:54:46: Aber letztlich ... Das Thema ist nicht zu Ende, sondern selbst wenn ich feststelle, ich habe eine eingeschränkte Lautsprache.

00:54:53: Es gibt weitere Möglichkeiten die mich auch unterstützen können.

00:54:56: Richtig!

00:54:57: Und es gibt ja Verläufe von Kindern und Erwachsenen, die fangen an mit viel Sprache und die Sprache reduziert sich durch chronische Erkrankungen zum Beispiel.

00:55:06: Die dann, wenn wir früh genug sind und die das zulassen... über so eine unterstützte Kommunikation, eine weiter gute Kommunikationsmöglichkeit erhalten können.

00:55:15: Und ich glaube das ist ja auch ein Thema gerade in den nächsten Jahren mit KI und alles was da so kommt.

00:55:19: Da ist glaube ich noch ne Menge zu erwarten auch.

00:55:22: Also ich glaube da könnte mir vorstellen dass die Technik da auch ne manche Lösung bietet.

00:55:26: Ja glaub

00:55:26: ich auch!

00:55:28: Sag mal, wir haben ganz am Anfang darüber gesprochen.

00:55:31: Wie wird man eigentlich Logopäden oder Logopädel?

00:55:34: Wenn du jetzt Leute hast, die unseren Podcast hören und sagen, Mensch da hab ich ja irgendwie ... Jetzt find' ich... Ich will mehr!

00:55:40: Ich will auch Logopärdien werden.

00:55:42: Wie gehen wir denn mit denen um?

00:55:43: Wo können sie sich melden?

00:55:44: Können Sie sich an dich wenden?

00:55:46: oder an wen kann man sich wenden damit man überhaupt mal entweder wenn man ein Angebot wahrnehmen möchte aber auch wenn man junger Mensch ist und sagt interessiert mich

00:55:53: Unbedingt bei uns melden, natürlich.

00:55:56: Wir haben auch gerne Praktikanten aus allen Bereichen.

00:55:59: Aktuell haben wir zwei Schulpraktikanterinnen.

00:56:02: Wir nehmen auch Praktikantern von verschiedenen Logopädenschulen und begleiten die gerne durch die Ausbildung durch.

00:56:09: für alle, die logopädischen Bedarf haben gilt natürlich genau das Gleiche wie Talos Gesundheitszentrum.

00:56:15: melden sie sich da rufen Sie an

00:56:18: Ihr seid doch im Internet vertreten.

00:56:20: Vitalus.info, glaub ich?

00:56:22: Und Vitalus mit einem V bitte schön!

00:56:25: Richtig und da könntest du es auf jeden Fall erreichen.

00:56:27: und wir versuchen natürlich alle Anfragen erstmal zu beantworten und ja gucken was dann kommt.

00:56:34: und der Beruf ist spannend von A bis Z.

00:56:37: Das wollte ich dich jetzt noch mal so gern Schluss fragen.

00:56:40: wenn Du heute jungen Menschen den beruf Logopadie schmackhaft machen müsst es würdest.

00:56:45: Was ist das Schöne an diesem Beruf?

00:56:47: und was sind vielleicht auch die Seiten, wo es wichtig ist, dass man weiß, dass es so ist?

00:56:53: Das Schöner an dem Beruf ist, daß wir so flexibel sind.

00:56:56: Und dass wir wirklich von jedem Menschen grüppchen, von jedem Klientel was in unserer Praxis unter unserem Alltag sehen können... Das zweite, was dazukommt ist es wunderbar sich spezialisieren zu dürfen und zu sagen ich bin die neurologische Therapeutin.

00:57:14: Und gerade das kann ich besonders gut oder Ich Bin Die Kindertherapeutin und fühle mich da wunderbar Zuhause Ohne diese Vielfalt aus dem Auge zu verlieren.

00:57:24: Ich Kann Trotzdem später noch Sagen Ich habe Jetzt Fünfundzwanzig Jahre Krankenhaus gemacht und steigt wieder in den Kinderbereich ein und dass macht Es glaube ich Aus.

00:57:34: Kannst du so ein paar Merkmale nennen, die wichtig wären, die mitzubringen?

00:57:39: Also zum Beispiel ... Du hast gerade am Anfang selber gesagt, du bist ein sehr kommunikativer Mensch.

00:57:43: Ist das wichtig für, um logopäne zu werden?

00:57:46: Ja und man muss sehr kontaktfreudig sein natürlich weil wir jede forty-fünf Minuten einen anderen Menschen haben mit einer anderen Tagesform von gut gelaunten Menschen bis zu traurigen bis zu ich muss jetzt meine Schokolade noch essen weil Mama mir das versprochen hat.

00:58:02: Ja, man muss auch sehr variabel sein in seinem Tun.

00:58:04: Weil wir müssen uns ganz schnell darauf einstellen was ist denn hier los?

00:58:08: Und was ich so mitbekommen habe auch Klarheit wichtig also auch nicht davor scheuen zu sagen Ich musste jetzt mal etwas sagen was die was du vielleicht nicht so gerne hören willst

00:58:18: Richtig und wir müssen auch ganz klar haben welche Aufgabe und welche Verantwortung es bei uns und Was ist vielleicht Verantwortung bei den Eltern Verantwortung bei dem Patienten Verantwortung bei einer anderen Stelle.

00:58:30: Nicht immer nur Logopädie ist das Mittel der Wahl, sondern manchmal muss auch was anderes vorgeschaltet werden.

00:58:36: Wunderbar Anke!

00:58:37: Wir können dieses Riesenthema nur punktuell beleuchten aber ich glaube wir haben relativ alles beackert was ihr so anbietet.

00:58:45: Kleinigkeiten was da noch zusätzlich alles ist.

00:58:47: es gibt so vieles aber das kann man ja euch auf den Internetseiten nochmal lesen richtig?

00:58:51: Genau insofern danke ich dir dafür dass du hier so ausgiebig Und was erzählt hast, aber du hast auch noch etwas mitgebracht.

00:59:00: Und zwar was Zuckersüßes!

00:59:02: Du hast mir was zugespielt und vielleicht kannst du mal eben was dazu sagen, weil das wollen wir unbedingt noch hören?

00:59:07: Das ist eine Aufnahme von einem Kind, dass im Alltag nicht spricht beziehungsweise nur unverständlich spricht.

00:59:18: Den Kinderliedern, die wir kennen von ganz früher.

00:59:22: Nicht Hoppelhase Hans, sondern ...

00:59:25: Wir hören gleich?

00:59:26: Genau!

00:59:28: Die Noten sind anhand von Bildern dargestellt und das Kind tippt mit den Fingern auf diese Blumen und singt dann die Melodie.

00:59:37: Und wir freuen uns darüber, dass es verständliche Worte hat.

00:59:40: Da waren wir rein, hör mal zu.

01:00:00: Ist das süß, Anke.

01:00:01: Meine Güte!

01:00:03: Ich hab mich direkt verliebt, sehr schön.

01:00:04: Das geht dem das Herz auf?

01:00:05: Ja wirklich und wirklich.

01:00:07: sonst im Alltag wenig Worte, wenig Sprache und plötzlich durch so eine Methode praktisch.

01:00:13: Durch Struktur, durch Bilder, durch Rhythmus, durch eine andere Ebene.

01:00:18: Musik ist halt eine andere Ebenen als Sprache.

01:00:20: Aktivieren wir trotzdem die Worte.

01:00:22: Danke schön, Anke.

01:00:23: Bis hierhin.

01:00:24: Aber zum Schluss musst du natürlich noch wie alle anderen Gäste Spezialaufgaben beantworten und zwar wollen wir unseren Hörern auch immer etwas mitgeben.

01:00:35: Und da wäre an dich die Frage Hast Du für uns eine gute Buchempfehlung oder Inkenkonzert auf dem du warst Theater?

01:00:42: Oder ein Film wo du sagst unbedingt mal anschauen?

01:00:45: Wir wollen immer so kulturelle Tipps nochmal weiter geben.

01:00:48: hast du was besonderes?

01:00:50: Ja, ich habe also einmal der Tipp für die karte Jahreszeit und der Kältungszeit des Morgens unter der warmen Dusche summen.

01:00:56: Summen?

01:00:56: Ja schön irgendwie sowas ja auch schön.

01:01:01: Das ist gut um die Stimmenbänder, um die Lunge zu befeuchten und um die Alvillaren zu öffnen.

01:01:05: Also bitte!

01:01:07: Und ich bin im Moment wieder Babylon Berlin verfallen.

01:01:11: Ja

01:01:11: stimmt.

01:01:12: Ja und kulturell würde ich natürlich allen empfehlen die Freilicht bühne in Meppen zu besuchen.

01:01:18: Das ist ja wunderbar, was da gespielt wird.

01:01:21: Man hat Sprechen und Singen, Schauspiel und Tanz.

01:01:26: Wunderbar!

01:01:27: Dann habe ich ganz zum Schluss für dich ja eine Aufgabe und zwar du kennst die tollen Busse, die hier immer durch Mappen fahren.

01:01:34: Und die haben hinten so wunderschöne Werbeflächen.

01:01:36: Angrund ich habe einen Bus exklusiv für Dich hier besorgt!

01:01:41: Du darfst Mappem- und der Gesellschaft im Emsland etwas mitteilen.

01:01:45: Du hast ne freie Fläche wo du ein Spruch abdrucken kannst.

01:01:49: Das würde mich doch mal interessieren was würdest du denn da drauf schreiben?

01:01:52: Hast du deine

01:01:53: Idee?!

01:01:53: Wie wär's mit ein bisschen mehr Bitte und Danke?

01:01:56: Auch wie schön.

01:01:57: Ja, da unterschreib ich mit.

01:01:59: Wunderbar!

01:02:00: Ein bisschen mehr bitte und danke.

01:02:03: Sehr schön, Anke.

01:02:04: Das kriegen wir hin malig.

01:02:07: Muss das in der bestimmte Farbe sein?

01:02:11: Bunte Vielfalt, bitte danke.

01:02:15: Anke, jetzt frage ich dich mal.

01:02:17: Ist die Sex immer noch ne Sex oder sind wir unter die Sex gefallt?

01:02:20: Unter die Sex!

01:02:21: Ich sitze hier mit überschlagenen Beinen habe die Arme auf den Arm lehnen.

01:02:24: es ist ganz angenehm gewesen.

01:02:26: Jetzt auch eine Tafelschokolade.

01:02:27: genau was mich aber ja am Ende interessiert.

01:02:30: du wolltest aufpassen mit meiner Stimme.

01:02:33: wie mache ich mich denn?

01:02:34: so brauche ich ein Rezept.

01:02:37: also um der Verordnung kommst Du drum herum ganz klar Deine Erkältungsnase, die macht mir Sorgen.

01:02:44: Die macht mir auch Sorgen!

01:02:45: Aber die Stimme?

01:02:46: Nein, Stimmklang Artikulation, phonetisch Ast rein... Du bist der Richtige für diesen Podcast.

01:02:52: Danke ich habe auch schon mehrere Kollegen gehabt, die gesagt haben sie hören den podcast so gerne weil sie dabei immer so gut einschlafen können.

01:03:02: Also, sollte ich mal überlegen nach Geschichten zu erzählen.

01:03:06: Warum denn nicht?

01:03:07: Ich such dir welche raus!

01:03:08: Ja sehr gerne, mach' ich.

01:03:09: Ich spreche euch gerne was ein.

01:03:10: Ja, gerne.

01:03:11: Wunderbar.

01:03:12: Die Nase ... Ich muss mich entschuldigen liebe Rollstuhl- und Raketehörer die ist wirklich jetzt erst im Laufe der Sendung dazu gekommen.

01:03:17: vorher war sie noch frei Jetzt meint sie zu tropfen aber vielleicht will sie einfach mitreden.

01:03:23: bei diesem interessanten Thema hat ja auch etwas mit euch zu tun.

01:03:25: insofern entschulige ich mich dafür und hoffe dass das im nächsten Monat nicht mehr der Fall ist.

01:03:30: Dankeschön Anke.

01:03:33: Kommt gerne mal wieder, dann können wir vielleicht auch noch über ein spezielles Thema sprechen.

01:03:37: Ansonsten allen Rollstuhl- und Raketehörern einen guten Oktober im November mit einer neuen Folge!

01:03:43: Wir sagen Dankeschön und schönen, dass ihr dabei wart.

01:03:54: Tschüss!

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