Meritum - Loriessa Poker & Marco Niemann

Shownotes

Was ist eigentlich Meritum? Und wie kann Arbeit dabei helfen, wieder mehr Struktur, Kontakte und neue Perspektiven im Leben zu bekommen?

🧠 Meritum ist ein Zuverdienst-Angebot von Vitus für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Hier können Menschen in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Ohne großen Leistungsdruck und mit Unterstützung.

👩‍💼 In dieser Folge sprechen wir mit Loriessa Poker, Sozialpädagogin bei Meritum. Sie erklärt, wie das Angebot funktioniert, wer teilnehmen kann und warum ein niedrigschwelliger Zugang zu Arbeit so wichtig sein kann.

👤 Außerdem ist Marco Niemann zu Gast. Er spricht ganz offen über sein Leben mit einer psychischen Erkrankung und erzählt, welche Bedeutung Meritum und die Arbeit für ihn haben.

💬 Es geht um Arbeit und Alltag, Gemeinschaft und Kontakte, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen – und vor allem darum, Menschen Möglichkeiten zu geben, ihren eigenen Weg zu gehen.

🚀 Eine offene und persönliche Folge von „Rollstuhl & Rakete“ – dem inklusiven Podcast von Vitus.

RollstuhlUndRakete #Vitus #Meritum #Meppen #Emsland #PsychischeGesundheit #PsychischeErkrankungen #Zuverdienst #Teilhabe #Inklusion #Arbeit #GemeinsamStark

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Rollstuhl und Rakete, dem inklusiven Podcast von Vitos aus Mappen.

00:00:21: Mein Name ist Markus Strudtigmann und ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt!

00:00:27: Heute geht es um ein Angebot bei dem es um viel mehr geht als nur um Arbeit – das Meritum Ein Zuverdienstangebot von Vitos für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung.

00:00:40: Arbeit kann Struktur geben, soziale Kontakte schaffen und das Gefühl vermitteln Gebrauch zu werden und etwas zu leisten.

00:00:48: Genau hier setzt das Meritum an.

00:00:50: – Das Angebot verbindet sinnvolle Beschäftigungen und psychosozialer Unterstützung.

00:00:56: Dabei geht es ganz bewusst darum, die individuellen Möglichkeiten und Belastungsgrenzen der Menschen zu berücksichtigen und Ziele sind unter anderem Tages- und Wochenstruktur aufzubauen selbstvertrauen zu stärken soziale Kontakte zu fördern und neue persönliche oder auch berufliche Perspektiven zu entwickeln.

00:01:17: Aber wie funktioniert das Meritum ganz konkret?

00:01:20: Wer nutzt diese Angebote, welche Tätigkeiten gibt es dort und was kann eine solche Beschäftigung im Alltag eines Menschen... tatsächlich verändern.

00:01:28: Darüber spreche ich heute mit Larissa Pokal, sie ist Sozialpädagogin im Meritum und wird uns das Angebot vorstellen und erklären welche Idee und welche Unterstützung dahinter stecken.

00:01:39: Besonders freue ich mich auf Marco Niemann!

00:01:42: Er wird ganz persönlich aus seinem Leben berichten von seinen Erfahrungen erzählen und davon welche Bedeutung das Meritun und die Arbeit dort für ihn haben.

00:01:52: Wir sprechen also heute über psychische Erkrankungen, über Arbeit.

00:01:55: Über Teilhabe, über Stabilität und vor allem über die Frage wie Menschen wieder Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können?

00:02:05: Larissa und Marco herzlich willkommen bei Rollstuhl & Rakete!

00:02:09: Moin moin!

00:02:10: Vielen Dank, wir

00:02:12: sind

00:02:12: ganz gerne hier.

00:02:14: Marco bist du wahrscheinlich das erste Mal in so einem Podcast?

00:02:17: Tatsächlich ja, also ich muss auch sagen es fühlt sich grad ein bisschen freaky an.

00:02:22: Aber ähm ... Ja das ist meine schöne Abwechslung zum normalen Alltag!

00:02:27: Sehr gut.

00:02:27: Larissa für dich auch das erste Mal?

00:02:29: Tatsächlich auch für mich das erste mal, ja.

00:02:31: Genau.

00:02:32: Ich hab euch ja gesagt, ich nehme euch mit, ich neme euch an die Hand und wir gehen hier gemeinsam durch die Sendung.

00:02:37: Ähm der Herbst, er klopft ja so langsam an.

00:02:41: Wir stellen fest die Blätter fallen von den Bäumen Es wird wieder ein bisschen kälter, regnet Oma wider.

00:02:46: Was mögt ihr an dieser Jahreszeit besonders?

00:02:48: Ist das die Ruhe, die Farben, das Gemütliche oder eigentlich gar nichts.

00:02:52: Also bist du ein Herbst-Typ, Larissa?

00:02:54: Da ich im Herbst Geburtstag habe ist das ganz schön aber an sich bin ich eher der Sommermensch muss ich tatsächlich sagen.

00:03:00: Ja was magst du am Herbst?

00:03:02: Am Herbst mag ich die bunten Farben wenn die Blätter von den Bäumen fallen und alles schön in diesen rötlich-orangefarbenen Tönen... Das finde ich immer super!

00:03:11: Sehr schön Marco, wie geht's dir?

00:03:13: Ist der Herbst dein Monat oder deine Monate.

00:03:17: Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Herbst viele Jahre eigentlich auch immer noch meine Lieblingsjahreszeit ist.

00:03:24: Der Sommer ist mir manchmal zu laut und zu grell und manchmal auch zu warm wenn ich ehrlich bin, wenn es dann jetzt thirty- acht Grad sind.

00:03:30: aber ja den Herbst finde ich richtig schön.

00:03:34: wir haben auch die Tage beim Meeritum schon Herbst in die Fenster gebracht.

00:03:37: sehr gut Sag mal, Marco, wenn ich das direkt zu Anfang fragen darf.

00:03:42: Du lebst ja mit einer seelischen Erkrankung?

00:03:44: So oft hört man dass Menschen mit einer seligen Erkrankung eher diese dunkleren Jahreszeiten für sich so als bedrohlich erleben oder so.

00:03:53: dann jetzt kommt wieder die dunkle Jahreszeit.

00:03:55: geht dir das auch so oder ist es eher so für dich kein Thema.

00:03:59: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das bei mir nicht so extrem ist.

00:04:02: Das hat sich über die Jahre auch ein bisschen geändert, dass es im Herbst und Winter nicht mehr so extrem is'.

00:04:09: Also ich wohne ja selber in einer Wohnform... Da fällt mir schon auf, dass viele meiner Mitbewohnerinnen mit dem Sommer mehr Probleme haben als mit dem Herbst- und Winter tatsächlich.

00:04:21: Natürlich sind ein paar Leute dabei, die lieben den Sommer abgöttisch aber mir ist oft aufgefallen, den Sommer viel schwieriger finden.

00:04:30: Weil alles lebt, alles ist bunt, alle fahren zum See und was weiß ich?

00:04:36: Und grade dann spürt man ... Zum Beispiel wenn man eine Depression hat, spürte man eigentlich den Unterschied des eigenen Lebens zu den Menschen die einen Anführungszeichen normales Leben haben noch deutlicher.

00:04:51: Das kann sehr schwer sein!

00:04:52: So hab' ich's noch gar nicht gesehen.

00:04:54: Ja es ist tatsächlich so...

00:04:56: Es geht ja bei eurem Angebot auch darum, wieder über kleine Schritte zurück ins Leben vielleicht auch in den Beruf zu kommen.

00:05:04: Ich wollte mal fragen was gibt es bei euch so Kleines im Alltag auf das ihr euch irgendwie jeden Tag freut?

00:05:09: Gibt es so wenn ihr morgens auftet etwas wo ihr so routinemäßig sagt hey da da freue ich mich drauf gibt es eine so ne Kleinigkeit?

00:05:16: Bei mir ist es tatsächlich auch wirklich die Arbeit, muss ich sagen.

00:05:19: Ich gehe wirklich gerne zum Meritum und das gibt mir auch Struktur.

00:05:22: Das macht mir total Spaß mit den Menschen dort zu arbeiten.

00:05:25: Und das ist etwas, was ich für meinen Alltag, für meine Struktur

00:05:29: brauche.

00:05:30: Am Wochenende ist es dann eher die Familienzeit bei mir, die mir Struktur gibt, die mich dann die Wochenenden versüßt ... Schön!

00:05:37: Genau

00:05:38: Wie sieht's bei dir aus, Marco?

00:05:40: Gibt es am Tag, wenn du morgens aufstehst, was ist für dich ein Punkt, wo du sagst, da freu ich mich drauf heute.

00:05:46: Ich muss tatsächlich auch, kann Larissa beiflichten, dass ich super gerne zur Meritum gehe und ich hab schon ewig keinen Tag mehr gehabt, wo ich dagegen angesehen hab dahin zu fahren oder so.

00:05:59: Das ist eigentlich sehr schön einfach!

00:06:01: Sehr schön ja... Und warum das so schön ist, da wollen wir natürlich heute in der Sendung darüber sprechen.

00:06:06: Vorher wollen wir euch beide aber noch ein bisschen näher kennenlernen und da gibt es ja die schöne Rubrik Vitos Privat und mit der wollen wir uns jetzt mal beschäftigen und euch ein bisschen auf den Zahn fühlen.

00:06:17: Hört mal zu!

00:06:22: Ja Ladies first, Larissa.

00:06:25: Ich würde dich gerne ansprechen da sind wir so fair.

00:06:27: Larissa vielleicht magst du uns mal ein bisschen mitnehmen?

00:06:30: Ich sage das in jeder Folge.

00:06:32: es ist so oftmals kennt man die Namen deinen Namen von der Telefonliste.

00:06:37: was hatte ich irgendwo mit dem Bild gesehen auch im Internet oder auf einer Feier.

00:06:40: Wir hatten ja jetzt gerade erst ein tolles Betriebsfest Aber so richtig weiß man gar nicht, was ist das für eine Person?

00:06:46: Wo kommt die her?

00:06:47: und vielleicht magst du uns mal ein bisschen mitnehmen.

00:06:49: Wo bist du geboren?

00:06:50: Wie war deine Laufbahn?

00:06:52: Bist du ganz klassisch zum Kindergarten gegangen, Schule?

00:06:55: Wann kamen die Entscheidungen auch dafür, sich dem Sozialpädagogenstudium zu widmen?

00:07:00: Vielleicht magst Du uns mal etwas mitnehmen!

00:07:02: Genau ich bin tatsächlich in Reine geboren.

00:07:05: Ich bin Gebürtigerrenenserin.

00:07:07: Mich hat es ins Ämztland verschlagen durch mein Mann Genau, der kommt gebürtig aus Schöningsdorf.

00:07:12: Wir haben dann aber gemeinsam in Lingen erst gewohnt und jetzt wohnen wir mit unserer Tochter in Großheesepe.

00:07:18: Ach wie schön!

00:07:19: Genau.

00:07:19: Ich hab lange Zeit in Reine gewohnt, eigentlich bis zu meinem Studium.

00:07:24: fast würde ich sagen.

00:07:25: es ist aber so dass ich zwischenzeitlich habe meine Eltern sich scheiden lassen als ich fünfzehn war.

00:07:31: da bin ich schon einmal ins emsland gezogen nach Techlingen.

00:07:36: genau aufgrund von familiären Schwierigkeiten und dadurch das ich aber gerne weiter in reine auf meine schule geben wollte bin ich dann wieder zurück nach reine zum mein vater gezogen Und daraus dann, um dort zu studieren.

00:07:54: Ah okay!

00:07:55: Du hast also da in Reine dann auch wahrscheinlich klassisch Kindergarten besucht, Grundschule und bist dann auf eine weiterführende Schule gegangen?

00:08:02: War für dich immer klar dass du mal einen sozialen Beruf machen

00:08:05: willst?!

00:08:06: Ja ihn würde ich sagen.

00:08:07: Ich hatte in meiner Laufbahn viele Berufe, die ich interessant fand.

00:08:11: mich für etwas Soziales zu entscheiden ist wirklich erst in der Schullaufbahn entstanden.

00:08:16: In der Zehntenklasse habe ich einen Pädagogik-Gleistungskurs besucht und dadurch ist das Interesse an der Pädagurgik sehr stark bei mir aufgetreten.

00:08:24: Dadurch dass ich eine Freundin damals hatte, die einen Sohn hatte mit Downssyndrom, auch einen Bruder hatte Entschuldigung, Kontakte knüpfen konnte und wir haben gemeinsam Ferienfreizeiten besucht.

00:08:36: Und haben dort mit Kindern mit einer Behinderung gearbeitet, da ist das Interesse sehr groß geworden bei mir weshalb ich mich dann nachher wirklich für das Sozialpädagogikstudium entschieden habe.

00:08:48: was wollte die kleine Larissa denn werden?

00:08:50: also kann sich noch erinnern als Kind so im Kindergarten oder in der Schule was du so mal als Traum hattest.

00:08:55: ja in den freunde Büchern die ich immer so geschrieben habe war ganz oft Lehrerin oder Hebamme

00:09:02: Sehr schön.

00:09:03: Lerin, ja das kenne ich auch.

00:09:05: oder Krankenschwester genau diese klassischen Berufe?

00:09:07: Ja

00:09:08: Du hast dann in Enschede studiert.

00:09:11: wie lange bist du jetzt bei Vito schon?

00:09:13: Ich bin am fünftzehnten acht und zweitausend vierundzwanzig beim Merikin.

00:09:17: Noch gar

00:09:17: nicht so lange.

00:09:18: Genau

00:09:19: Wie kam jetzt auch der Bereich mit psychisch oder seelisch erkrankten Menschen zu arbeiten?

00:09:24: ist ja auch noch mal etwas besonderes.

00:09:26: war das von Anfang an für dich auch ein Thema oder hat sich das erst dann eben durch die Bewerbung ergeben?

00:09:31: Ich habe im vorigen Bereich schon mal mit psychischen Erkrankungen gearbeitet.

00:09:35: Im Studium hab ich mich eher auf die Kind- und Jugendhilfe spezialisiert, das war aber dann nach dem Studium etwas wo ich gesagt habe oh da sehe ich mich doch nicht so ganz.

00:09:44: dadurch dass ich ja beim Studium schon mehrere Praktika absolviert habe und unter anderem dort auch schon ein Praktikum absolvierte habe im Bereich psychische Erkankung am Plan betreuten wohnen war das etwas.

00:09:54: wo habe mich dann nach dem Studium auch in den Bereich weiterentwickelt, habe dann auch im Haus Landrien zum Beispiel gearbeitet.

00:10:06: Das ist ja eine Wohneinrichtung für Menschen mit einer psychischen und einer Suchterkrankungen.

00:10:11: Genau!

00:10:11: Und anschließend war ich aber auch noch mal im ambulanten Bereich für Menschen Mit einer psychischem Erkrankung tätig.

00:10:17: Und genau nach der Elternzeit bin ich jetzt bei Vitos angefangen.

00:10:21: Kannst du sagen, ich frage oft die Emsländer, die so aus dem Emsland kommen.

00:10:26: Warum die zurückkommen ins Emslands und was das Emssland ausmacht?

00:10:29: Du kannst es ja vielleicht nochmal speziell anders bewerten weil du eigentlich aus Nordrhein-Westfalen kommst, aus Rheine.

00:10:34: So kannst du sagen was das emsland so prächt oder wo du denkst so dass steht irgendwie auch dafür

00:10:41: Gute Frage.

00:10:42: Ich wohne sehr gerne hier, muss ich sagen.

00:10:45: Auch gerade diese kleinen Dörfer, die hier drumherum sind, das ist etwas, was für mich totale Ruhe ausstrahlt und das mag ich total gerne.

00:10:51: Reine ist ja tatsächlich eher die Stadt, da ist mehr Action, mehr Leben ... Ja, grade wenn man Familie hat, ist das oftmals etwas ... Was schwierig ist für einen?

00:11:01: Da sucht man eher die Ruhe und dass Gelassene diese Nachbarschaften usw.

00:11:06: Das ist wirklich bei mir in Großhesipa auch gegeben.

00:11:09: Sag mal, ich stelle auch immer die Frage.

00:11:11: Wenn ich jetzt mal deine Freunde oder deine Familie fragen würde was ist Lucissa eigentlich für eine Person?

00:11:16: Die klassische Bewerbungsfrage so was macht dich aus?

00:11:20: Was würden sie sagen?

00:11:21: Ich glaube die Würden sagen ich bin ein sehr empathischer und humorvoller Mensch.

00:11:24: also ich glaube gerade auf der Arbeit ich weiß nicht ob Marco das bestätigen kann ich habe selten Tage wo ich schlecht zufrieden bin.

00:11:30: ich bin eigentlich immer mit einem lächeln auf der arbeit und ich glaube dass es etwas was auch privat mich sehr prägt.

00:11:37: Kannst du das bestätigen?

00:11:38: Also wir haben wirklich sehr, sehr viel Spaß.

00:11:40: Wir reden auch sehr viel Quatsch und Albern rum...

00:11:43: Gehört aber auch dazu!

00:11:44: Ja also es ist sehr locker beim Meritum untereinander und dass das ist auch eine Qualität muss ich ganz ehrlich sagen.

00:11:52: Das stimmt

00:11:55: Larissa, sag mal mit Menschen mit einer seelischen Erkrankung zu arbeiten oder auch einer psychischen.

00:12:00: Das erfordert ja auch eine gute Struktur im Alltag?

00:12:04: Was gibt dir so Kraft im Alltag?

00:12:06: Gibt es irgendwas das du für dich brauchst um nochmal Ablenkung zu finden gerade wenn Themen schwerer sind?

00:12:13: Hast du spezielle Hobbys?

00:12:14: Machst du Sport oder irgendwie sowas?

00:12:16: Tatsächlich nein!

00:12:17: Bei mir ist es wirklich meine Familie die mir den Halt gibt also mein Mann und meine Tochter mit denen ich auch noch viel reflektieren kann mitsprechen kann.

00:12:24: Aber ich muss auch sagen, dass ich ein sehr organisierter und strukturierter Mensch bin.

00:12:29: Und tatsächlich ist Arbeit für mich Arbeit.

00:12:32: Und privat ist für mich Privat.

00:12:33: Ich kann nach der Arbeit wirklich gut abschalten.

00:12:35: Also, ich hab selten Tage dabei, wo ich denke ... Das nimmt mich total im Privaten mit.

00:12:42: Klar gibt es das mal, das möchte ich gar nicht abstreiten.

00:12:45: Aber ich versuche schon, sobald ich im Auto sitze Musik anzumachen und runterzukommen und dann zu Hause bin, meine privaten Dinge durchzuziehen.

00:12:54: Wir werden noch mal ganz privat.

00:12:55: Hat Larissa einen Spitznamen?

00:12:58: Ja, der

00:12:59: nennt sich

00:12:59: ... Bei meiner Familie bin ich tatsächlich Lolo.

00:13:02: Lolo!

00:13:03: Genau.

00:13:04: Ich hätte jetzt Lori vielleicht verraten

00:13:06: oder heran.

00:13:07: Das war früheren

00:13:07: Berufen schon und dafür hieß ich dann Lori genau.

00:13:12: Gibt's den Spitzname bei euch auch im Meritum?

00:13:14: Also was für Larissa?

00:13:17: Neuerdings gibt es so ein paar Spitznahmen die aufeinander aufbauen also... Aktuell ist es, glaube ich, Lorissa, drei Punkt Null.

00:13:24: Ah okay!

00:13:25: Und demnächst wird's wahrscheinlich noch mal in vier Punkt Nulle weitergehen.

00:13:28: Genau wie ich es wahrscheinlich, wenn ich aus dem nächsten Urlaub wieder da bin.

00:13:32: Zum Beispiel.

00:13:33: Sehr gut.

00:13:35: Lorissa gibt es irgendein Gericht an das du dich aus deiner Kindheit erinnerst?

00:13:38: Wo du sagst, oh wenn ich da nochmal hindenke... Das ist schon etwas was meine Oma oder auch die Familie immer so gemacht hat wo du heute noch gerne dran zurückdenkst oder was du heute doch gerne isst.

00:13:48: Ja, tatsächlich bei meiner Oma diese klassische Hausmannskosti von zu Hause kennt.

00:13:53: Das ist etwas was ich super gerne gegessen habe, was ich aber selber gar nicht oft koche oder nicht kochen kann weil die Rezepte meiner Omas immer so speziell waren und die hat wirklich immer Messerspitzenweise etwas reingetan was ich von den Abmessungen gar nicht hinbekomme.

00:14:09: Aber das sind auch wirklich Essen, die vermisse ich auch tatsächlich.

00:14:13: Larissa, hast du einen speziellen Ort im Emsland oder auch in Hesipel?

00:14:16: Wo du besonders gern hinfährst.

00:14:17: Gibt's einen Ort wo du sagst so ein Lieblingsort, wo du dich sehr wohl fühlst?

00:14:20: Ja ich bin gerne am Wasser tatsächlich also auch wenn wir in den Urlaub fahren gerne ans Wasser.

00:14:24: das heißt eher so der Speicherbecken was total schön ist als sei es zum Schwimmen oder auch zum Spazieren gehen oder der Dankansee zb.

00:14:31: also ich bin gern am Wasser im Wasser und entspanne dort auch tatsächlich sehr gerne.

00:14:36: super.

00:14:37: Vielen Dank bis hierher, Marco.

00:14:38: Jetzt kommen wir zu dir.

00:14:40: Vielleicht magst du uns mal mitnehmen?

00:14:42: Wie ist deine Kindheit verlaufen und wo kommst du gebürtig her?

00:14:44: Bist du ein klassischer Emsländer oder kommst Du auch wie Larissa aus Westfalen oder woanders?

00:14:49: vielleicht magst Du uns mal ein bisschen mitnehmen.

00:14:51: also ich bin in Papenburg geboren und Bin ins Urwald aufgewachsen bis ich so Mitte zwanzig war Ganz normal, die Grundschule und Orientierungsstufe damals noch in Sowold besucht.

00:15:05: Die Schule war auch zweihundert Meter von unserem Haus entfernt.

00:15:08: Und anschließend bin ich dann in Papenburg zum Gymnasium gegangen, hab da dann auch Abi gemacht.

00:15:15: Ja im Anschluss bin ich erst mal also nach dem Zivildienst und so, bin ich denn studieren gegangen in Hildesheim, habe tatsächlich auch soziale Arbeit studiert.

00:15:24: Ich musste das aber so... ich weiß es bis heute gar nicht weil eh das so eine.

00:15:28: Ich war sehr, sehr krank irgendwann da.

00:15:31: Ich weiß gar nicht mehr heutzutage, ob ich im vierten Semester aufgehört habe oder im fünften.

00:15:36: Das kriege ich auf die Kette.

00:15:37: Es war eine Zeit, da war ich sehr, ganz krank und der Zufall hat mich dann eigentlich wieder ins Emsland gebracht weil es war die Situation dass ich quasi vor Ort auch in eine psychiatrische Klinik gehen wollte aber die waren restlos ausgebucht Und ich hatte dann Telefonkontakt mit meiner Mutter.

00:16:00: Meine Mutter hat damals in eine Haselöne angerufen, da hatten die was frei und so bin ich dann da in die Klinik gekommen.

00:16:10: Von da aus habe ich mir quasi auch schon zwei Wohnheime angeschaut mit der Sozialarbeiterin, die da noch war.

00:16:17: Im Ende ist es halt ne Lohzwohnform geworden wo ich dann kurze Zeit später eingezogen bin.

00:16:24: Jetzt können wir unseren Hörer vielleicht eben sagen, der Lohze ist ein Verein hier in Meppen, der insbesondere für psychisch erkrankte Menschen verschiedene Angebote auch bereithält.

00:16:32: Auch Wohnangebote und glaube ich eine Tagestätte im Grunde genommen.

00:16:38: Trotzdem ist es so, dass Werkstättenangebote dann eher über Vitos laufen.

00:16:43: Über den Mappen-Nalombetrieb oder eben über das Meritum und Menschen mit einer psychischen Erkrankung dahingehend können?

00:16:49: Genau!

00:16:49: Ich hab quasi achtundzwanzig Mitbewohner

00:16:52: bei uns.

00:16:53: Kann ich ja mal so sagen ...

00:16:54: Sag mal eben du hast erzählt bis zum Studium warst du eigentlich gesund Und dann kamen also wie zeichnet sich seine psychische Erkrankung aus?

00:17:02: Depression oder worüber reden wir da?

00:17:05: Also es ist, also Schizophrenie diagnostiziert.

00:17:08: Aber ich glaube bei mir hat sich das sogar irgendwann gewandelt.

00:17:12: Es ging eigentlich in meinem Leben mit Depressionen los aber das kam auch nicht... Also ich bin nicht aus heutiger Sicht.

00:17:19: im Nachhinein kann man ja vieles reflektieren.

00:17:21: heutzutage spricht man sowieso mehr über mentale Themen oder reflektiert mehr und damals war das alles irgendwie noch in so einer Tabu-Schiene und ich war eigentlich vor am Studium schon erkrankt.

00:17:34: Also zum Studium bin ich gezogen, so mit einundzwanzig.

00:17:37: Rückwirkend würde ich sagen meine mentalen Probleme haben sich eigentlich auch schon mit zwölf dreizehn entwickelt.

00:17:45: Kannst du sagen oder uns mitnehmen wie das so ... losgegangen ist.

00:17:50: Also mir ist noch mal wichtig zu sagen, das was du nicht erzählen möchtest brauchst du ja auch nicht erzähln.

00:17:54: aber wenn du uns mitnehmen magst dann ist es natürlich interessant weil viele leute sich gar nicht reinversetzen können in solche situationen.

00:18:01: und vielleicht wenn du magst dass du gerne erzählen wie das los gegangen ist bei dir?

00:18:07: Wie hast du das so festgestellt?

00:18:08: Ja, es ist so ein bisschen losgegangen mit dem Schulwechsel dann aufs Gymnasium.

00:18:13: Da ging eigentlich quasi ab Tag eins das Mobbing schon los und das war dann vielleicht... Das kann ich auch nicht mehr sicher sagen ob's anderthalb Jahre waren oder zwei Jahre in denen das dann auch lief und dadurch bin Damals ein sehr selbstunsicherer Mensch geworden.

00:18:30: Also ich hab damals, wenn ich dann zu Hause war und nicht in der Schule und war in meinem Zimmer und habe mir Musik angehört oder sowas, da fing das an dass sich durch das Mobbing sehr stark an mir selbst gezweifelt haben.

00:18:42: Und auch überlegt habe was an mir falsch ist.

00:18:48: So ging es eigentlich los mit... mentalen Problem.

00:18:53: Und dann hast du gerade erzählt, dass du dann im Studium richtig schwer erkrankt bist?

00:18:57: Magst du uns da noch mal vielleicht einen Einblick geben?

00:18:59: Ja ich war eigentlich... Ich hatte mir vor dem Umzug schon hier in Amesland auch ein Psychotherapeutin gesucht und trotzdem war die Entscheidung aber jetzt die Therapie nicht zu Ende zu machen sondern nach Hildesheim zu gehen und sich dann da was zu suchen.

00:19:18: Ich habe dann glaube ich so das erste halbe oder das erste Jahr so gelebt.

00:19:23: Und dann ging es aber wieder los, dass ich wirklich die ganzen Therapeutennummern von der Kassenärztlichen Vereinigung abtelefoniert habe und hab dann irgendwann tatsächlich einen Platz bekommen.

00:19:34: Ich bin innerhalb dieser Therapie leider sehr, sehr kranke geworden also... Das kommt glaube ich so intensiv nicht oft vor, glaube ich, aber mir hat das damals eher geschadet und dadurch war ich nachher wirklich sehr krank.

00:19:49: Also ich hätte in dem Moment weder studieren können, ich weiß gar nicht, ob ich mich überhaupt hätte vernünftig versorgen können.

00:19:57: Genau und dann ... ja, wie gesagt...

00:20:00: Können wir gleich noch mal etwas ausgeben, darüber sprechen?

00:20:03: Du wohnst jetzt in Meppen so, ich frag dieselbe Frage was ist Meppen für dich beziehungsweise das Emsland?

00:20:08: also bis hierher jetzt wie gesagt kommst du aus Papenburg Was hast auch Hildesheim kennengelernt, was bedeutet das Emesland für dich?

00:20:14: Also ich bin ja seit zwei tausend neun dann bei Lohze gewesen und da eingezogen In Hildesheim.

00:20:20: vorher war es so, dass die eigentliche Innenstadt von Hildesham ist.

00:20:26: Eigentlich sehr überschaubar auch wenn Hildessheim glaube ich in Roundabout hundertzwanzig tausend Einwohner hat.

00:20:31: das verzieht sich so auch in der äußeren Region und Das war eigentlich gar nicht so schlecht weil aus dem Dorf wollte Ich auch raus mit ein zwanzig also definitiv ne und in Hildessein fand ich schon so den Also die Frequenz gut, wie oft man wenn man irgendwo rumläuft Leute trifft, die man kennt.

00:20:50: Das fand ich in Hildesheim schon sehr gut.

00:20:51: Man hat natürlich viel viel anonymeres Leben als ins Urwald.

00:20:55: und wo ich dann jetzt hier nach Meppen gekommen bin muss ich sagen habe mich das glaube ich relativ schnell ganz gut abgeholt weil Meppen auch so klein aber fein ist halt eine Kleinstadt.

00:21:06: Ich sag mal von der Größe hab' mich das teilweise ein bisschen an mein Leben in Hildeßheim auch erinnert.

00:21:11: Ich glaube allerdings, um jetzt deutlich auf die Frage zurückzukommen.

00:21:17: Wenn man eine psychische Erkrankung hat, die auch schwer ist, dann glaube ich, dass Meppen ein super guter Ort hier zu leben.

00:21:26: Bei Meppen hat es einfach unheimlich breit aufgestellt gerade auch was die Versorgungen im sozialen Bereich für die psychischen Erkannten angeht und man hat natürlich immer noch diesen Aspekt das.

00:21:38: Es ist unkomplizierter, mit Menschen in Kontakt zu kommen im Emsland als in manchen anderem Ort.

00:21:44: Das ist einfach die eigene emsländische Mentalität.

00:21:47: Natürlich ist es auch jetzt hier ein Map nicht wie ins Urwald aber ich sag mal es ist um einiges ein Vertraut hat zum Beispiel auch als wenn wir jetzt in Hildesheim wohnen zb.

00:21:58: Was bedeuten Freunde für dich und vielleicht auch Familie?

00:22:00: Sind sie wichtig als Begleiter so, wenn man auch eine psychische Erkrankung hat?

00:22:04: Ja, bei mir ist es eigentlich so abgelaufen, dass ich zu meinem ursprünglichen Freundeskreis aus Urwald irgendwann den Kontakt vermehrt auch abgebrochen habe.

00:22:14: Weil ich wusste, ich bin so out of order und das macht gerade keinen Sinn diese Verbindung zu pflegen.

00:22:20: Ich meine die wohnen jetzt alle unterschiedlich nicht mehr in Urwald.

00:22:26: Also was Freunde angeht man muss nicht viele Leute um sich haben.

00:22:32: Viren metten vielleicht so zwei, drei Leute.

00:22:34: Die würde ich vielleicht so meine Freunde oder meine wirklich größeren Freunde nennen.

00:22:40: Ich habe aber auch ein paar alte Bekannte und also weiblich als auch männlich.

00:22:45: Die treffe ich vielleicht einmal in vier Monaten irgendwo auf dem Kaffee.

00:22:49: Also das hab' ich auch noch.

00:22:50: Aber wie gesagt, ich hab über die Jahre tatsächlich auch gelernt man braucht nicht zwanzig Freunde.

00:22:55: Man kann besser zwei haben oder drei, auf die man sich wirklich verlassen kann.

00:22:59: Und meine Familie, die wohnt noch in Suhrwald auch in unserem Elternhaus.

00:23:04: Die kommen mich regelmäßigen Mappen besuchen so roundabout einmal im Monat.

00:23:09: und ich sag mal wenn man mit psychischen Problemen groß geworden ist hat man oft auch einige Baustellen mit seinen Eltern auch oft und so.

00:23:18: aber ich sage mal das ist ja alles jetzt schon... Ich bin ja jetzt auch ein Vierzig und geelter.

00:23:23: man wird je mehr lernt man hier auch die Menschen nochmal kennen oder sich selber kennen, andere Menschen kennen.

00:23:29: Man kann mehr reflektieren und man versteht mehr.

00:23:31: Von daher bin ich da auch mit meinen Eltern ganz

00:23:34: gelassen.".

00:23:36: Wie geht es dir gerade in diesem gesamten Geflecht?

00:23:38: Du hast gesagt du lebst in einer Wohngruppe, du hast das Meritum, du hattest Unterstützung von vielen Seiten.

00:23:44: Bist du grade glücklich?

00:23:45: Gehts dir gut?

00:23:45: Ich bin gerade, was das angeht wirklich sehr glücklich.

00:23:48: Also es war tatsächlich so wie wo die Tagesstätte vom Lohz aufgemacht hat vor ein paar Jahren.

00:23:53: da hat unsere damalige Heimleitung mich gefragt Marco möchtest du beim Meritum bleiben?

00:23:58: ich kann dir jetzt in diesem Moment auch das Angebot machen Du könntest auch zur Tagesstätte gehen und dann habe ich zu ihr gesagt nee ich glaube ich bleib bei meritum weil ist es auch gut ist wenn man mal rauskommt also wenn man sich nicht.

00:24:10: vorher hab ich mich ja quasi nur im Lohzekosmos bewegt.

00:24:14: D.h.,

00:24:14: dass der Lohzekosmos schlecht ist, aber manchmal ist es gut wenn man dann zum Beispiel zur Meritum fährt das man da nochmal ganz andere Gesichter sieht und ... Das ist auch sehr hilfreich für mich also, dass die Arbeit ausgelagert

00:24:26: ist.

00:24:27: Sag mal auch die Frage kannst du dich noch an so ein Gericht aus deiner Kindheit erinnern was du unheimlich gerne isst und was du heute noch gerne magst?

00:24:36: Also komischerweise würde ich am liebsten noch mal Sachen von meiner Mutter essen, die ich damals eigentlich nicht mehr sehen konnte.

00:24:43: Ja also ich würde total gerne nochmal Mamas Pfannkuchen essen weil ich habe danach wirklich nie wieder einen besseren gegessen.

00:24:49: Damals war es so ich kam von der Schule und leh Mama nicht Pfannenkuchen.

00:24:53: oder irgendwann fängt man an das zu schätzen dass man gut bekocht worden ist.

00:24:59: Deshalb ist das auch eine gute Erfahrung immer einmal auszuziehen auf den Elternhaus.

00:25:03: Ich würde auch gerne nochmal Tomatensauce essen, die sie zu Spaghetti macht.

00:25:08: Die hab ich auch nie wieder so gegessen ... Ja?

00:25:11: Ich hatte mir noch irgendwas mehr parat gelegt.

00:25:13: Aber vielleicht reicht das erst mal.

00:25:17: Danke bis hierhin, dass ihr mir ein bisschen oder uns einen Einblick in euer Leben gegeben habt.

00:25:21: Wir wollen es verfeinern mit einem kleinen Spiel und da hört man zu!

00:25:30: Genau, ich gebe euch zwei Begriffe.

00:25:32: Ihr müsst für einen entscheiden im besten Fall und vielleicht gibt ihr mir eine kleine Erklärung, warum ihr euch dafür entschieden habt.

00:25:38: Ladies first, Larissa!

00:25:40: Bist du ein ordentlicher oder chaotischer

00:25:42: Mensch?

00:25:43: Ein sehr ordentlicherer Mensch.

00:25:45: Ich hasse Chaos, bin ein sehr strukturierter Mensch.

00:25:48: so bin ich auch groß geworden.

00:25:49: So hab ich's von zu Hause mitbekommen Und auch immer so weitergeführt.

00:25:52: tatsächlich also bei mir muss alles seinen Platz haben und genau die Ordnung ist da sehr hoch geschrieben bei mir

00:25:59: Marco, du hast übrigens einen sehr sympathischen Vornamen.

00:26:02: Das hatte ich mir im Vorfeld als Spruch noch überlegt, dass ich sage, du hattest immer einen schönen Vornam.

00:26:09: Danke.

00:26:10: An werden die salvi-idee?

00:26:11: Mein Bezugsbetreuer im Haus heißt auch Marco.

00:26:16: Alle guten Dinge sind drei!

00:26:17: So sieht's aus.

00:26:18: Marco bist du ein ordentlicher Mensch oder eher ein bisschen chaotisch?

00:26:21: Ich glaube, ich war viele Jahre aber auch aufgrund meiner Psyche ein sehr chaotischer Mensch.

00:26:25: Heutzutage ist das eigentlich so eine gute Mitte, glaub' ich.

00:26:29: Also es ist oft so dass ich Chaos in meinen Zimmer bringe.

00:26:33: Eigentlich bringe ich immer Chaos um mein Zimmer... Aber nach ein paar Tagen kann ich's dann nicht mehr sehen und dann wird wieder alles sortiert!

00:26:39: Sehr

00:26:39: gut!

00:26:41: Seid ihr eher Stadtmenschen oder er Landmenschen?

00:26:44: Marco da fange ich mal bei dir an.

00:26:45: Bist du ein Stadtmensch oder ein Landmensch?

00:26:48: Ich würde sagen, so wie ich das vorhin angedeutet habe.

00:26:50: So Kleinstadt passt wirklich sehr gut!

00:26:53: Man hat hier noch mal ein paar Möglichkeiten auch an ruhige Orte zu gehen.

00:26:56: aber man hat die Innenstadt, da hab' ich irgendwie auch sieben Minuten von unserem Haus entfernt.

00:27:01: also kleine Stadt glaube ich ist pass schon ganz gut.

00:27:04: Sieht's bei dir aus, Larissa?

00:27:06: Ich würde es sagen sowohl als auch.

00:27:07: Also es gibt manchmal Tage, da ist es schön in der Stadt zu sein.

00:27:11: Man ist aber auch froh wieder raus zu sein und wieder in seinem gewohnten Umfeld auf dem Land zu sein.

00:27:16: Beides sein Für und Wider, würd ich sagen.

00:27:19: Die schönen Dinge des Lebens?

00:27:21: Chips oder Schokolade-Lurgisafen?

00:27:23: Tagesformer penge ich auch.

00:27:25: Ja eigentlich wohl!

00:27:26: Also Schokoladeseltener eigentlich eher Chips aber ab und zu auch doch gerne mal Schokoladen.

00:27:31: Sag mal um bist du so jemand der dann auch nur ein Stück nehmen kann und die Schokolad wieder in den Kühlschrank oder musst dann auch die ganze Tafel dran glauben?

00:27:37: also wenn schon denn schon dann die ganzen Tafeln.

00:27:41: Marco wie sieht's bei dir aus?

00:27:43: Wir hatten uns im Vorfeld so einen kleinen Scherz überlegt.

00:27:45: Es gibt auch diesen Scherzt, was ist tiefer?

00:27:49: Berg oder Tal?

00:27:50: und dann heißt es ja Dioda.

00:27:53: Dann hatten wir uns den Scherzen überlegt nach der Chipsfrage, dass wir sagen darauf falle ich nicht drauf rein.

00:27:59: das ist natürlich Oda.

00:28:01: Aber ich muss schon sagen im Zweifelsfall ganz klar schochi.

00:28:04: Ja sehr gut!

00:28:07: Wir bleiben dabei.

00:28:08: und da wäre meine Frage Pizza- oder Burger Marco?

00:28:11: Pizza.

00:28:13: Du, Larissa?

00:28:15: Auch er Pizza!

00:28:16: Sehr schön.

00:28:17: Dann die Frage... Larissa bist du eher ein Optimist oder ein Pessimist?

00:28:22: Definitiv Optimist.

00:28:23: Bei mir ist das Glas immer halb voll und nicht halb leer.

00:28:26: Sehr gut.

00:28:26: Braucht man das für die Arbeit dieser Erkenntnis?

00:28:29: Ja definitiv.

00:28:30: Optimismus ist ein ganz großer Stellenwert bei uns im Meritum und generell in der Arbeit mit psychisch Erkrankten.

00:28:36: ja.

00:28:36: Marco wie sieht es bei dir aus?

00:28:38: Optimist- oder Pessi-Mist?

00:28:39: Also ich finde das manchmal mit einer psychischen Erkankung.

00:28:42: Es ist schwer, trotzdem immer ein Optimist zu bleiben.

00:28:45: Aber ich hab das über die letzten Jahre doch irgendwie hinbekommen, glaube ich, dass mein grundsätzliches, mein Set offener geworden ist, positiver geworden ist und man auch gute Dinge im Leben erwarten kann und die irgendwo für einen bereitstehen.

00:28:59: Schön!

00:29:00: Marco Hund oder Katze?

00:29:02: Hund tatsächlich... Ja?

00:29:04: Hat sich über die Jahre auch verändert, in der Jugend war es Katze.

00:29:07: Aber mittlerweile mag ich Hunde ganz gern!

00:29:09: Ich hab sogar mal ein paar von diesen Hundetrainer-Sendungen geguckt.

00:29:12: Ah ja okay...

00:29:12: aber ich habe keinen eigenen da,

00:29:14: okay.

00:29:15: Larissa wie sieht's bei dir aus?

00:29:16: Auch Hund.

00:29:17: wir hatten tatsächlich auch einen Hund.

00:29:18: ähm genau also eher der Hundement.

00:29:22: Dann wollt' ich mal wissen ihr habt hier alle Hamila Valia Handys, seid ihr da eher Android Fan oder iPhone Fan?

00:29:29: Larissa?

00:29:30: Ich bin eher Android fan.

00:29:31: mit dem Handy komme ich tatsächlich besser zurecht als mit dem anderen System.

00:29:35: Ah okay, wie sieht es bei dir aus

00:29:37: Marco?

00:29:37: Ich muss tatsächlich sagen, ich habe noch nie ein iPhone gehabt.

00:29:40: von daher weiß nicht wieder ob's besser oder schlechter wäre aber ich hab immer wieder Samsung gekauft weil ich auch gar keinen Bock hatte mich umzustellen sondern da kann man ja nahtlos anknüpfen zum alten Handy und das hat mir gut gefallen.

00:29:53: Sag mal wir bleiben in dieser Rubrik.

00:29:56: seid ihr eher für Telefongespräche oder klärt ihr Sachen oft über WhatsApp oder so Messenger?

00:30:02: Also ich klär Sachen lieber über WhatsApp.

00:30:05: Ich bin leider überhaupt kein großer Telefonierer.

00:30:09: Wenn Leute mich anrufen, die ich dann auch kenne, wo mir auf den Display angezeigt wird, wer mich gerade anruft ... Dann warte ich in der Regel ab bis es zu Ende geklingelt hat und schreibe da eine WhatsApp-App, was gibt das?

00:30:23: Das habe ich von meinem Vater.

00:30:24: Meinem Vater, der gibt auch das Telefon immer nach dreißig Sekunden an meine Mutter weiter.

00:30:29: Der da auch keinen Bock

00:30:32: drauf!

00:30:33: Bei mir ist es tatsächlich auch eher WhatsApp.

00:30:35: Dadurch, dass ich auf der Arbeit wirklich viel telefoniere und ... ja, bin ich im Privaten eher der Mensch, der dann lieber schreibt als noch mehr telefonieren muss?

00:30:44: Okay!

00:30:45: Wie sieht's bei euch reisetechnisch aus?

00:30:47: Eher Wasser oder Berge?

00:30:51: Larissa, hast du gerade eigentlich schon beantwortet?

00:30:53: Genau, bei mir definitiv Wasser.

00:30:54: Ich bin total der Strandmensch, total der Sommermensch.

00:30:57: Und bei mir ist das definitiv wasserjahr.

00:30:59: Sehr

00:30:59: schön.

00:30:59: Marco?

00:31:00: Also ich bin auch für Wasser

00:31:01: sehr gut.

00:31:02: Dann wollte ich fragen, noch mal zum Essen zurückzukommen.

00:31:06: Seid ihr Personen die lieber kochen oder doch lieber bestellen?

00:31:10: Ich glaube mittlerweile ist es kochen geworden.

00:31:14: Wir hatten ... Ich hatte mal mit einem Mitbewohner eine Zeit dann wie jede Woche irgendwie bei Lieferando bestellt aber mittlerweile also mittlerweile bestelle ich gar nicht mehr.

00:31:21: Also ich glaub, ich bestell gar nichts mehr momentan seit ein paar Monaten.

00:31:24: Ich glaube das ist wieder kochen worden!

00:31:26: Sehr gut und du Lucissa?

00:31:31: Ich koche wohl, aber ich koche nicht gerne.

00:31:33: Von daher ist der Bestell-Service manchmal der beste Freund!

00:31:36: Ja das stimmt.

00:31:37: und abschließend die Frage seid ihr eher Herz oder er Kopfmenschen?

00:31:42: Beides – ich würde sagen beides.

00:31:44: Eherzmensch als Kopfmensch, aber manchmal schaltet der Kopf sich dann doch dazwischen auch wenn man es gar nicht möchte.

00:31:50: Man kann ja ein Herz-Mensch sein, der Struktur braucht.

00:31:53: Die kommt dann wahrscheinlich über den Kopf eher und insofern kann ich das gut nachvollziehen.

00:31:57: Marco wie sieht's bei dir aus?

00:31:59: Bist du eher ein Herzmensch oder einen Kopfmensch?

00:32:01: Ich glaube es hat sich auch eher Richtung Herz entwickelt.

00:32:03: also viele Entscheidungen die ich im Alltag treffe da höre ich mittlerweile mehr auf meine Intuitionen und wenn man das glaub' ich macht, dann hat man auch mehr Spaß im Leben als wenn man nur auf seinen Kopf hört.

00:32:13: Das ist doch ein schönes Schlusswort.

00:32:15: Insofern danke ich euch für dieses kleine Spiel und diese kleine Rubrik, wir würden uns nun mal mit der Thematik und dem Meritum auseinandersetzen bei folgender Rubrik.

00:32:31: Psychische Erkrankungen betreffen ja viele Menschen und können sich einfach auch sehr stark auf Alltag soziale Kontakte oder berufliche Teilhabe auswirken Und gerade bei länger andauernden Erkrankungen ist der Weg zurück in feste Strukturen ja oft schwierig.

00:32:47: Arbeit bedeutet dabei weit mehr, oftmals als nur das Einkommen, denn – das habe ich auch gelernt – sie schafft Tagestruktur und man hat soziale Kontakte.

00:32:57: Das hast du ja grad schon gesagt Marco!

00:33:00: Ich glaube ein Gefühl der Zugehörigkeit gebraucht zu werden Und genau deshalb sind wahrscheinlich niederschwellige Angebote wie das Meritum auch so wichtig, die keinen sofortigen Wiedereinstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt voraussetzen.

00:33:16: Ich hab noch mal mich so ein bisschen mit diesem Thema beschäftigt und habe herausgefunden, dass in Niedersachsen Ende im Jahr endet es um den Eintritt der Einledungshilfe bekommen haben.

00:33:27: Das zeigt also wie groß auch der Bedarf an Unterstützung und Teilhabe ist und wie eben dieses Angebot aussieht.

00:33:36: Darüber würde ich gerne jetzt mit euch sprechen.

00:33:38: Larissa, da fange ich wieder mit dir an.

00:33:40: Vielleicht magst du mal beschreiben was eigentlich genau das Meritum

00:33:44: Genau, Meritum ist ein Zuverdienstangebot für Menschen mit einer psychischen Erkrankung.

00:33:49: Was genau bedeutet zuverdienst?

00:33:51: Zufahrdienst bedeutet dass die Menschen, die bei uns sind, zu ihren Leistungen etwas zu verdienen können was nicht angerechnet wird.

00:33:59: im Endeffekt also das sind maximal fünfzig Euro die bei und zu verdient werden können bar auf die Hand ausgezahlt.

00:34:06: Dabei können sich unsere Teilnehmer entscheiden, möchten sie das täglich, wöchentlich oder monatlich ausgezahlt haben?

00:34:11: Da gibt es aber an sich keine festen Strukturen, dass kann jeder für sich so entscheiden wie's ist.

00:34:16: Genau wichtig ist aber auch im Meritum, dass es nicht nur um das Thema Beschäftigung geht sondern ein ganz hoher Stellenwert ist bei uns tatsächlich auch die soziale Begegnung.

00:34:25: Bei uns ist es so integriert, dass wir uns zum einen beschäftigen, aber auch Pausen mit integrieren, um diese soziale bei uns.

00:34:34: Das ist ganz, ganz wichtig und für die Teilnehmer auch sehr wichtig diese Pausen als Struktur im Miritum zu haben.

00:34:40: Vielleicht können wir das Ganze mal durchspielen.

00:34:42: Marco du bist ja ein gutes Beispiel.

00:34:44: Du hast gesagt im Studium bist du richtig krank geworden.

00:34:47: Vorläufer gab es in der Jugend vielleicht schon.

00:34:50: jetzt stelle ich mir das auf.

00:34:51: Vor- oder so.

00:34:52: Geschichten hört man ja auch.

00:34:53: Menschen arbeiten ganz normal, sind eben auch erst mal normal gesund und plötzlich kommt eine psychische Erkrankung hinzu egal ob eine Depression oder andere Arten.

00:35:03: oftmals ist es ebenso dass die ambulante Begleitung da nicht reicht.

00:35:07: Es erfolgt auch ein Klinikaufenthalt, es folgen Medikamente.

00:35:12: So und im besten Fall wenn alles gut läuft komme ich aus dieser klinik und bin in sofern vielleicht medikamentös Unterstützung erfahren, dass ich vielleicht auch irgendwie wieder in meinen alten Beruf zurück kann.

00:35:25: Das Meritum ist aber eine ganz klare Vorstufe.

00:35:27: das sind nämlich Personen die das eben nicht können weil Larissa das wäre jetzt so.

00:35:31: meine Frage also was?

00:35:33: Was ist da dieser genaue Unterschied zu sagen?

00:35:36: erster Arbeitsmarkt oder auch Wiedereinledigung ist so nicht möglich.

00:35:39: Genau, bei uns hat die Teilnehmer tatsächlich nicht mehr fähig auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten.

00:35:44: Meritum bedeutet schon dass wir auch ein Sprungbrett wieder sein könnten für Leute die sich soweit stabilisiert haben.

00:35:51: aber an sich ist es ja bei uns so das wir in zwei Gruppen je drei Stunden Hilfe anbieten und das bedeutet dass unsere Leute diese drei Stunden auch gut nutzen bei uns dass auch tatsächlich für die meisten wirklich ausreichend ist.

00:36:08: Kannst du noch mal konkret benennen, für welche Menschen also Meritum eigentlich gedacht ist?

00:36:12: Also können zu euch Jugendliche kommen oder wen begleitet ihr?

00:36:16: Genau das sind Menschen volljährige Menschen mit einer psychischen Diagnose.

00:36:21: genau es muss von einem Facharzt wirklich diagnostiziert sein.

00:36:25: dadurch, dass wir jetzt auch seit dem letzten Jahr in der Eingliederungshilfe sind Ist das für den Landkreis oder für die Landkreise, die uns betreuen Auch eine Voraussetzung

00:36:34: Und dann, wenn sie zu euch kommen.

00:36:36: Also wie ist der Weg zu euch?

00:36:39: Du hast gerade gesagt es braucht eine ärztliche Feststellung.

00:36:42: Dann muss ich wahrscheinlich auch einen Antrag beim Sozialhilfeträger stellen der diese Maßnahme übernimmt.

00:36:47: oder wie läuft das?

00:36:48: Genau, die meisten Leute kommen tatsächlich entweder über ihre ambulanten Wohnbetreuer oder die gesetzlichen Betreuer zu uns und wenn sie Interesse bekunden dann werden Sie bei uns auf die Warteliste geschrieben.

00:37:00: Eine Wartelliste haben wir tatsächlich.

00:37:02: aktuell stehen da auch ein paar Menschen drauf und mittlerweile ist es so dass wenn wir einen Platz frei haben auch der Antrag auf Eingliederungshilfe beim zuständigen Landkreis gestellt werden muss.

00:37:15: entscheidet, kommt es zu einer Kostenzusage oder ist der Platz nicht passend für den oder diejenige.

00:37:22: Wie viele Personen begleitet ihr aktuell?

00:37:24: Aktuell haben wir vierundzwanzig Personen das heißt aktuell sind wir auch vollzählig.

00:37:28: da wie ich gerade schon sagte in zwei Gruppen tätig sind haben wir pro gruppe zwölf Teilnehmer

00:37:35: und die teilnehmer kommen dann am tag.

00:37:37: für wie viel stunden?

00:37:38: Genau, die Vormittagsgruppe kommt von neun Uhr bis zwölf Uhr und die Nachmittagskruppe von zwölfe Uhr dreißig bis fünfzehn uhrdreißig.

00:37:46: Also beide Gruppen zu je drei Stunden.

00:37:48: Und habe ich auch die Möglichkeit also beides zu machen?

00:37:51: Kann ich auch sechs Stunden bleiben?

00:37:52: Nee!

00:37:52: Also erstmals ist es beschränkt auf diese drei Stunden?

00:37:54: Genau, es ist beschränkend auf drei Stunden und voraussetzung jetzt durch die Eingliederungshilfe ist das mindestens fünf Stunden, die Woche erreicht werden bei uns bedeutet dass dann ja mindestens zwei Tage Anwesenheit.

00:38:05: Und sag mal, du hast gerade gesagt wir stellen auch fest das reicht auch für die Personen.

00:38:09: Die gerade da sind.

00:38:10: Das heißt ihr stellt schon fest nach dieser Zeit ist eine Belastungsgrenze erreicht wo die Leute dann einfach Ruhe brauchen oder eben das private Umfeld wieder besogen werden

00:38:22: Auf jeden Fall.

00:38:23: Also diese drei Stunden sind schon wirklich ausreichend, dadurch dass wir viele Teilnehmer haben die auch wirklich jeden Tag zu uns kommen.

00:38:30: Marco zum Beispiel ist einer dieser Teilnehmer der täglich bei uns ist.

00:38:34: Merkt man schon ja täglich drei Stunden ist gut aber glaube ich auch ausreichent.

00:38:39: Ja kannst du vielleicht direkt darauf antworten?

00:38:41: Ist es so?

00:38:42: Ja das ist tatsächlich so.

00:38:44: Vielleicht magst du noch mal eben erklären was für Arbeiten kann man bei euch genau machen?

00:38:48: ihr habt jetzt zwei in Anführungsstrichproduktionsgruppen oder Räume, wo ihr dann im Grunde genommen auch für die freie Wirtschafts-Dinge erledigt.

00:38:55: Vielleicht magst du das mal so ein bisschen umschreiben?

00:38:57: Genau, Meritum tätig ganz leichte Verpackungstätigkeiten.

00:39:01: also wir unterstützen zum Beispiel beim Bora verpacken oder Calomets werden bei uns auch hergestellt und tatsächlich auch verkauft und ja ganz viele kleine... Also immer unterschiedlicher Dinge werden bei uns gefertigt.

00:39:15: Carlo Metz für die, die das nicht kennen.

00:39:17: Das sind so Anzünder für den Ofen.

00:39:20: Richtig!

00:39:20: Im Übrigen die besten, die es gibt.

00:39:22: also ich habe selber auch einen Ofen Es gibt nichts besseres in.

00:39:24: wachsgetränkte Holzsplitter also hervorragend man bekommt da wirklich alles mit an.

00:39:29: also kann man nur verwerben.

00:39:31: Meine Frage ist nochmal, muss man jeden Tag bei euch arbeiten?

00:39:35: Also es ist wichtig auf diese fünf Stunden zu kommen.

00:39:37: Weil das sind ja Menschen mit einer psychischen Erkrankung die vielleicht auch mal einen Hänger schlechte Tage haben und dann nicht können gibt es da eine Zeit X wo man sich dann also guckt man sich das genau an und wenn einer dauerhaft irgendwie nur an einem tag kommt und eine stunde da isst dass damit ein kao-kriterium.

00:39:56: Mittlerweile ist es so, dass man wirklich auf diese mindestens fünf Stunden wöchentlich kommen muss.

00:40:00: Das ist Voraussetzung mittlerweile ja.

00:40:03: Es gibt natürlich Tage da können Teilnehmer das eventuell nicht erreichen.

00:40:07: dann müssen diese Stunden aber auch nachgeholt werden.

00:40:10: Das wird mit uns aber individuell besprochen.

00:40:12: wann oder wie ist das tatsächlich auch gerade möglich?

00:40:17: Kannst du uns mal ein bisschen einen Einblick geben?

00:40:19: warum ist eigentlich Arbeit und Beschäftigung gerade für Menschen mit einer psychischen Erkrankung wichtig?

00:40:25: Gerade Menschen mit einer psychischen Erkrankung brauchen Tagesstruktur und brauchen wirklich ein strukturiertes Umfeld.

00:40:30: Und gerade Beschäftigung... bietet genau diese Struktur.

00:40:34: Und das ist auch etwas, was Meritum bietet.

00:40:36: Merituum bedeutet ja tagesstrukturierendes Angebot mit Beschäftigung und sozialer Begegnung.

00:40:42: Das ist tatsächlich genau das Richtige um die Menschen wirklich wieder in ein geregeltes Leben zu bringen.

00:40:49: da viele Menschen mit einer psychischen Erkrankung natürlich auch lange Zeit vielleicht nichts gemacht haben und gar nicht mehr wissen wie strukturiere ich mein Tag selber?

00:40:57: Da ist das Angebot.

00:41:01: Wie bekommt ihr diese Struktur hin?

00:41:03: Kannst du uns da mal so mitnehmen.

00:41:04: Ein Tag, wie sieht der vielleicht ein bisschen bei euch aus?

00:41:06: Genau wenn ich jetzt mal auf die Vormittagsgruppe schaue dann kommen unsere Teilnehmer um neun Uhr an Dann gibt es erstmal eine gewisse Ankommenszeit von dreißig Minuten.

00:41:15: Da wird dann der tag besprochen welche Aufträge stehen alles werden private Dinge besprochen manche teilnehmerspielen Karten oder Man unterhält sich einfach ganz in Genau.

00:41:25: Um neununddreißig geht es in den Beschäftigungsraum, da werden dann die Aufträge besprochen.

00:41:31: Wer möchte heute was machen und wer hat wozu Lust?

00:41:34: Genau, und das Ganze geht dann bis zu zehn Uhr.

00:41:36: Dann haben wir quasi eine kleine Pause wo alle ein bisschen runterfahren können.

00:41:42: Dann kann jeder im Begegnungsraum das tun was er gerade möchte.

00:41:44: die meisten unterhalten sich oder es wird Kaffee getrunken dabei vielleicht haben die Leute nochmal einen Brot mit und essen noch mal.

00:41:49: zwischendurch war's genau und um elf Uhr fünfzehn geht es dann wieder in die Beschäftigung und das ganze dann bis zwölf Uhr.

00:41:57: Nun hatte ich ja gerade schon gesagt, es kann ja einfach auch mal Krisen oder schlechte Tage geben.

00:42:01: Wenn die Menschen dann bei der Arbeit auch da vielleicht ein kleines Tief haben.

00:42:07: das ist aber möglich.

00:42:08: also auch zu sagen so Ich bin zwar jetzt hier körperlich anwesend Aber ich kann grade nicht irgendwie die Arbeit machen.

00:42:15: Das ist auch okay so individuell praktisch in den Blick genommen zu werden?

00:42:20: Genau, das wird immer individuell bei uns betrachtet.

00:42:23: Die Möglichkeit besteht sich dann auch eine Pause zu nehmen.

00:42:25: wir haben einen kleinen Ruhrraum im Begegnungsraum.

00:42:28: da besteht die Möglichkeit sich auf den Sitzsack zu setzen oder auch mal auf der Sofa zu setzen vielleicht ein Buch zu lesen oder auch was ganz anderes zu machen.

00:42:35: also wenn jetzt die Arbeit nicht möglich ist zu sagen ich möchte jetzt gern etwas malen oder was basteln Ich bleibe hier aber ich brauche etwas anderes um mich weiter heute zu stabilisieren damit es mir gut geht ist definitiv möglich und mit uns individuell absprechbar.

00:42:49: Gibt es auch noch mal speziell begleitend die Möglichkeit, mit dem Psychologen zu sprechen?

00:42:54: Haltet ihr so was vor oder wie sieht sowas aus?

00:42:56: Oder seid jeder eben speziell geschult, auch nochmal gesprächsführend dann die Leute zu unterstützen?

00:43:01: Genau, das machen dann eher wir, dass wir Gesprächsführende das Ganze begleiten.

00:43:06: Viele unserer Teilnehmer haben Privat-, Psychologen- oder Psychotherapeuten, wo das Ganze vielleicht noch mal mit aufgearbeitet wird.

00:43:13: Bei uns ist es aber eher so, dass durch Gespräche tatsächlich auch nochmal begleitet werden.

00:43:18: Jetzt ist es wahrscheinlich schwierig, das in Prozentzahlen auszudrücken.

00:43:22: Das will ich auch gar nicht.

00:43:22: aber du hast gesagt und das habe ich ja auch anmoderiert dass dieses Meritum auch eine Chance ist nochmal wieder den Schritt auf den ersten Arbeitsmarkt zu gehen.

00:43:31: wie ist da eure Erfahrung so ohne da jetzt Zahlen zu nennen gibt es immer wieder beteiligt dir die dann im Grunde genommen das als Sprungbrett nutzen?

00:43:38: Ja, ab und zu gibt es schon Leute die entweder von uns noch mal in die Werkstatt wechseln oder vielleicht auch nochmal auf einen Außenarbeitsplatz.

00:43:44: Oder tatsächlich auch noch einmal auf den ersten Arbeitsmarkt.

00:43:47: Wir hatten auch schon Teilnehmer, die wieder zurück ins Studium zum Beispiel gegangen sind.

00:43:52: schwierig zu sagen wie oft das passiert aber ab und an gibt es das schon.

00:43:56: Super

00:43:56: du hast gerade schon erwähnt Es gibt auch Geld Aber dass ist eben auch begrenzt richtig?

00:44:01: Ja genau Das ist dann quasi pro Schicht pro Tag drei Euro und maximal fünfzig Euro im Monat.

00:44:08: Ja,

00:44:08: okay.

00:44:09: Vielen Dank bis hierhin!

00:44:11: Marco jetzt möchte ich natürlich auch mit dir darüber sprechen denn du bist aktiver Nutzer auf das Meritum.

00:44:16: Du hast uns ja gerade erzählt so wie du in die psychische Erkrankung gerutscht bist wie du dann wieder zurückgekommen bist zum Lotzen dort in einer Wohngruppe lebst.

00:44:26: Wie ist der Kontakt bei dir zu meritum entstanden?

00:44:29: Wie kam das damals?

00:44:29: dass du praktisch da dahin gegangen bist

00:44:33: Wo ich bei Lohz, also bei Lodz habe ich im Jahr zwei Tausendneun eingezogen.

00:44:36: Ungefähr zwei Jahre später habe ich noch eine Ausbildung gemacht als Hotelfachmann aber da gab es dann relativ kurze Zeit.

00:44:42: nach dem Beenden der Ausbildung hab' ich auch da quasi so eine Art psychischen Schub gehabt und dann habe ich auch den Vertrag aufgelöst irgendwie und dann war ich erstmal wieder ne ganze Zeit lang in der Wohngruppe.

00:44:57: Da gab's ja auch sowas wie eine heiminterne Tagesstruktur damals noch Und es ging dann irgendwie mit einem Ehrenamt weiter.

00:45:06: Ich war damals regelmäßiger Kunde bei der Kleiderkammer, das hatte sich über eine Mitbewohnerin entwickelt und hab dann da mal nachgefragt ob ich da nicht ehrenamtlich ein bisschen helfen darf.

00:45:15: Das wollten die damals nicht.

00:45:17: Und durch Zufall habe ich aber einen Ehrenamts beim Deutschen Roten Kreuz im Kleider Laden gefunden.

00:45:24: Die stand am Wochenende danach in der EL Und da habe ich dann ungefähr ein Jahr, glaube ich ehrenamtlich immer ein paar Stunden geholfen.

00:45:32: Dann habe ich aber das auch irgendwie in Sack gehauen und hatte keine Lust mehr drauf.

00:45:37: Und dann warb ich wieder eine ganz längere Zeit Leerlauf quasi.

00:45:42: Und stand zur Debatte ob ich mir nicht vorstellen könnte zum Mappen der Lohmbetrieb zu gehen.

00:45:48: Damals war meine Verfassung so, dass ich gesagt habe, nee... Das kann ich mir gerade nicht vorstellen.

00:45:54: Mir war das in dem Moment auch zu hochschwellig und so weit weg, tatsächlich.

00:45:59: Einen Mitbewohner von mir ging zu der Zeit zum Meritum.

00:46:04: Das war auch der erste, glaube ich, von uns aus, der zur Meritung ging.

00:46:09: Ich wusste, dass es das Merit umgibt, aber ich hatte es noch nie gesehen wieder von außen keine Ahnung.

00:46:15: Dadurch, dass dieser Bewohner bei Meritem war, habe ich dann zu meinem Bezugsbetreuer im Haus gesagt ... Was hältst du davon, wenn wir uns einfach mal das Merit um anschauen?

00:46:25: Ich weiß jetzt schon so lange dass es das gibt und ich hatte auch ganz andere Vorstellungen was mich da erwartet.

00:46:30: Ja dann damals noch mit Marga die ja vorher Gruppenleiterin war haben wir ein Gespräch gemacht und ich habe es mir angeschaut um mich auf die Warteliste setzen lassen und dann in drei viertel Jahr später glaube ich ungefähr damals war die Wartenliste auch sehr sehr lang.

00:46:44: Damals gab's auch nur eine Gruppe also da gab's doch nicht die zwei Gruppen.

00:46:49: Maga hat mich dann irgendwann angerufen und dann bin ich da angefangen.

00:46:53: Was bedeutet für dich das Meritum?

00:46:55: Wie wichtig ist es für dich?

00:46:57: Also, für mich ist das Meritung tatsächlich ganz wichtig!

00:47:00: Ich glaube deshalb bin ich auch immer noch da.

00:47:03: also ich habe in vielerlei Hinsicht wirklich vom Meritung profitiert und dagegen geht's jetzt vielleicht nicht nur um die Arbeiten, die wir machen oder... Es hat sich auch im Privatleben manches so ein bisschen geändert.

00:47:16: oder man hat hier und Also es gibt zum Beispiel auch jemanden vom Meritum, mit dem fahre ich einmal im Monat samstags Kaffee trinken.

00:47:23: So was hat sich auch ergeben aber z.B.

00:47:26: hat sich das auch ergeben dass ich nochmal wieder Ehrenämter gemacht habe.

00:47:31: Ich hab im Laufe der Meritumszeit zum Beispiel beim Soka ehrenamtlich etwas gemacht also.

00:47:36: So ist ja alles Kaufhaus genau?

00:47:37: Genau

00:47:38: da habe ich ungefähr zwei Jahre immer ein paar Stunden geholfen.

00:47:42: Und durch diese Geschichte mit Erlebevielfalt im Ehrenamt Yves, die waren auch schon bei uns zu Gast und haben sich vorgestellt.

00:47:51: Dadurch habe ich auch noch mal zwei andere Ehrenämter ausprobiert.

00:47:54: Das wäre ja nie entstanden, wenn das Haus nicht verlassen hätte.

00:48:00: Jetzt hat Larissa gerade beschrieben es ist eine Einrichtung wo ich nur sehr wenig Stunden bin.

00:48:06: so jetzt könnte man ja das Gefühl haben Mensch wieso also du wirkst erstmal gestärkt dadurch.

00:48:15: Also weiß ich, das ist die äußere Draufsicht von so einer Meta-Ebene bei mir.

00:48:21: Kommt man ja vielleicht schnell an diese Diskussion, warum gehst du da nicht weiter?

00:48:24: Warum?

00:48:25: der versucht zum Beispiel jetzt noch mal zu sagen, vielleicht mit einem Lohnbetrieb, dass es im Übrigen... Der Betrieb für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die auch ganz tags dort eben Aufträge abarbeiten.

00:48:37: Ist das für dich irgendwann noch mal ein Thema?

00:48:38: oder sagst du da wo ich jetzt gerade bin?

00:48:41: Das ist genau das Lebensmodell, dass für mich grade gut ist.

00:48:44: Da bin ich ehrlich gesagt immer wieder ambivalent.

00:48:48: also beim ... Mit einem Alombetrieb ist es ja so, wenn man da jetzt anfangen würde.

00:48:53: Würde man ja erst zuerst bei dem Berufsbildungsbereich durchlaufen und man muss aber aktuell diesen Berufs- bildungsbereich noch quasi in Vollzeit absolvieren.

00:49:03: Das heißt das wären thirty fünf Stunden die Woche!

00:49:06: Und das ist mir aktuell noch zu hochschwellig.

00:49:09: Bei mir ist es so, also das Meritum hilft mir... ultra gut eine Tagesstruktur zu haben, weil ich kann alles so was ich sonst in meinem Leben mache.

00:49:17: Immer um diese Struktur drumherum bauen.

00:49:19: das hilft mir innerlich unheimlich.

00:49:21: aber ich bin wirklich immer noch sehr gut zufrieden mein Meditum.

00:49:24: Ich finde auch seit acht Jahren dabei.

00:49:27: Ich weiß jetzt nicht gibt es bei dir immer noch wieder auch kleinere Krisen?

00:49:30: Ist da Meritum für dich auch wichtig ansprechpartner zu haben wie ne Larissa wo du dich dann mitteilen kannst oder auch wo du Gedankengänge besprechen kannst?

00:49:39: Ja, also ich bin halt auch nicht derjenige, der so erzogen oder sozialisiert worden ist.

00:49:45: Dass man jetzt viel über seine Emotionen spricht und sowas.

00:49:49: Und wenn irgendwelche Sachen mich mal wirklich irgendwie drücken, habe ich mit Larissa und Osama quasi die Idee entwickelt... Larissa dann einfach eine E-Mail schreibe, wo ich mir zu Hause alles mal so ein bisschen vom Herzen schrei be und dann schicke ich das an Larissa und Osama.

00:50:10: Und manchmal ist es dann auch schon gut und wenn nicht, dann redet man vielleicht nochmal darüber.

00:50:15: also dass hat sich eigentlich ganz ganz gut etabliert.

00:50:18: Das ist eine besondere Form, das vielleicht so zu regeln.

00:50:22: Jetzt würde man denken, okay, das würde dann über das persönliche Gespräch, aber da braucht es auch noch mal Ideen und andere Ansätze um mit den Leuten in Anführungsstrichen ins Gespräch zu kommen?

00:50:33: Ja genau wir haben ja wirklich ganz viele unterschiedliche Teilnehmer die ... sich ganz unterschiedlich ausdrücken können.

00:50:39: Die einen brauchen das persönlich, das direkt vom Herzen sprechen die anderen müssen es aber auch erst mal sacken lassen oder suchen sich andere Wege.

00:50:46: und da schauen wir als Mitarbeiter wie können wir da auch begleiten und unterstützen zur Seite stehen?

00:50:51: Und was hilft denjenigen?

00:50:53: gerade auch diese Möglichkeit mit der E-Mail haben wir uns so angeeignet und ja das funktioniert total super und ich glaube wir sind alle ganz zufrieden damit mit diesem Weg.

00:51:04: Marco hat mir vor der Sendung einen tollen Flyer von euch gegeben.

00:51:08: Den Meritum-Flyer, wo noch mal über das Zuverdienstangebot auch informiert wird.

00:51:13: Wir haben jetzt vielleicht Hörer bei Rollstuhl und Rakete, die sagen Mensch, das interessiert mich.

00:51:18: Wo kann ich mehr Informationen holen?

00:51:19: Wenn ich dieses Angebot näher kennenlernen möchte, kann ich bei euch einfach so vorbei ... Schauen, ihr liegt ja mitten in der Innenstadt an der großen Kreuzung im Mappen bei Blum-Moss.

00:51:29: Das ist vielen ein Begriff oder auch wo das medizinische Zentrum vom Luhmillenstift ist.

00:51:34: Da habt ihr so einen, ne genau da ist euer Standort.

00:51:37: wie kann ich Kontakt mit euch aufnehmen?

00:51:39: Genau also bei vielen ist es so die lassen den Kontakt herstellen über gesetzliche oder ambulante Wohnbetreuer die sich bei uns melden.

00:51:47: Es ist aber auch möglich, dass sich die Person selber bei uns melden in Witter per Telefon oder per Mail.

00:51:52: Oder natürlich persönlich vorbeikommen und machen dann mit uns einen Termin aus.

00:51:57: Da gibt es ganz verschiedene Wege und man findet uns im Internet.

00:52:00: Wenn man Meritum eingibt, findet man direkt die Internetseite mit allen Kontaktdaten.

00:52:05: So kann man den Zugang zu uns finden!

00:52:07: Ich

00:52:07: bin jetzt ein bisschen ein Kultur-Banause.

00:52:10: Meritum heißt was?

00:52:11: Also das ist ja ein lateinischer Begriff, kannst du das noch mal sagen?

00:52:14: Ja, Meritumen bedeutet tatsächlich Zuverdienst im Lateinischen.

00:52:17: Aha!

00:52:18: Okay, das habe ich nicht gewusst.

00:52:19: Genau.

00:52:20: Ich würde das gerne unterstützen, was du gerade gesagt hast und zwar gibt es auch auf den Seiten im Internet www.vitus.info sicherlich einen Link wo man dann das Merituum findet.

00:52:30: Und dort auch da sieht man auch dein Gesicht mit Kontaktdaten.

00:52:34: also dir auch gerne vielleicht eine E-Mail schreiben oder anrufen, um dann mal zu schauen wie man miteinander in Kontakt kommt.

00:52:41: Du hast gerade gesagt ihr habt eine relativ lange Warteliste kann man das so in ja in Jahren oder in Monaten schätzen wo man sagt wenn man ein Angebot sucht dauert es schon bisschen bis man bei uns landen kann.

00:52:52: ganz schwierig immer einzuschätzen.

00:52:54: dass sage ich auch bei den Gesprächen.

00:52:56: immer ist es schwierig einzusetzen.

00:52:57: wir haben jetzt ich meine fünf bis sechs Personen auf der warte liste stehen aber Es ist immer schwierig, eine Zeit anzugeben.

00:53:04: Wie lange kann es dauern?

00:53:06: Aktuell sind wir beständige Gruppen aber das kann sich halt auch schnell durch irgendwelche Gebenheiten natürlich auch mal verändern und dann ist schneller einen Platz frei.

00:53:13: manchmal wartet man also okay ja kann da ganz schwer einer Einrichtung

00:53:17: geben.

00:53:17: Ist ja auch ehrlich.

00:53:18: dann Marco dich würde ich gerne nochmal fragen wenn jetzt heute jemand auch zuhört unserer Sendung der selbst psychisch erkrankt ist und vielleicht gerade wenig Hoffnung oder Mut hat zu sagen Wie schaffe ich das denn überhaupt zurück ins Leben kommen?

00:53:32: Kannst du dem irgendwie Wut machen oder etwas mit auf den Weg geben zu sagen, hey probier das mal damit er den Weg angeht einfach auch Hilfe zu finden.

00:53:43: Weil das ist sehr umfangreich.

00:53:44: Ja, das

00:53:45: gemein auch ein bisschen ne?

00:53:46: Also rein.

00:53:47: was jetzt so was wie Meritum angeht würde ich sagen also Ich habe in meiner In meinen Jahren auch beim Lotse viele Menschen kennengelernt.

00:53:56: die wurden quasi durch die psychische Erkrankung auch aus ihrem Weg den sie eigentlich geplant hatten oder auf dem Sie auch schon waren So rausgeschleudert.

00:54:05: also bei mir ist es ja zum Beispiel auch das Studium gewesen wo ich dann mehr oder weniger von einem relativ raus geschleuderd wurde irgendwie.

00:54:13: Ich war auch anschließend zum Beispiel nur noch einmal in Hildesheim und hab meine Wohnung geräumt.

00:54:16: Also es war wirklich ... In einer Nacht alles, so nach Donnebel.

00:54:21: Aber auf jeden Fall ... ich glaube wenn man... also ich mein die Leute sag' ich mal die vielleicht eine leichte Depression haben sodass sie noch ihren Job weitermachen können.

00:54:30: Ich glaub um die Reden da geht's jetzt gerade nicht.

00:54:33: So bei den Menschen die wirklich schwerwiegend erkranken ist mir auf gefallen, dass das Leben leichter wird.

00:54:41: Wenn man einfach für sich akzeptiert der alte Weg ist vorbei.

00:54:45: Der erste Arbeitsmarkt ist vielleicht bei mir auch vorbei.

00:54:49: Das kann ich nicht mehr.

00:54:50: und dann aber zu schauen wie sieht denn der zweite dritte keine Ahnung Arbeitsmarkt aus?

00:54:58: Und dann kann man sich nämlich auch öffnen für Angebote wie für das Meritum oder den Mappenalonbetrieb zum Beispiel das abtreten kann, seine eigenen Ideale.

00:55:11: Dann kann man da eigentlich auch sehr glücklich werden.

00:55:13: Ich kenne viele Leute auch die im MLB arbeiten und sind so zufrieden wirklich.

00:55:19: Man muss den ganzen eine Chance geben.

00:55:21: Da bist du ein tolles Beispiel für, du sagst aktuell fühlst du dich sehr glücklich mit dem wie es ist?

00:55:26: Und ich glaube, dass ist ja das beste Beispiel für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die gerade gar nicht wissen... wie es weitergehen soll, dass es eben diese Möglichkeit gibt und das ich vielleicht meinen Blick verändern muss.

00:55:37: Ja um damit auch zu leben aber dass es diesen Weg auch gibt und dass der nicht verschlossen ist.

00:55:42: Das glaube ich auch noch mal wichtig.

00:55:43: Das wirst du wahrscheinlich auch tag-tag.

00:55:45: Ich merke Larissa oft die Frage Wie geht's dann eigentlich weiter mit mir oder auch dieses Gefühl?

00:55:51: und weiß gar nicht, wie es weitergeht.

00:55:53: Dass das so Themen sind?

00:55:54: Ja ganz genau!

00:55:55: Und dass ist auch das Gute, dass jetzt durch die Eingliederungshilfe auch Ziele gemeinsam mit dem Landkreis vereinbart wurden, wo genau diese Dinge auch thematisiert werden.

00:56:03: also Wie geht es weiter?

00:56:04: was sind langfristige ziele, die ich erreichen möchte?

00:56:07: Was sind aber auch ziele die ich jetzt im Erritum erreichen möchte?

00:56:09: und da kann man wirklich total gut gemeinsam mit den Teilnehmern daran arbeiten.

00:56:14: ja

00:56:15: Was ist für dich das Reizvolle an der Arbeit, die du jetzt seit dem Jahr zwei Tausend vierundzwanzig hast du uns ja mitgeteilt?

00:56:21: Machst was.

00:56:21: Was ist es wo du sagst?

00:56:23: deswegen arbeite ich gerne bei Meritum

00:56:24: generell die Arbeit mit den Menschen.

00:56:26: Es ist kein Tag wie der andere Bei uns.

00:56:28: jeder tag ist total anders.

00:56:30: und Ja, diese Abwechslung gefällt mir total gut.

00:56:33: Und die Stimmung, die bei uns im Meritum herrscht ... Das ist etwas, was man total gerne kommt wie Marco schon sagte.

00:56:39: Wir haben locker einen humorvollen Umgang miteinander und das macht Spaß mit allen zu arbeiten und sich zu unterhalten.

00:56:49: Also ganz viel!

00:56:53: Ist das für dich eine sinnvolle Beschäftigung?

00:56:55: Definitiv ja, das kann ich genauso unterschreiben.

00:56:59: Genau.

00:56:59: Und darf ich dazu was sagen?

00:57:00: Ja, natürlich darfst du das!

00:57:01: Deswegen bist Du doch Gast in dieser Sendung.

00:57:03: Ich hab zufällig... Das passt jetzt irgendwie ganz gut.

00:57:05: Ich habe zufähig eine Postkarte von meiner Tür abgemacht mit dem Spruch Es muss nicht immer alles Sinn machen.

00:57:12: oft reicht es schon, wenn es Spaß macht.

00:57:14: Ah

00:57:15: ja!

00:57:15: Und das passt sehr gut auf das, was Loris Sagane sagt hier?

00:57:18: Ja, total.

00:57:18: Das

00:57:18: ist so einer meiner Lieblingssprüche der Jahre geworden weil viele psychisch Erkrankte haben oft so Gefühle dass ihr Leben keinen Sinn mehr macht und das ist halt häufig einfach Begleiterscheinung einer Depression oder auch eine andere psychische Erkrankung.

00:57:33: und deshalb denke ich immer Deshalb versuche ich mir, die Sinnfrage gar nicht mehr zu stellen.

00:57:37: Sondern ich stelle mir eher die Frage was macht mir Spaß?

00:57:41: Und dann kommt man auch besser durchs Leben.

00:57:44: Was wir auch gelernt haben und das war ja zum Beispiel in den letzten Sendungen habe ich ja z.B.

00:57:47: mit Dr.

00:57:48: Grigory Hecht gesprochen oder in anderen Zusammenhängen schon mit Kunden, die auch noch mal gesagt haben es ist nicht wichtig viele Freunde zu haben aber die richtigen.

00:57:57: also einfach den Weg auf Leute zuzugehen und sich mitzuteilen zu sagen ey da bahnt sich gerade etwas bei mir an mir geht's nicht gut können wir darüber reden und auch sein, ich will jetzt nicht von Leid sprechen.

00:58:08: Aber seine körperliche Situation mitzuteilen und zu schauen, dass ich Wegbegleiter habe an der richtigen Stelle die dann vielleicht auch wieder Kraft und Struktur bringen um das Leben in die richtigen Bahn zu bringen.

00:58:19: Und das höre ich.

00:58:20: Larissa ist ein Angebot, dass das Maritum bieten

00:58:23: kann.

00:58:23: Ja auf jeden Fall!

00:58:25: Um noch mal was zu ergänzen, was ich vorhin tatsächlich gar nicht erwähnt habe Ich hab ja erzählt, dass es mindestens fünf Stunden Anwesenheit geben muss bei uns.

00:58:33: Bei uns ist das im Erritum aber so, dass wir von Montags bis Donnerstags Beschäftigungszeit haben und am Freitag ein sogenanntes Freitagsangebot anbieten.

00:58:41: Genau da machen wir ganz unterschiedliche Sachen von kulturellen Bildungsangeboten über Kochen, Backen, Basteln also ganz unterschiedlich...

00:58:49: Das könnte ich auch noch was lernen!

00:58:50: Auf jeden Fall!

00:58:52: Beim Basteln

00:58:53: bestimmt!

00:58:54: Glaubst

00:58:55: du, dass ich der Großmotoriker bin?

00:58:57: Das ahnt man schon.

00:58:58: Das hab' ich nicht gesagt!

00:59:02: Ja ihr beiden ... Lorissa haben wir noch was vergessen?

00:59:04: müssen wir noch irgendwas?

00:59:05: also ich glaube Kontakt die Inhalte haben wir soweit transportiert.

00:59:08: wenn jetzt Hörer dabei sind die sagen das interessiert mich.

00:59:11: wie gesagt schreibt eine E-Mail an Lorissa ruft an oder sucht einen Kontakt über andere Wege dann gibt es sicherlich auch nochmal Antworten.

00:59:20: ansonsten glaub ich haben wir alles relativ besprochen oder?

00:59:24: Ich würde sagen, ja.

00:59:25: Sehr gut!

00:59:29: Das habe ich ja vorhin gesagt, ich habe letztens noch mal einen Ehrenamt über EVE ausprobiert.

00:59:33: Vielfalt im Ehrenabend ist jetzt auch bei VITUS ein großes Projekt und ich hab versprochen bisschen Schleichwärmung zu machen.

00:59:42: es ist halt ein Angebot beim DRK mit einer Hörzeitung gewesen, wo man quasi für blinde Menschen aus der Tageszeitung Sachen vorliest.

00:59:52: Und die können dann sich diesen USB-Stick abonnieren.

00:59:56: und da musste ich jetzt leider aufhören weil ich habe kurze Zeit nachdem ich das angefangen hab eine dicke Mandelentzündung gekriegt.

01:00:02: Ich habe gedacht nie, ich glaube, ich rede so schon zu viel vielleicht ist das nicht das richtige Ehrenamt für mich aber für Leute, die gerne lesen mit dem PC ein bisschen rumbasteln und vielleicht können die ja auch da mal in irgendeinem

01:00:16: Wach.

01:00:17: Das müssen wir mal sagen, Larissa.

01:00:19: Du hast eine sehr charismatische Stimme, Marco!

01:00:21: Du bist eigentlich prädestiniert für so

01:00:24: ein Podcast

01:00:24: oder ... Ich

01:00:25: hab doch zu dir auch gesagt, wo wir uns getroffen haben.

01:00:27: Ja

01:00:28: genau, das hört man schon.

01:00:30: Diese sonorige Stimme bringt Potenzial mit.

01:00:34: Vielleicht landest du ja noch mal beim Fernsehen oder beim Radio.

01:00:36: Weiß

01:00:37: wer weiß?

01:00:38: Ich bin ja immerhin schon beim Vitos-Podcast.

01:00:40: Ganz

01:00:41: genau.

01:00:41: Es ist doch schon großer Erfolg.

01:00:43: Aber das ist auch

01:00:44: das Schöne.

01:00:44: Also Meritum und Ehrenamt ist tatsächlich gleichzeitig möglich, also das ermöglichen wir auch.

01:00:49: Wir haben jetzt viele Teilnehmer die sich durch Yves auch für ein Ehrenamter entschieden haben.

01:00:55: Ja ganz toll!

01:00:56: Das muss man wirklich sagen.

01:00:57: Auch die Zusammenarbeit ist wirklich super geglückt.

01:01:00: Ich frag mich Larissa ob du noch den Emsblick vielleicht erwähnen willst?

01:01:05: Das könnte ich auch noch tun.

01:01:06: genau Wie ich ja vorhin sagte, machen wir sehr viele unterschiedliche Aufträge.

01:01:10: Unter anderem ist auch ein Auftrag dass wir alle zwei Monate den Emsblick verteilen.

01:01:17: Den Auftrag haben wir auch mit ausgewählt um einfach dieses selbst verantwortliche und eigenständige Arbeiten etwas zu fördern tatsächlich bei unseren Teilnehmern genau.

01:01:25: Der Emsblick für die Hörer isst ein Stadtmagazin das in Haaren, Mappen und Lingen glaube ich alles zwei Monate erscheint.

01:01:33: ganz tolle Aufmachung auch sehr wertig Und da seid ihr hier in Mappen für die Verteilung verantwortlich?

01:01:37: Ganz genau.

01:01:38: Wir haben eine Autotour, ja ... Die wird Richtung Hämsen, Haaren, Bokelo und Helte, glaub ich verteilt.

01:01:47: Ja richtig!

01:01:48: Dann haben wir aber auch Teilnehmer, die das hier in der Innenstadt verteilen also mit dem Bollerwagen oder auch mit dem Fahrrad.

01:01:54: Toll!

01:01:55: Also ja, das muss unbedingt erwähnt werden.

01:01:56: Danke!

01:01:57: Ja, das ist eine ganz tolle Sache.

01:01:59: Auf jeden Fall

01:02:00: Am Ende der Sendung habe ich für meine Gäste immer zwei Fragen.

01:02:04: Und die erste wäre, wir wollen immer auch so ein bisschen einen Kulturbeitrag leisten und unseren Hörern vielleicht einen Tipp mit auf den Weg geben wo ihr sagt Ich habe einen tollen Kulturtipp, ein tolles Konzert eine tolle City oder ein Buch das sich gerne empfehlen möchte und das würde ich euch beide gerne fragen gibt es da irgendwas Larissa was du unseren Hören empfehle würdest oder sagst?

01:02:25: Das finde ich toll!

01:02:26: Bei mir wäre das ein Film, der Film ziemlich beste Freunde.

01:02:29: Den liebe ich auch!

01:02:30: Den

01:02:30: finde ich super.

01:02:32: und da zeigt es dass die anfänglichen Vorurteile sich gar nicht immer bestätigen und dass aus gerade schwierigen Anfangsbeziehungen oft eine tolle Freundschaft entstehen kann und dass man nicht immer gleich anderen Menschen gegenüber skeptisch erscheinen sollte sondern offen sein sollte und ja offen mit offenen Augen durch die Welt gehen sollte.

01:02:53: Das ist neben der Botschaft auch ein lustiger Film.

01:02:57: Es geht darum, dass ein Mann, der eine schwere körperliche Bindung hat und gar nichts mehr kann an den Rollstuhl angewiesen ist, der sucht jemanden, der ihn begleitet und dann kommt einen lustigen Windhund, Kein, erst mal überhaupt nicht die Idee hat das zu machen.

01:03:14: Sondern vom Arbeitsamt von Anna B geschickt wird damit er irgendwas macht und plötzlich wird es zu einer inigen Freundschaft und einer ganz tollen Beziehung, die einfach auch noch einmal deutlich macht wie schwierig das manchmal ist dass was man eben gegenüber sieht und wie tolle Sachen sich dann auch freundschaftlich entwickeln können.

01:03:33: also wirklich ein sehr lustiger aber auch tief greifender Film.

01:03:36: ziemlich

01:03:36: beste Freunde will ich gerne für Werbung machen.

01:03:39: Marco, du hast See-Ich-Zweibücher mitgebracht.

01:03:42: Das heißt, du liest gerne?

01:03:45: Es ist tatsächlich so, dass ich selber privat nur noch Kurzgeschichten lese.

01:03:51: Weil das geht einfach so ... Wenn ich längere Bücher lese, das geht von links rein und rechts raus.

01:03:56: Ich kann das gar nicht mehr!

01:03:58: Und ich hab eigentlich hier zwei Bücher aber liegen, die ich auch komplett gelesen habe.

01:04:04: Aber eigentlich wollte ich noch was anderes vorschlagen Und zwar, was ich auch selber gerne geschaut habe ist einmal die Sendung Paartherapie im ARD.

01:04:16: Die schaue ich mir mit einem Bewohner gerne über die Mediathek an und da gibt es jetzt auch mehrere Staffeln.

01:04:21: Also das ist vielleicht noch so ein Rest von meinem ehemaligen Sozialarbeiterwerdegang.

01:04:27: Ich gucke das unheimlich gerne!

01:04:29: Und noch eine Sendung auf Netflix, die ich irgendwie empfehlen kann.

01:04:33: Die ist bei Netflix auch recht beliebt Das ist die Serie Hard Stopper.

01:04:39: Also es ist halt eine Serie über drei Staffeln und einen Abschlussfilm, das Schöne an der Serie ist aber dass ganz viele soziale Themen da irgendwie behandelt werden.

01:04:49: Es geht sowohl um LGTBQ als auch um mentale Probleme.

01:04:57: Und ich finde, es ist eine gute moderne Serie geworden, die einem viele Aspekte des Lebens näher bringt.

01:05:05: Aber jetzt sage ich dir, was ich hier für Bücher liegen hab.

01:05:08: Ich habe ja einmal von das Eins, das habe ich vor zwanzig Jahren gelesen, dass es von Susanna Tamaro Gevo hin dein Herz dich trägt?

01:05:16: Das ist ein glaube ich ganz bekanntes Buch auch.

01:05:19: also ich glaube es ist das Buch in meinem Leben gewesen wo ich am meisten geheult habe, wo ich's gelesen habe.

01:05:25: Es geht nämlich ganz grob gesagt über eine Tante.

01:05:29: Ja, eine Tante oder genau die glaub ich ein ganz inniges Verhältnis zu einer Nichte hat.

01:05:34: So Roundabout ist die Story und dann diese Beziehung driftet aber auseinander irgendwann und dann schreibt quasi die Protagonistin Briefe an diese Personen wo der Kontakt schwächer geworden ist.

01:05:48: also es ist ganz herzerreißend.

01:05:51: Und das zweite Buch, was ich mitgebracht hab ist ... Wir haben bei uns in der Wohngruppe, wo ich wohne auch regelmäßig Praktikanten natürlich auch.

01:05:59: Dies war so ein Buch, dass ich immer mal irgendwo in die Finger gekriegt habe und ich hab das ganz oft Praktikanten geschenkt, die noch nicht so tief in der psychiatrischen Welt waren oder so für die es noch relativ Neuland ist.

01:06:14: Das ist von Manfred Lütz.

01:06:15: Irre wir behandeln die Falschen?

01:06:18: Unser Problem sind die Normalen!

01:06:20: Also, wie das Buch schon sich anhört ist es eine... Das steht auch auf dem Buch.

01:06:25: Eine heitere Seelenkunde also da kriegt man wirklich einen groben Überblick sage ich mal um über Diagnosen, Therapien und das Leben glaube ich auch in einer Psychiatrie ist und solche Sachen.

01:06:39: Das Schöne an dem Buch finde ich aber dass Patienten oder die erkrankten Menschen ein sehr menschlicher Blick geworfen wir.

01:06:51: Das war glaube ich das was mich da damals am meisten gecatcht hat und dass da halt auch Humor drin ist, es jetzt nicht so langweiliges Sachbuch... Das kann ich nur empfehlen.

01:07:02: Sehr schön, ne?

01:07:03: Es gibt sogar noch in der neuen Version, die ich hier habe.

01:07:07: Da ist ein bisschen aktualisiert auch die Diagnosen und so was.

01:07:11: Und es ist glaube ich in dem neuen Buch auch irgendwie eine Psycho-Analyse über Trump drin ...

01:07:17: Dass ja allein schon ein Buch

01:07:18: fährt!

01:07:19: Ja, da könnte man eigenes von machen.

01:07:23: Aber ich finde auch die alte Version immer noch ganz sprengend.

01:07:27: Irre das wollen wir gerne weiterempfehlen.

01:07:30: Und ganz am Ende habe ich jetzt ja die wichtigste Aufgabe für euch.

01:07:32: Und zwar wisst ihr, wir haben hier im Stadtverkehr die tollen Busse, die hinten immer große Werbeflächen haben und ich habe euch exklusiv eine Werbe Fläche für jeden von euch bereit gestellt und ihr könnt dort etwas draufschreiben und eine Botschaft an die Gesellschaft senden und da weiß ich nicht ob ihr jeder Einspruch mitgebracht habt oder ja habt ihr?

01:07:52: Larissa aber ladies first auch an dieser Stelle was würdest du da drauf schreiben?

01:07:56: Eigentlich hab ich drei Sprüche im Kopf.

01:07:58: Die können wir alle ... Wir haben die Seiten, kann man ja auch noch vollmachen?

01:08:02: Okay, das heißt, ich darf alle

01:08:03: drei ... Perfekt!

01:08:04: Dann fang' ich doch mal mit dem Ersten an.

01:08:07: Wir müssen sowieso denken, warum dann nicht gleich positiv.

01:08:10: Sehr schön und

01:08:11: den mag ich auch sehr gern.

01:08:12: Den finde ich total gut.

01:08:12: Gerade in der heutigen Zeit.

01:08:13: Du hast auch perfekt

01:08:14: zu unserer Arbeit, muss ich sagen, definitiv.

01:08:17: Genau, der nächste wäre Zu viel nachdenken ist wie Schaukeln.

01:08:20: Man is zwar beschäftigt kommt aber kein Stück voran.

01:08:23: Nee,

01:08:24: das stimmt.

01:08:25: Auch das passt sehr gut.

01:08:27: Und der Dritte wäre, wenn es holprig wird steigt man nicht aus sondern man schnallt sich an.

01:08:31: Auch das

01:08:32: ist richtig schön!

01:08:33: Also drei wirklich auch passende Sprüche für uns und fürs Meritum.

01:08:37: ganz genau die habe ich so bewusst ausgewählt.

01:08:39: ja

01:08:40: wir haben uns tatsächlich absichtlich nicht angesprochen werden.

01:08:44: Wir

01:08:44: wollten uns überraschen lassen was der andere macht.

01:08:47: Marco du hast auch einen spruch mitgebracht oder war das der den du gerade vorgelesen hast?

01:08:51: Genau

01:08:51: denen ich vor gelesen hab.

01:08:52: das war mein zweiter.

01:08:54: Mein zweiter Spruch ist einfach, ganz einfach leben und leben lassen.

01:08:58: Eier!

01:08:59: Das ist so ein bisschen mein Fazit auch aus gewissen medialen Sachen die man mitbekommt.

01:09:06: Man merkt ja zum Beispiel dass gerade Gewalt gegenüber LGTBQ wieder mehr geworden ist.

01:09:12: Hin und wieder liest man das irgendwo an Obdachloser wo er nachts lag irgendwie verhauen wird oder was weiß ich... Also ich finde immer persönlich jetzt aus meiner Sicht Man muss nicht als Mensch mit allen Phänomenen in der Gesellschaft klarkommen.

01:09:29: Aber ich denke mir immer zum Beispiel, wenn ich jetzt z.B.

01:09:31: mit einer transsexuellen Person nicht zurechtkomme, wenn die sehe dass sie da läuft dann muss ich ja nicht rüber gehen und Gewalt ausüben.

01:09:40: Ich kann auch einfach auf meiner Seite bleiben und weitergehen Und das ist für mich dieses Leben und leben lassen.

01:09:47: Nicht jeder muss mit jedem mit jedem Phänomen oder geben Menschen klarkommen.

01:09:51: Aber dann lass ihn einfach sein Leben leben, du liebst eins und alles ist

01:09:55: gut.".

01:09:56: Auch das finde ich noch mal einen wichtigen Impuls gerade in der Zeit wo eben auch rechte Parteien wieder erstarken die ein Menschenbild vielleicht vor sich her tragen was diese Sachen infrage stellt so ne?

01:10:06: Insofern finde ich auch nochmal wichtiger auf den Vitos-Spruch Bunte Vielfalt Mensch dass das unsere Gesellschaft absolut bereichert.

01:10:15: Und dass gerade eben die Unterschiedlichkeit ein ganz großer Gewinn ist für unsere Gesellschaft und da sollten wir jeden Tag für einstehen.

01:10:24: auch, ne?

01:10:24: Ja!

01:10:25: Und auf gerade in der heutigen Zeit des Zusammenhalt wirklich das A&O.

01:10:29: Deswegen fand ich diesen ersten Spruch so schön zu sagen dann denkt doch positiv Das muss man auch mal betonen.

01:10:34: Wir haben so viele positive Dinge, die hier jeden tag passieren und das darf man auch einmal sagen Genau, es ist nicht alles so schwer wie man manchmal meint.

01:10:41: Darf ich noch einen Spruch sagen?

01:10:42: Du

01:10:43: darfst auch noch zwei sagen!

01:10:45: Ich hatte noch einen spruch der hängt glaube ich auch bei mir an der Tür.

01:10:47: den hat meine Mitbewohnern so schön gezeichnet und einlaminiert wenn du anfängst dich selbst zu lieben beginnt eine lebenslange Romance.

01:10:57: sehr schön auch das ist richtig.

01:10:59: wir sind am ende schon und wie ist es euch ergangen?

01:11:03: irgendwie haben wir das doch gut hingekriegt meinig oder lorissa

01:11:05: Auf jeden Fall.

01:11:06: Die anfängliche Nervosität ist schnell verflogen, du hast uns super an die Hand genommen und ich glaube wir haben es ganz gut gemeistert.

01:11:13: von mir Aussagen.

01:11:16: Das lobe gebe ich weiter.

01:11:17: Danke

01:11:17: schön!

01:11:17: Marco.

01:11:18: wie geht's dir gerade?

01:11:19: Mir gehts jetzt auch wirklich sehr gut muss ich sagen.

01:11:22: also wirklich Larissa und ich waren im Vorfeld wirklich aufgeregt.

01:11:27: das hat sich aber nicht bewahrheitet.

01:11:30: dass diese Aufregung nicht dann doch weggeht während des Gespräches.

01:11:35: Ja, liebe Rollstuhl- und Raketehörer.

01:11:38: Und natürlich Hörerinnen!

01:11:39: Wir hoffen euch hat diese Folge gefallen... ...und natürlich gibt es im kommenden Monat im Oktober auch wieder eine neue Folge.

01:11:46: mit wem wir dann reden und wer zu Gast ist.

01:11:49: Da freut ihr schon mal drauf das kann ich noch nicht ganz genau verraten aber es wird jemand sein und wünsche euch jetzt erstmal einen guten Start in die Herbstzeit.

01:11:57: genießt die bunten Blätterlorissa ne?

01:11:59: Die du gerade auch schon am Anfang angesprochen hast.

01:12:02: Genießt das Emsland Und wir sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.

01:12:07: Danke, dass ihr beiden da wart.

01:12:08: Sehr gerne!

01:12:08: Vielen Dank!

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