Dr. Gregory Hecht - Wege aus der Depression
Shownotes
🎙️ In der Juli-Ausgabe greifen wir ein Thema auf, das viele Menschen bewegt: Depressionen.
In der Mai-Ausgabe war Vitus-Mitarbeitender Sven Jansen zu Gast und hat sehr offen über sein Leben mit Depressionen gesprochen. Diese Folge hat viele Reaktionen ausgelöst und gezeigt: Über Depressionen zu sprechen ist wichtig — ehrlich, sensibel und ohne Tabu.
Deshalb vertiefen wir das Thema in dieser Sendung und schauen mit einem medizinischeren Blick darauf. Zu Gast ist Dr. med. Gregory M. Hecht, Ärztlicher Direktor, Neurologe und Psychiater am St.-Vinzenz-Hospital in Haselünne.
Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Frühwarnzeichen auf eine Depression hinweisen können, warum ein Aufenthalt in einer Klinik manchmal ein wichtiger und hilfreicher Schritt sein kann und wie moderne Medizin, Psychotherapie und unterstützende Behandlung vielen Menschen erfolgreich helfen können.
Eine Folge über Krankheit, Hoffnung, Hilfe und die wichtige Botschaft: Niemand muss mit Depressionen allein bleiben. 💛🚀
Bücherempfehlungen von Dr. Gregory Hecht: 1. Mein schwarzer Hund 2. Ratgeber Depressionen
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:12: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Rollstuhl und Rakete, dem inklusiven Podcast.
00:00:20: Mein Name ist Markus Troth und ich sage schön, dass ihr wieder dabei seid!
00:00:25: In unserer Maifolge hat Sven Jansen sehr offen über sein Leben mit Depressionen gesprochen – das hat viele von euch bewegt nachdenklich gemacht und zahlreiche Reaktionen ausgelöst.
00:00:37: Genau deshalb möchten wir heute noch einmal genauer hinschauen, was passiert eigentlich bei einer Depression?
00:00:43: Woran können wir erste Warnzeichen bei uns selbst oder beim Menschen in unserem Umfeld erkennen – und was kann helfen wenn der Alltag plötzlich schwer wird zu Hause in der Familie im Freundeskreis oder auch bei der Arbeit?
00:00:57: Depressionen können jeden Menschen treffen.
00:00:59: Sie sind keine Schwäche und nichts, das man einfach wegdenken muss!
00:01:04: Aber umso wichtiger sind gute Gespräche ein offenes Umfeld und sicherlich auch professionelle Unterstützung wenn sie gebraucht wird.
00:01:12: Darüber spreche ich heute mit Dr.
00:01:13: Gregory Hecht.
00:01:14: er ist ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Sankt-Winzenz Hospital in Hasse-Lünne sowie Facharzt für Psychiatrie und psychotherapie Auch noch Facharzt für Neurologie.
00:01:29: Herzlich willkommen bei Rollstuhl und Rakete, Dr.
00:01:31: Hecht!
00:01:31: Schön, dass ihr heute bei uns sind.
00:01:33: Ja, guten Morgen.
00:01:34: Herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:35: Ich frag mal ganz frech zu Beginn ist einem Doktor der Doktatitel eigentlich wichtig?
00:01:40: Dass er mit ausgesprochen wird?
00:01:41: das ist ja so eine Diskussion, die man in Deutschland manchmal führt, dass man nicht richtig weiß.
00:01:45: spricht man die Person jetzt mit normalem Namen an oder ist der Doktortitel wichtig an der Stelle?
00:01:51: vielleicht vor dreißigvierzig Jahren?
00:01:53: War das noch wichtig in den heutigen Zeiten?
00:01:57: Ich glaube, ich kann mir das getrost weglassen.
00:02:00: Sehr gut!
00:02:02: Wenn Menschen das Wort Depressionen hören dann denken sie sofort oft an ein sehr schweres Thema und erwarten vielleicht jetzt auch eine sehr emotionale und schwere Sendung.
00:02:14: Ich frag mal bisschen anders warum kann es trotzdem hilfreich sein offen ruhig und vielleicht auch mit einer gewissen Leichtigkeit über so ein Thema zu sprechen?
00:02:23: Sehr gute Frage.
00:02:25: Erst mal grundsätzlich Depressionen, es gibt nicht die eine Form von Depressionen und wenn ich sage, von den Depressionen spreche meine ich natürlich immer den Menschen mit seiner sehr unterschiedlichen Biografie Erkrankungsgeschichte Traumatisierung usw.
00:02:47: Es gibt aber ein ganzes Spektrum an depressiven Erscheinungen ausdrücken.
00:02:53: Es gibt natürlich auch leichte Reformen, die in der Regel gar nicht zu mir zum Psychiater durchdringen sondern vielmehr zunächst beim Hausarzt sind häufig auch zur Beratungsstellung stellen gehen etc.
00:03:09: und deshalb ist es sehr wichtig auch die frühen Formen rechtzeitig rauszufischen.
00:03:15: damit ist gar nichts zu einer schwersten Depression kommt.
00:03:21: Darüber wollen wir heute im Verlauf der Sendung auch sprechen.
00:03:24: Vorher hätte ich aber noch mal so die Frage, der Sommer ist ja jetzt angekommen in Mämsland und das bedeutet für viele Menschen auch ein bisschen Zeit zum Durchatmen.
00:03:34: da wollte ich mal fragen sie führen selbst im Alltag viele tiefgehende Gespräche Und haben, so würde ich zumindest vermuten
00:03:41: sehr herausfordernde
00:03:42: und manchmal wahrscheinlich auch emotionale Arbeitstage.
00:03:45: Haben Sie selbst in dieser Zeit ein kleines Ritual oder einen Lieblingsort?
00:03:48: Oder etwas worauf sie sich im Sommer besonders freuen und was ihnen so Zeit zum Kraft tanken gibt?
00:03:54: Ja, in der Tat!
00:03:55: Also ich habe jetzt auch in meinem Auto meine Badeklamotten dabei an Handtuch und ich fahre im Grunde immer Am Abend nach getaner Arbeit in Haselinne an den Baggersee hier in Meppen und schüttle dann noch einmal den Tag ab.
00:04:12: Auf
00:04:13: im Winter und im Herbst gibt es ja diese neu modische Geschichte, dass alle ... Ja
00:04:17: ich finde das toll die Eisbader.
00:04:20: Ich hab das schon mal gemacht aber irgendwann ist es doch ab November vielleicht Dezember ist schon eine sehr starke Herausforderung.
00:04:32: Ich kann da ein bisschen Lied von singen.
00:04:34: Ich hab privat so einen Pool für unsere Kinder und den besteige ich tatsächlich bis Anfang November immer, aber dann wird es auch zu hart.
00:04:42: Aber irgendwie macht das was mit einem.
00:04:43: Man fühlt sich gut.
00:04:44: Es ist großartig!
00:04:45: Ist auch sehr gesund natürlich, ist Booster-Dregelrecht die Neurotransmitter und die Stimmung Menschen, die das machen, bin nicht davon überzeugt haben deutlich weniger Erkältung etc... Das ist schon ganz
00:05:02: gut.
00:05:03: Wir steigen einen in die Sendung und beginnen sofort mit einer Rubrik, denn wir wollen über unsere Gäste auch immer ein bisschen privat erfahren.
00:05:09: Wo kommen sie her?
00:05:11: Bei ihnen ist das ja aus, so.
00:05:12: man kennt sie vielleicht außer Zeitung oder aus Berichten und liest mal was.
00:05:16: aber vielleicht kennt man gar nicht den Menschen der dahinter ist und denen wollen wir heute mal ein bisschen näher kennenlernen in folgender Rubrik.
00:05:28: Ja Vielleicht können Sie uns mal ein bisschen mitnehmen.
00:05:31: Sind sie ein klassischer Emsländer?
00:05:32: Wie sind Sie aufgewachsen, wo kommen Sie her?
00:05:35: Wie war Ihre Kindheit?
00:05:37: normal-kindergarten-Schullaufbahn?
00:05:40: Das würde uns interessieren.
00:05:42: Ein klassischer Emslender vielleicht nicht ... Ich bin in Paris geboren, tatsächlich, weil meine Eltern zu der Zeit dort gewohnt haben.
00:05:52: Wir sind dann im frühen Kindesalter erst in die USA gezogen.
00:05:58: Mein Vater ist mittlerweile verstorben.
00:06:02: Er ist US-Amerikaner.
00:06:04: und dann sind wir wieder zurückgezogen nach Meppen, und zwar meiner Mutter, die ist aber Uremepnerin.
00:06:13: Und dann bin ich zu späten Kindergartenzeiten nach Meppen zurückgekommen.
00:06:19: Bin dann hier aufgewachsen also... Fühle mich durch und durch als Mapner, hab dann am Winterhorst-Gymnasium Abitur gemacht.
00:06:30: Bevor es dann ins Studium ging ... Ich habe dann in Heidelberg erst angefangen, war da drei Jahre.
00:06:39: Dann bin ich mit meinem älteren Bruder nach Wien gegangen Und von Wien aus nach Hamburg, wo ich insgesamt fast acht Jahre gewohnt habe Da auch die neurologische Zeit Fahrradsausbildung absolviert habe, unter anderem hier auch in Mappen.
00:06:59: Und dann sind wir, meine Frau und ich bewusst ins schöne Emsland zurückgekommen bevor unsere Kinder da waren.
00:07:09: also das war eine ganz bewusste Entscheidung.
00:07:11: Können
00:07:13: Sie sich nur erinnern was sie als Kind werden wollen?
00:07:14: Wollten Sie mal schon Arzt werden oder?
00:07:18: Das hat sich relativ schnell tatsächlich irgendwann bei mir ausgeblieben prägt, ausgebildet.
00:07:27: Ich hab in der Kindheit und Jugend relativ aktiv auch Tennis gespielt.
00:07:33: Da war ich mal so auf sportlichen Abwägen.
00:07:37: Das war tatsächlich auch mal ein ... Ein Gedanke ist jetzt wie in einem Vorleben zu fühlt es sich an.
00:07:45: Und ich hatte aber immer schon auch meiner Grundschule dann später in einer Mittelstufe ein großes Interesse an Bio und da insbesondere alles, was mit Nerven zu tun hatte im Grunde.
00:08:04: Da kennen wir alle so wie eine Nervenzelle aufgebaut, ich fand das immer extrem spannend und so hat es mich dann eigentlich in diesem Bereich geführt.
00:08:17: und auch im Studium alles, fand ich großartig in der Neurochirurgie.
00:08:28: Das ist ja ein schneidendes Fach, habe ich das eine oder andere Praktikum gemacht und dann hat es mich an die Neurologie geführt.
00:08:39: Und da die Neurologie auch in Deutschland was sich sehr sinnvoll halte immer überlappend in einer Fahrzweiterbildung ist, hat's mich in die Psychiatrie hineinverschlagen und ja, dann irgendwann zurück ins Emsland.
00:09:00: Und dann hat alles seinen Gang genommen.
00:09:05: Wie wichtig ist Familie für Sie?
00:09:07: Also gerade so, wenn man mal zur Rückung ... Mutter-Vater sind das prägende Gestalten in Ihrem Leben?
00:09:14: Bei wem ist es das nicht!
00:09:16: Ja gut aber da ist auch die Frage immer was bleibt hängen so und was ist da auch Vorbild?
00:09:21: vielleicht auch mal so ne?
00:09:23: Ja also Mit Sicherheit, je älter man wird sieht man sein.
00:09:30: Ich glaub das ja auch so eine Art des Erwachsenenwerdens oder der menschlichen Reife.
00:09:36: Man sieht irgendwann seine ... Wenn man sich abgelöst hat seiner Eltern noch mal aus einem anderen Blickwinkel wenn es gut läuft.
00:09:45: Eine andere Perspektive.
00:09:47: und nein ich bin meinen Eltern sehr dankbar dahin gehen insbesondere was sie uns, mir und meinen Geschwistern auch einfach ermöglicht haben.
00:09:59: Und auch aus meiner Sicht richtige Betonungen zu setzen, gewisse Werte.
00:10:08: auch Bildung war im Positiven immer ein Thema bei uns Zuhause nicht in dem Sinne dass wir Druck bekommen haben aber das Lernen noch Bildung durchaus einen eigenen Stellenwert haben.
00:10:25: Dafür bin ich sehr dankbar und das ist mit Sicherheit einer der prägensten Dinge oder Abdrücke, die ich bekommen habe.
00:10:34: Ich bleibe mal bei den Werten so, die gerade angesprochen wurden welche Werte oder Eigenschaften aus dem Emsland?
00:10:40: Haben Sie so als vielleicht Mensch auch geprägt?
00:10:43: gibt es da welche typisch vielleicht auch fürs Emsland
00:10:47: Was ich großartig hier an unserer Region, ich sag mal im Nordwesten aber sieht man auch.
00:10:55: Ich sage dir davon dass ich in Hamburg gewohnt habe, in Norddeutschland Menschen sind hier sehr zuverlässig und es wird nicht zu viel geschnackt sondern man ist glaube ich man kann sich auf Menschen verlassen, absprachen werden eingehalten Und das bei einer sehr angenehmen Unaufgeregtheit.
00:11:21: Also relativ ... Ja, es ist ja interessant wie sich so auch unterschiedliche Regionen in Deutschland gebildet haben.
00:11:35: Ich glaube wenn wir jetzt im Rheinland irgendwo wäre da sind die Menschen einfach ein anderer Menschenschlag und ich fühle mich hier sehr, sehr wohl und vom Kern her.
00:11:48: Ich könnte mir auch vorstellen woanders noch zu leben.
00:11:51: Das durchaus wenn man auch das ein oder andere gesehen hat.
00:11:56: aber es gibt keinen perfekten Ort und keine perfekte Stadt- oder Region.
00:12:02: und so in der Gesamtbetrachtung wenn man sehr viel sieht ist eine großartige Region und auch für Kinder hier aufzuwachsen.
00:12:13: Meine Kinder sind ja jetzt auch Richtung Oberstufe oder sind in der Oberstufel, wenn ich sehe wie die noch in sozialen Netzen mit Freunden aufwachsen können.
00:12:26: Das ist überhaupt nicht selbstverständlich!
00:12:30: Wir wollen den Gregore Hecht ein bisschen näher kennenlernen?
00:12:34: das ist eine Frage die kommt oft in Vorstellungsgesprächen vor.
00:12:38: haben wir wahrscheinlich beide schon oftmals geführt würde ich aber trotzdem gerne stellen Wenn Sie mal so
00:12:44: drei
00:12:44: Eigenschaften von sich nennen müssten, wo Freunde oder Bekannte sagen würden.
00:12:49: Das macht den Gregori Hecht aus.
00:12:51: Das ist ja vielleicht ein bisschen menschlich charakterisiert.
00:12:54: Könnten Sie das sagen?
00:12:57: Ich fange mit den positiven Eigenschaftern.
00:12:58: Ja gerne!
00:13:01: Ich glaube sehr zuverlässig.
00:13:05: Das glaube ich schon entscheidungsfreudig Das ist, glaube ich auch eine Eigenschaft.
00:13:15: und
00:13:18: Humor.
00:13:19: Ah ja sehr gut!
00:13:20: Sehr viel Humor.
00:13:21: Und die Negativen wollen wir gar nicht kennenlernen.
00:13:24: Du musst ne andere Frage!
00:13:28: Ich möchte noch mal zurückgucken in die Kindheit.
00:13:30: Gibt es irgendein Gericht was so außer Kindheit in Erinnerung geblieben ist wo man sagt?
00:13:34: Mama, die hat die besten, keine Ahnung.
00:13:36: Kartoffelpuffer oder Oma?
00:13:38: Ich kenne das so oder vielleicht sie auch.
00:13:40: wenn man manchmal in Haushalte oder in Lebenssituationen kommt und man kriegt so Gerüche mit dann ist man plötzlich wieder Kind und ist in so einer Situation wieder drin.
00:13:49: Kennst du das auch und was könnte das sein?
00:13:52: Ich schocke wahrscheinlich jetzt die Zuhörer aber meine Mutter war keine begnadete Küche.
00:14:00: ich sage das mal so Das soll überhaupt nicht Respekt losklingen oder so.
00:14:06: Aber die hat Zeitlebens in ihrer Tätigkeit auch sehr verantwortungsvoll gearbeitet und von daher war das nicht das typische Rollenklischee, wofür ich auch sehr dankbar bin.
00:14:23: Mein Vater hat dann sein Bestes gegeben in der Küche einige interessante Gerichte zu Tage.
00:14:41: Aber einzelne ... Das kann ich mich nicht, nein!
00:14:47: Dafür hat es nicht gereicht.
00:14:49: Es gab so Wiederkehrende durchaus wie in jeder Familie wo ich nach einer wenig schmunzeln muss was das so war.
00:14:58: aber wir waren alle wohl genährt.
00:15:02: Und was, was ich meinen Eltern eher damals hoch angerechnet habe und immer noch das mache ich heutzutage auch gerne.
00:15:11: Wir sind relativ häufig auch irgendwo mal essen gegangen.
00:15:16: Das ist gar nicht so typisch war dann vielleicht so in den Achtzigern, dass sich von meinen Schulkollegen, Schulfreunden so mitbekommen haben
00:15:25: aber ...
00:15:26: Ich hab das immer geliebt bis heute noch.
00:15:29: Sind Sie selber Koch?
00:15:30: Kommen Sie auch mal für Ihre Kinder oder eher aufgrund der Zeit in Komponente schwierig.
00:15:34: Also Koch, das ist alles ein ganz hoher Begriff.
00:15:41: Ja klar!
00:15:43: Meine Frau und ich, meine Frau ist ja auch berufstätig Und wir teilen das auf aber auch da sie wird schmunzeln falls sie das hier heute überhaupt hört irgendwann großteil glaube ich bleibt immer noch oder ist eher die Regel als Ausnahme, dass in den meisten Familien viel noch an den Müttern, an den Frauen hängt.
00:16:17: Und ich bin da auch dankbar.
00:16:19: aktuell, weil ich könnte nicht ... Die Stunden, die ich vom Kerner her arbeite in der Klinik, auch Tätigkeiten.
00:16:27: das könnte ich so nie absolvieren, wenn ich nicht wüsste, dass meine Frau da tatsächlich auch zu Hause sehr viel abfangen kann.
00:16:40: Und auch insbesondere als die Kinder ja kleiner waren, das ist ...
00:16:46: Ja, dann wird was geleistet, muss man sagen?
00:16:48: Absolut!
00:16:50: Vielen Dank bis hierhin für den kleinen Einblick.
00:16:52: wir wollen noch mal ein bisschen verfeinern über ein Spiel und das ist folgendes Genau, ich nenne zwei Begriffe und sie müssen sich für einen entscheiden.
00:17:06: Im besten Fall mit einer kurzen Erklärung warum das so ist!
00:17:09: Und wir fangen mal ganz locker an.
00:17:11: Frühaufstär oder Nachtäule?
00:17:14: Früher auf Stär, ganz klar war ich immer schon zu Schulzeiten im Studium hängt er damit zusammen.
00:17:22: Ich habe so das Gefühl dass weil mein geistiger Aufnahmekapazität am Vormittag besonders hoch ist.
00:17:30: Und das klingt einfach ... Am Nachmittag zum Abend hinab und ich war ... Nachtreule geht gar nicht!
00:17:39: Mh-hm.
00:17:41: Kaffee morgens beim Rausgehen oder nach der ersten Visite in der Klinik?
00:17:46: Schwarztee.
00:17:47: Schwarztee hins, okay.
00:17:49: Morgens also.
00:17:50: ich trinke jeden Morgen erst mal einen Schwarzteh Und dann wie alle Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen in deutschen Krankenhäusern durchaus Kaffee.
00:18:05: Auch manchmal zu viel und dann in der Pause während der Visite zwischendurch.
00:18:11: Wobei ich tatsächlich seit ein paar Wochen, Monaten meinen Kaffeekonsum am Nachmittag eingestellt habe ... ist eher so im Selbsexperiment mal zu gucken, wie sich der Schlaf entwickelt.
00:18:27: Und ich finde das merkt man schon also aktuell trinke nicht nach spätestens zwölf Uhr mittags hängt damit zusammen dass einfach koffie ihn es wissen viele nicht relativ lange noch im Körper und im Geist.
00:18:45: Ich hab das Gefühl, dass die Schlafqualität dadurch noch besser wird.
00:18:50: Ein erster wertvoller Tipp in dieser Sendung!
00:18:52: Sehr schön.
00:18:55: Bärge oder Meer?
00:18:56: Ganz klar mehr.
00:18:59: Gibt's
00:18:59: so ein favorisiertes Urlaubsland wo es gerne mal hingeht?
00:19:04: Ja also ich bin ein großer Islandfreund gewohnt.
00:19:10: Ist jetzt eher außergewöhnlich aber ich war vor zwei Wochen noch da.
00:19:17: Eine wunderschöne kleine Insel.
00:19:19: Nicht im klassischen Sinne mehr und Beach-Urlaub, weil es ja sehr kalt ist.
00:19:25: ein Nordatlantikinsel aber wunderschön Berge.
00:19:31: Meine Frau möchte immer in die Berge.
00:19:33: ich bekomme da eher als Nordlicht fast so Beklemmung.
00:19:41: Ich muss es mal irgendwann ausprobieren.
00:19:44: Noch bin ich nicht so weit.
00:19:46: Harte Frage für einen Direktor wahrscheinlich, Aktenstapel oder Notizbuch?
00:19:52: Akten-Stapel ... Oder notizbuch?
00:19:56: Ich muss mich festlegen dann eher notizbuch.
00:19:59: Gibt es noch ein notiz buch oder wird das mittlerweile auch schon digital geführt?
00:20:03: Das meiste wird natürlich digital geführt aber in der Tat schreibe ich noch händisch relativ viel zum Beispiel ein Artikel oder irgendwas schreibe.
00:20:17: Ich kann mich damit irgendwie besser ordnen, also meine Gedanken kommen klarer raus und das ist präziser wenn ich tatsächlich händisch schrei be manchmal so Diskussionsstoff bei uns zu Hause auch mit den Kindern bin nicht davon überzeugt dass auch für die Schulen das der reine digitale Weg.
00:20:46: zu viel so Devices, also Tablets, Smartboards und so weiter.
00:20:57: Dass das so gut ist allein auch weil die Motorik natürlich dadurch unterbetont wird.
00:21:04: Ich habe oft früher oder bis heute wenn ich was mir unbedingt einprägen möchte Dann schreibe ich tatsächlich die Definition.
00:21:13: Schreibe als vollen Satz auf, auch wenn ich es nie wieder lese groß.
00:21:19: Aber über das Schreiben auf wundersame Weise geht's besser in die Birne.
00:21:26: Interessant!
00:21:28: Die Frage – planvoll organisiert oder spontan entscheiden?
00:21:33: Planvoll organisieren ist ein... Ist
00:21:36: das eine Lehre aus den Berufsjahren?
00:21:40: Ja Ja, ich glaube eher je mehr Menschen ich kennenlerne.
00:21:49: Man sieht es auch bei Kindern und Jugendlichen relativ früh spätestens ja bei Studierenden ein gewisser Wesens- oder Charakterzug.
00:22:01: das planvolle systemische oder systematische Arbeiten dass manche eher dahintendieren und andere sehr spontan sind.
00:22:11: Es ist nicht Wertengemein, sondern es einfach eine menschliche, so eine Eigenschaft.
00:22:19: Man kann alles gewiss sich aneignen aber wir sind alle unterschiedlich und es gibt spontane kreative Typen.
00:22:30: Und ich glaube da bin ich eher ... Tende ich nie in eine Richtung.
00:22:38: Sind wir mal bei den digitalen Medien?
00:22:40: Und da wäre meine Frage WhatsApp oder ein persönliches Telefonat?
00:22:46: Gute Frage, um... ...zum neunzig Prozent WhatsApp.
00:22:54: Ja mittlerweile.
00:22:54: Das ist mittlerweile ja weil es einfach einfach so über die Jahre normales Medium geworden ist.
00:23:01: Da finde ich ganz interessant Whatsapp-Texte kann man ja auch eine gewisse persönliche Note reinbekommen.
00:23:12: Absolut!
00:23:13: Wenn ich da als zum Schmunzeln, wenn ich die ersten so mal... ...wenn mein Sohn mir was gezeigt hat wie jüngere Generationen, wie lieblos oder komata ohne jegliche Anrede das meine ich Das ist für mich eher ein bisschen befremdlich.
00:23:35: Ich versuche da noch eine gewiss die Quette reinzubringen, aber das Telefonat ist ja klar immer noch im Alltag sowieso bei Freunden.
00:23:47: Ist das voll da?
00:23:50: Was sind Sie für ein Typ gerade wenn sie vielleicht auch so in Therapien setzen eher der aktive Zuhörer oder der Ratgeber und Sprecher?
00:24:01: wahrscheinlich?
00:24:01: beides kann man gar nicht so voneinander trennen.
00:24:03: genau Thema habe ich immer mal wieder auch mit jüngeren Kolleginnen und Kollegen.
00:24:12: Aus meiner Sicht ist entscheidend, wo mein Gegenüber steht und mit wem habe ich es zu tun?
00:24:24: Ich gebe mir zwei konkrete Beispiele.
00:24:28: wenn ich jemanden habe der in einer schwersten Depression feststeckt und praktisch Entscheidungsunfähig ist übernehme ich sehr direkt quasi die Führung und das Ruder zum Patientenwohl, weil wenn man so schwerst erkrankte oder schwererkrankte Menschen kennengelernt hat.
00:24:53: Das ist sehr befremdlich, wenn ich mich dann wie in Hollywood-Filmen als Analytiker hinsetzen würde und erst mal schweigen.
00:25:01: Das dient nicht zur Versehigung des Patienten.
00:25:08: Wenn ich aber jemanden habe, der die sehr reflektionsfähig ist, Entscheidungen sehr gut treffen kann dann nehme ich mich komplett zurück und bin eher auf Augenhöhe ein Berater.
00:25:32: Und gibt ihm quasi die fachliche Expertise mit auf dem Weg dass er oder sie für sich gute Entscheidungen treffen kann.
00:25:41: Deswegen gibt es da nicht eine therapeutische Haltung, oder Taktik.
00:25:47: Ich glaube das ist auch einfach obsolet.
00:25:53: also gehörte vielleicht vor fünfzig Jahren, dass die Therapeuten wenn sie einmal so und so ausgebildet wurden dem Menschen ihr Therapiekonstrukt überstülben.
00:26:08: Das hat heute auch mit modernen Therapiekonzepten ohne dies nicht zu tun, weil man arbeitet, wie man sagt, störungsspezifisch.
00:26:17: Also nicht so sehr das was ich gelernt habe sondern was die Erkrankung, was da im Grunde am wirksamsten nach Studienlage etc.
00:26:34: geboten ist.
00:26:36: Das sollte eingesetzt werden und wenn Ich das nicht kann, wie viele Dinge oder andere Menschen es besser können als ich.
00:26:46: Würde ich die natürlich auch primär dann eher vermitteln?
00:26:52: Oder in anderen Kliniken zu anderen Therapeuten etc.
00:26:57: vermittelen?
00:26:57: Weil ich weiß da gibt's dann Spezialisten und der Mensch ist dort besser aufgehoben weil man kann heutzutage unmöglich in allen Bereichen hochspezialisiert sein
00:27:09: kommt zu einem Thema, was finde ich gerade auch unsere Gesellschaft irgendwie ... Wo ich denke so Mensch wie entwickelt sich das grade?
00:27:17: Sind sie eher ein Optimist oder ein Pessimist?
00:27:19: Verletzteres hat man so'n bisschen für unsere Gesellschaft grade.
00:27:23: Ich bin sehr optimistisch von Natur aus.
00:27:25: Ja!
00:27:25: Ich glaube auch nicht da könnten wir ganz lang in so einem Podcast drüber reden.
00:27:31: Ähm... überhaupt zutrifft, so die In-Zeitstimmung.
00:27:41: Alles wird, wurde schlechter.
00:27:46: Klimawandel, Kriege und so weiter... Also ich sag das auch hab dieses Thema manchmal auch in der Klinik.
00:27:57: Wir haben sich unsere Großeltern gefühlt wenn wir jetzt im zweiten Weltkrieg wären
00:28:02: Ja, bestimmt auch nicht anders.
00:28:04: Also das ist ich glaube und in die Nachkriegsjahre wo basale Bedürfnisse nicht gewährleistet waren.
00:28:15: Von daher, ich glaube jede Generation hat ihre unterschiedlichen Herausforderungen und die Jugendlichen jungen Menschen von heute haben andere Probleme.
00:28:28: wiederum Als ich sie zu Studentenzeit hatte und so geht es eigentlich immer weiter, aber ich bin kein Freund davon allgemein zu sagen.
00:28:37: Es ist alles nur schlecht und wird immer schlechter.
00:28:44: Teile ich nicht die Auffassung?
00:28:46: Ich auch nicht.
00:28:46: übrigens da bin ich zusammen.
00:28:49: zum Abschluss die Frage Bauch oder Kopfmensch?
00:28:55: Ich muss mich für eins ja entscheiden, dann ... Kopfmensch.
00:28:58: Ja, ehrlich?
00:28:58: Kopfmensch doch.
00:29:00: Aber deswegen sagte ich, ich muss mir ja für eins.
00:29:02: Es gibt natürlich Situationen immer wieder, wo ich auf meinem Bauchgefühl höre privat oder im Job und dann kommen so Themen auch wie Intuition.
00:29:19: Wenn man in einer Egal, glaube ich, in welcher Tätigkeit wenn man in eine Führungsposition ist Man muss irgendwann entscheiden, sonst macht's ja niemand anderes für ein.
00:29:30: Und dann kann man aber Richtung ... Man kann nach links oder rechts gehen und dann lass ich mich im Grunde treiben und entscheide mich für einen Weg wohlwissend dass ich auch in den anderen Weg gehen könnte.
00:29:48: Aber wir sind nun mal da das jetzt die Entscheidung treffen müssen.
00:29:51: genau Vielen Dank für die Einblicke in das Privatleben.
00:29:55: Und jetzt wollen wir uns mit dem Thema Beschäftigung der Sendung, dem Thema Depressionen, in nachfolgender Rubrik!
00:30:04: Nachgefragt?
00:30:07: Ja Doktor Hecht ich hatte ja schon mal gesagt Wir hatten im Mai einen Kollegen aus unserem Mitarbeiter stamm bei Vitos zu Gast Der sehr offen über seine jahrelangen Depressionen auch gesprochen hat.
00:30:19: Das hat sehr viele Reaktionen nach sich gezogen und sehr viele Fragen.
00:30:23: Wir haben festgestellt, es ist ein großes Thema hier auch bei Vitos.
00:30:27: Aber wahrscheinlich auch in der Gesellschaft und deswegen hatten wir sie noch mal eingeladen um das Ganze vielleicht so'n bisschen aus einer erfachlicheren Richtung nochmal zu betrachten.
00:30:37: Und ich fang mal ganz leicht für mich jetzt leicht an.
00:30:40: Vielleicht ist es gar nicht leicht.
00:30:42: Was is eigentlich genau ne Depression?
00:30:43: Kann man das eigentlich beschreiben?
00:30:46: Wir können uns dem Thema ja mal annähern.
00:30:49: also Wichtigste vorweg Eine Depression ist eine sehr ernstzunehmende psychische Erkrankung.
00:30:58: Das kann ich gar nicht oft genug sagen oder betonen, weil in vielen Köpfen schwirrt manchmal noch so rum.
00:31:08: Naja... Jeder ist mal schlecht zufrieden wie wir im Amazon sagen, jeder ist mal schlecht drauf.
00:31:16: Also... Depression mal vielleicht ne leichte ... oder eingängige Definition.
00:31:23: und Depression sind ernste psychische Erkrankungen, die von Kern her den ganzen Menschen erfassen.
00:31:32: So wie er sich fühlt, wie er denkt, wie sie sich im Alltag verhält, wie es sich gibt.
00:31:40: Und das Wesen ist deswegen wird es unter Stimmungserkrankung quasi eingestuft, dass die Stimmung des Menschen wir alle haben wo wir beiden jetzt hier sitzen.
00:31:55: Wir haben eine gewisse Grundstimmung wie man durchs Leben läuft.
00:32:00: ich glaube das kann sich jeder vorstellen.
00:32:02: und die ist krankhaft qualitativ verändert.
00:32:10: Das ist quasi so das Wesen von Depressionen.
00:32:17: Was bedeutet das?
00:32:20: Zum Beispiel, dass die Stimmung... Daher kommt ja das Wort Depression aus dem Lateinischen heißt Niedergedrückt.
00:32:31: Das ist wörtlich.
00:32:32: Die Stimmung ist niedergedrügt, depressiv verstimmt.
00:32:37: was das bei einzelnen Menschen bedeutet.
00:32:40: es sehr sehr unterschiedlich was wir auch in der Klinik sehen oder was sich In der Ambulanz sehe.
00:32:46: Menschen können Sich leer fühlen Die können sich ausgebrannt erschöpft fühlen.
00:32:55: Wenn man sich mit Farben dem nähert, die Welt ist in einem grauen Nebel, in einem Schleier eingehüllt.
00:33:06: Man muss aber nicht traurig sein, tieftraurig ... Es geht so weit und das ist sehr, sehr quälen für Betroffene.
00:33:16: Man kann sich das im Grunde ... gar nicht so vorstellen.
00:33:19: Es gibt Menschen, die haben überhaupt gar keine Gefühle mehr.
00:33:24: Ein berühmtes Fachausdruckgefühl der Gefühllosigkeit und das muss man sich vorstellen.
00:33:32: also
00:33:34: ein
00:33:35: praktisches Beispiel wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt Man hat kleine Kinder und die kommen zur Tür, Hunde oder was auch immer.
00:33:47: Man kann ja machen, was man möchte und das Herz geht auf und man freut sich.
00:33:50: Man schwingt damit!
00:33:53: Das kommt alles zum Erlöschen.
00:33:57: also dass sich freuen können positive Emotionen... ...das ist nicht mehr vorhanden.
00:34:06: und da leiden Menschen natürlich auch darunter weil man merkt es zumindestens in den frühen Phasen.
00:34:14: Merkt man, oh oder wenn man Großeltern hier im Emsland die Enkelkinder und normalerweise freut man sich natürlich, wenn die Enkeln dann zu Besuch kommen.
00:34:26: Wenn dann die Großeldern merken, die Großmutter merkt, da kommt so ein kleiner Dötz an wo ansonsten schon am Strahlen ist das Kind strahlt, die Oma strahelt Da geht nichts mehr auf von der Gefühlslage.
00:34:45: Und dann kommen natürlich ganz viele andere Beschwerden, Symptome hinzu.
00:34:51: Ganz typisch sind ... Ich mag den Begriff eigentlich nicht so, weil technisch klingt Antriebsstörung.
00:34:58: Der Antrieb eines Menschen ist im Grunde wir alle haben eine Energie wie wir durch den Tag kommen auch heute Morgen.
00:35:05: Wir sind aufgestanden und man hat eine gewisse Akkuladung.
00:35:10: Das ist so dieser Antrieb.
00:35:14: Und Menschen fühlen sich im Grunde permanent erschöpft und müde oder die fühlten sich sehr gebremst, die haben innerlich zwar Energie aber es geht soweit dass sie im Bett liegen und im Grund wie eine bleierne Schwere in den Gliedern verspüren.
00:35:33: auch Depressionen verspürt man natürlich körperlich am Leib.
00:35:39: Wir können uns nicht trennen oder sagen, das ist nur was in der Psyche.
00:35:44: Jemand mit einer Depression fühlt sich auch körperlich einfach nicht mehr vital.
00:35:50: Fühlt sich platt ausgelaugt und kann alle möglichen zusätzlichen Beschwerden dazukommen.
00:35:57: Das sind die Hausarztpraxen natürlich voll davon.
00:36:00: Menschen haben Schwindel, die haben Übelkeit.
00:36:03: Die haben Kopfschmerzen, Rückenschmerzen ... Tinnitus, Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, sexuelle Funktionsstörungen und dahinter steht dann letztendlich eine eventuell noch nicht diagnostizierte Depression.
00:36:22: Weil das kommt alles – das sagt ich vorhin eingangs – eine Depression erfasst immer den ganzen Menschen in seiner kompletten Persönlichkeit.
00:36:34: Ich glaube man kriegt ein Gefühl dafür.
00:36:37: Das hat nichts damit zu tun, normale Traurigkeit.
00:36:40: Oder man hat ein paar Tage wo man schlecht drauf ist oder man hat sich gerade getrennt.
00:36:48: Man kennt sofort den Auslöser und man hängt in den Seilen und kann das aber immer zurückführen auf einen Auslöser.
00:36:58: Das gibt es bei Depressionen so nicht.
00:37:00: Und dann gibt es ganz viele unterschiedliche ... Ich sag mal Dinge, die Menschen belasten.
00:37:11: tatsächlich das häufigste Symptom überhaupt bei Depression.
00:37:15: Es wird vielleicht in einen oder anderen Zuhörerinnen wundern.
00:37:18: Das sind Schlafstörungen.
00:37:20: Also es gibt keine Depression ohne Schlafsterung.
00:37:26: Am häufigsten sind in der Regel Menschen können schlecht einschlafen und grübeln dann lang ... Die wachen morgens ganz früh auf.
00:37:35: Ist natürlich sehr quälen um drei, vier Uhr Immer wieder kommen irgendwelche teils sinnlosen Gedanken in den Sinn.
00:37:49: Das ist mit am häufigsten und in der Medizin gibt es so, im Grunde alles was typisch ist, gibt's dann auch das atypische.
00:37:57: In seltenen Fällen gibt's auch Menschen die haben ein zu hohes Schlafbedürfnis.
00:38:02: Die können teilweise sechzehn zwanzig Stunden pro Tag sind sie am schlafen.
00:38:09: Das sind eher so atypische Präsentationen, wie wir sagen.
00:38:15: Konzentrationsstörungen, also da könnte ich so weitermachen was alles dazukommt.
00:38:19: das Selbstwertgefühl geht richtig in den Keller.
00:38:24: Ich habe vor Augen eine junge Frau vor Jahren.
00:38:28: die war sonst ganz taf standvoll im Leben Die hatte, die war nachher entscheidungsunfähig überhaupt morgens zu entscheiden was sie anzieht für den Tag.
00:38:44: Was ja in der Regel eine Sache ist was ganz schnell geht dann ziehe ich mir halt etwas an manche grübeln vielleicht ein bisschen länger darüber aber die war die hat dann Stunden angebraucht überhaupt und hat sich wieder Sachen verworfen.
00:39:01: also man sieht wie auch Inhalt nicht.
00:39:04: Man ist nachher so hilflos, ambivalent und ängstlich, überängstlich.
00:39:10: Man zweifelt ständig an sich ... Das kommt alles dazu!
00:39:15: Wie?
00:39:16: Also das ist ja ein sehr breites Spektrum, ein sehr weites Feld.
00:39:20: Woran merke ich denn als jemand der vielleicht jetzt diese Anzeichen hat?
00:39:25: Woran merk' ich denn eigentlich?
00:39:27: Du solltest dich jetzt mal kümmern und damit zum Hausarzt gehen oder dich an jemanden wenden.
00:39:31: Weil das hat der Sven Janssen noch einmal so gesagt, mir war das am Anfang gar nicht bewusst.
00:39:36: Natürlich hab ich gemerkt, ich habe schlechter geschlafen.
00:39:38: natürlich habe ich gemerkt wenn ich aufgewacht bin die Spirale im Kopf war da.
00:39:42: natürlich habe Ich morgens gemerkt ich komme irgendwie nicht richtig raus.
00:39:45: aber diese Selbsterkenntnis zu sagen Also wie bei einer Magenerkrankung oder Magen-Darm okay alles klar du musst jetzt in die Apotheke Die hat man erst sehr spät Gibt es da eigentlich eine Art Frühwahnzeichen, wo man sagt, wachsam sein und drauf schauen?
00:40:02: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:40:05: Und in der Tat ... Es ist natürlich auch schwierig, weil in der Regel Depressionen entwickeln sich ja nicht von einem auf einen Tag, sondern so'n schleichender Prozess wie der Kollege bestimmt beschrieben hat.
00:40:19: Man isst ja betriebsblind.
00:40:20: wenn das so ... über die Wochen sich pö-a-pö entwickelt, dann ist das insbesondere wenn man einsam isoliert.
00:40:31: Ist es in der Tat auch schwierig zu erkennen?
00:40:34: Als Faustregel gilt natürlich ... Wenn ich sehe über, ich sag mal, die Wochen, das ist schon relativ lang.
00:40:47: Auch da gibt's keine klaren Vorgaben.
00:40:50: aber so, mehr als vier oder sechs Wochen merkt innerlich, was ist mit mir los?
00:40:57: Ich habe gar keine Energie mehr.
00:41:01: Ich schlafe so schlecht und ich kenne mich eigentlich gar nicht so.
00:41:04: oder eigentlich bin ich ganz resolut.
00:41:07: Ich komme im Job gut klar und mir fällt es jetzt schwer auf einmal überhaupt die und die Banalität im Alltag, das sich immer bisher gut hinbekommen habe durchzuführen, dann ist der allerwichtigste erste Schritt natürlich erstmal sich Hilfe zu holen.
00:41:29: Vielleicht erst mal überhaupt ins Gespräch zukommen.
00:41:33: was wir ja auch benötigen in quasi als Psychiater dass wir Angaben, wir sagen da mal fremd an der Nese, wir brauchen natürlich auch Angaben von dem Umfeld Ob das Familie ist, ob das Freunde ist oder ob das Arbeitskollegen sind.
00:41:51: Die merken ja in der Regel auch, jemand zieht sich mehr und mehr zurück.
00:41:56: Oder er tau... Also jemand sieht aus so ein ganz wichtiges Symptom bei Depressionen einen Interessenverlust wenn jemand begeistert bisher immer zum Fußball gegangen ist oder in den Chor egal was Das Umfeld merkt, Mensch du kommst gar nicht mehr jetzt zum Fußball.
00:42:21: Bitte nachfragen.
00:42:23: Also
00:42:24: aktiv angehen?
00:42:25: Auf jeden Fall!
00:42:27: Also das Umfeld Familie Freunde im Zweifelsfall einmal mehr fragen was soll passieren als zu wenig?
00:42:40: und für Betroffene da kommen wir jetzt eher so in den medizinischen Bereich, was aber ich sage mal nie untergehen darf.
00:42:49: Ich sagte vorhin dass Energielosigkeit Antriebslosigkeiten Hauptsymptomen von Depressionen darstellt müssen immer im Hinterkopf behalten.
00:43:00: es gibt ganz viele unterschiedliche körperliche Erkrankungen die genau das ja bewirken können und das sehen wir auch also einmal pro Monat sicherlich bei uns in der Klinik.
00:43:14: Zwei häufige Beispiele, wenn sie eine junge Frau sind und Sie haben einen starken Eisenmangel mit einer Blutarmut.
00:43:24: Was hat man dann?
00:43:25: Man hat keine Energie!
00:43:27: Wenn Sie zu wenig Blut im Körper haben laufen Sie kein Marathon.
00:43:32: also vielleicht steht hinter dieser Symptomatik gar keine Depression sondern tatsächlich ein schwerer Eisenmangell oder noch so'n.
00:43:43: Klassiker ist Sehen wir auch regelmäßig, sind Schilddrüsen unter Funktionen häufiger.
00:43:53: Seltene Fälle habe ich von einer Woche noch gesehen über Funktion ein bisschen anders aber der Klassiker ist eine schilddrüsene Unterfunktion.
00:44:01: Ist im Grunde so die schildrüsen Hormone unserer Motor wie wir laufen und wie wir durch den Alltag kommen und wenn nicht eine schwere schildrüsen Unterfunction haben Auch da, da ist die Akkuladung runtergefahren.
00:44:17: Und es wäre natürlich dann fatal wenn das übersehen wird und im Psychiater Hausarzt wie auch immer gibt dem Menschen ein aktivierendes Antidepressivum.
00:44:32: er müsste aber eigentlich Schilddrüsen-Hormone haben.
00:44:35: deswegen ist das auch so.
00:44:36: eine für jeden Zuhörer zuhörerin wichtige Take-home Message.
00:44:46: Bevor man überhaupt ja Depressionen diagnostizieren kann, darf gehört es sich das auch ernste körperliche Erkrankung ausgeschlossen werden.
00:44:57: Das bedeutet wenn man beim Hausarzt in der Regel ist wird er Blut abnehmen und die Hausärzte machen da die sind alle fit und die bestimmen diese Werte auch.
00:45:12: Was ich gerade sagte, dass wir routinemäßig bestimmt.
00:45:15: Auch die Schilddrüse ... Das wird fast immer dann gemacht.
00:45:20: Und dann ist man schon mal insofern auf der sicheren Seite, dass man ... Die häufigen Sachen sind dann schon mal ausgeschlossen.
00:45:29: Aber das darf natürlich nicht passieren, dass eine körperliche Erkrankung übersehen wird.
00:45:37: Ich möchte noch einmal bei dem Thema Ansprechen bleiben.
00:45:41: Wir sind ja bei FITUS auf viele Einrichtungen, viele Kollegen so untereinander und ich glaube das war auch ein Thema nach der letzten Sendung.
00:45:48: diese Frage Ja, ich merke dass mein Kollege irgendwie eine Veränderung hat Wann ist der richtige Zeitpunkt da die Person anzusprechen?
00:45:56: Und wie direkt darf ich sowas eigentlich tun?
00:45:58: was sich jetzt höre isst Rücht sehr direkt und klar auch sein, damit vielleicht ein Stück weit dieses Gespenst das so im Raum ist rausgenommen wird.
00:46:08: Ja ganz wichtige Frage!
00:46:11: Und ich gebe mal da oder ein Extrembeispiel.
00:46:16: Mal wieder kommt die Frage auf oder es hält sich so einen Mythos Wenn jemand Lebensmüde Gedanken hat also Suizidgedanken.
00:46:27: Dass man wenn man fragt Und auch direkt nach Suizidgedanken fragt, dass man das dem quasi einreden kann oder den Kopf setzen kann und dann suizidiert er sich.
00:46:41: Dann nimmt der sich das Leben ist.
00:46:42: genaues Gegenteil sollte der Fall sein.
00:46:48: Direkt nachfragen.
00:46:50: Man kann ganz konkret fragen Du ich mach mir Sorgen Mirs aufgefallen du bis jetzt Seit Wochen ständig reizbar, ich kann gar nicht mehr mit dir reden.
00:47:05: Zum Sport kommst du auch nicht mehr?
00:47:07: Ich wollte nur nachfragen geht's dir gut?
00:47:10: können wir drüber sprechen?
00:47:13: das wäre schon mal ein Einstieg und Ärzte müssen ohne dies Psychiater in jeder.
00:47:23: in ihrem Erstgespräch gehört immer direkt die Frage nach lebensmüden Gedanken.
00:47:31: Also wenn man sich wirklich Sorgen macht, sollte man immer sich überwinden.
00:47:39: das vielleicht für einen selbst ja auch eine Herausforderung.
00:47:45: Ich bin da quasi betriebsblind und mache das ja seit Jahren und für mich ist es eine ganz normale Frage kann mir aber vorstellen dass das auch Überwindungen kostet.
00:47:59: Aber dann direkt wirklich nachfragen, sinngemäß.
00:48:06: Ich hab Angst du hast da mal irgendwie so eine Bemerkung gemacht.
00:48:11: Darf ich mal direkt fragen?
00:48:13: Hast du schon mal darüber nachgedacht dir was anzutun?
00:48:17: Weil das ist dann wirklich ... Da sind wir mittendrin in so einer Frage Was kann das umfällt?
00:48:24: Was kann die Familie Freunde tun wenn derjenige sich dann öffnet und sagt ja Ich muss sagen, mir geht's richtig schlecht.
00:48:33: Und ich hatte schon so Gedanken ... Dann darf man natürlich nicht ein Jahr auf einen Termin beim ambulanten Psychiater warten, sondern dann ist in der Regel, sag mal, tagsüber der Gang notfallmäßig zu jedem Arzt.
00:48:52: In der Regel geht man ja erst zum Hausarzt in solchen superakuten Fällen, wenn jetzt jemand Zum Beispiel ein Emsländer, äh, Suizidgedanken hat.
00:49:04: Und er hat bisher nie damit zu tun gehabt.
00:49:07: Der geht dann zusammen Hausarzt, Hausärztin und der kann das in der Regel hervorragend einstufen einschätzen.
00:49:19: Und dann geht im Grunde so eine ja beginnt dort die ähm weitere Therapiekette.
00:49:26: unnotfalls wenn jemand so schwer betroffen ist, am selben Tag wird er noch im Krankenhaus aufgenommen.
00:49:36: Genauso wie wenn jetzt jemand einen Verkehrsunfall hatte ... Na ja, er kommt dann auch in die Klinik.
00:49:43: So ist das im Grunde die Analogie auch bei schweren psychischen Erkrankungen.
00:49:48: Wir hatten nach der letzten Sendung eine Rückmeldung, dass gesagt worden ist.
00:49:51: Mein Kollege lebt alleine zu Hause und hat gar nicht einen richtigen Umfeld.
00:49:55: Jetzt stelle ich das fest Ich spreche ihn an, oftmals ist da auch eine Scham da sich dann zu öffnen.
00:50:01: Ich wähne aber dass da Unheil im Gange ist so zu sagen Mensch was mach ich denn?
00:50:06: Also da sind mir ein bisschen die Hände gebunden.
00:50:08: habe ich gibt es da irgendeine Möglichkeit ich denke da gerade vielleicht in Richtung sozial-psychiatrischer Dienst dann nochmal so ne Hilfe anzusteuern die dann vielleicht von sich aus noch mal auf diese Person zugeht?
00:50:18: oder was sind da für Möglichkeiten?
00:50:23: quasi wenn ich wüsste, da gibt es vielleicht noch einen guten Draht zur Familie.
00:50:27: Manchmal ist das ja auch... Gibt's den nicht mehr oder gar keine angehörigen Freunde?
00:50:33: Die würde ich vielleicht als erstes informieren.
00:50:37: und dann was du gerade gesagt hast wir haben hier im Emsland ein hervorragenden sogenannten sozial-psychiatrischen Dienst.
00:50:45: Das ist ganz einfach gesprochen.
00:50:48: alle Städte Landkreise in Niedersachsen haben, eine Anlaufstelle.
00:50:55: Da sind fachlich sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, Sozialarbeiterinnen, Psychologen, Psychiater und die machen auch Hausbesuche.
00:51:10: Es ist primär kostenlos.
00:51:12: man kann sich dort melden auch als angehörige Freunde Und die sind exzellent geschult und werden sich dann ein Bild von der Situation machen.
00:51:27: Das ist ja auch, finde ich sehr schwierig erst mal überhaupt einen Überblick über das ganze Hilfsnetz zu bekommen.
00:51:35: Das sehe ich auch bei unseren jungen Assistenten manchmal Wenn die sogar das noch nicht überblicken, alles was ein Mensch machen kann.
00:51:44: Wie soll der Laie das dann machen?
00:51:47: Was ist alles an Unterstützung gibt und es gibt mehr als man meint.
00:51:52: Aber was ich daraus höre ist auch da Nicht hinterm Berg halt mit so einer Sache sondern aktiv werden.
00:51:57: also wenn Kollegen das merken nicht sagen Gut, ist hier Arbeit.
00:52:00: Interessiert mich nicht weiter und dann ... Du bist deines Glöckes Schmied?
00:52:04: Sondern aktiv vielleicht auch den Weg wählen!
00:52:06: Und wenn überhaupt nichts hilft, wenn es keine Familie gibt, vielleicht eher beim sozialpsychiatischen Dienst anzeigen ich mach mir Sorgen und dann passiert auch was.
00:52:15: Ja, ich hoffe das doch sehr.
00:52:17: wir sind das ist doch einer der großartigen Dinge hier auf dem Land noch dass wir im Grunde aufeinander aufpassen.
00:52:28: Wir sind nicht in der Großstadt, wo man im Hochhaus den Nachbarn noch nicht mal kennt.
00:52:39: Ich hoffe dass wir da aufeinander aufpassen und wenn es mir sehr schlecht gehen würde das mich mein Umfeld dann auch quasi mit an die Hand nehmen würde Hilfe, Anlaufstellen wie auch immer im ersten Schritt hinleitet.
00:53:03: Das ist also ... Ich glaube das ist einfach ein Riesen, eine tolle Sache hier im Emsland.
00:53:11: Auch wenn ich das manchmal sehe auf den Dörfern noch wieder die der soziale Verbund noch da ist, wie man aufeinander aufpasst Das ist schon gut.
00:53:27: Und auf jeden Fall ... man macht nie was damit verkehrt, nachzufragen und dann auch Hilfe anzubieten.
00:53:38: Jetzt ist es ja so, psychische Erkrankungen nach wie vor sind ein Tabuthema im Land.
00:53:44: So das ist mit Sicherheit besser geworden gefühlt würde ich sagen in den letzten Jahren.
00:53:48: trotzdem ist es immer noch so.
00:53:50: wir haben gerade drüber gesprochen.
00:53:52: einen mensch stellt war sich fest Da verändert sich gerade was, der Weg zum Hausarzt.
00:53:57: Manchmal ist es dann eben auch so, dass es eine begleitende Therapie mit Antidepressivern geben muss oder vielleicht sogar ein Klinikaufenthalt.
00:54:05: Das stelle ich fest, das ist in vielen Köpfen ein unglaubliches Problem weil irgendwie die Leute so Angst haben, was muss ich?
00:54:12: Dann kriege ich da irgendwelche Tabletten chemischen Sachen intos und die machen mich völlig anders vom Kopf her oder eine unglaubliche Angst da ist vor einem Klinikaufenthalt.
00:54:23: Das können Sie uns mit auf den Weg geben zu sagen, hey das ist sinnvoll und es ist nicht so wie man das denkt manchmal vielleicht.
00:54:32: Ja, das höre ich auch.
00:54:34: Ich sage mal fast jeden Tag auf jeder Visite die Bedenken und ich kann das total nachvollziehen.
00:54:44: Vielleicht mal die zwei drei Vorausbemerkungen Kein Arzt, kein Psychiater bekommt erst mal irgendwie mehr Geld oder mehr Zuwendung wenn er irgendeinen Medikament X Y Z verordnet.
00:55:04: Ich empfange ich persönlich zum Beispiel noch nicht mal Pharma-Vertreter in der Klinik.
00:55:11: Als sich die Leitung in Haselnünne übernommen habe hab' ich das quasi... mich davon losgelöst.
00:55:19: Ich handhabe so immer noch und das finde ich auch sinnvoll, wenn neue Medikamente auf den Markt kommen werden die Firmen dann eingeladen und dürfen das einmal vorstellen weil wir natürlich fachlich auch auf der Höhe bleiben wollen.
00:55:36: zum Thema Medikamenten jegliche Therapien Das trifft nicht nur auf Medikamente zu.
00:55:44: bei Depression richten sich und das sagen auch quasi Leitlinien, die wir in Deutschland haben.
00:55:51: Also Leit-Linien sind im Grunde medizinische Empfehlungen.
00:55:55: wie geht man mit bestimmten Erkrankungen fachlich um?
00:56:00: Die gibt es in Deutschland, die gibt's in den USA überall auf der Welt.
00:56:04: Und entscheidend ist dass der schwere Grad der Erkrankung bestimmt ob ein Medikament sinnvoll ist oder nicht.
00:56:17: Und dann, was der Mensch ... Ich sag mal Möchte oder nicht.
00:56:23: Manchmal mit Vor- und Nachteilen.
00:56:27: Und an die Depressiva sind keine Wundermittel?
00:56:30: Ich seh das aber jeden Tag.
00:56:33: Wenn jemand ... Ich geb mal konkretes Beispiel.
00:56:36: Oder wann kommen Medikamente in Betracht?
00:56:39: Wenn jemand eine schwere Depression hat... Viele können sich gar nicht vorstellen, was wir auch in Haselüne sehen.
00:56:48: Die Menschen sind so in ihrer Depression gefangen, die sind wahnhaft davon überzeugt.
00:56:55: Dass sie tot sind oder dass die verahmen.
00:57:01: Sie haben so viel Schuld auf sich geladen.
00:57:05: Diese Menschen sind im totalen Ausnahmezustand.
00:57:10: Die sind nicht wie sie normalerweise sind.
00:57:15: Das hat auch nichts damit zu tun das sie vielleicht gerade getrennt haben Die Kinder nicht gut in der Schule sind, die hat quasi eine Erkrankung überrollt.
00:57:27: Bei diesen Menschen ist es ein Kunstfehler, ich sage auch gleich warum sie nicht mit Medikamenten zu behandeln.
00:57:37: Warum ist das so wichtig?
00:57:40: Schweres Thema aber jedes Jahr in Deutschland suizidieren sich Zehntausend Menschen und die Zahlen sagen Vierzig bis siebzig Prozent sind allein auf Depression zurückzuführen.
00:57:58: Wahnsinn, ja.
00:57:59: Auch
00:58:00: im Emsland ... Ich kenne die genauen Zahlen, aber wir haben im EMS-Land jeden Monat auch Menschen, die sich das Leben nehmen und es ist immer so, dass Klischee, ich bin ja auch Psychotherapeut, v.a.
00:58:18: therapeutisch ausgebildet dass man im Grunde nur quasi gut genug mit denen sprechen muss oder die Probleme erkennen muss.
00:58:31: Oder beispielsweise, man spricht dann über die Trennung, über den Verlust und dann geht es ihnen besser.
00:58:39: Das gibt es auf jeden Fall.
00:58:42: aber entscheidend ist was ich gerade sage.
00:58:44: das hängt davon ab vom schwere Grad der Erkrankung wie tief steckt jemand in der Depression?
00:58:53: Und was dann?
00:58:53: kommen wir auf die Medikamente zu sprechen?
00:58:57: Die Kunst ist es im Grunde.
00:59:00: Jedes Medikament kann auch Nebenwirkungen haben, es gibt über dreißig Antidepressiva und die Kunst ist in dem Grunde das Medikamt zu finden womit derjenige einfach gut zurechtkommt.
00:59:17: Ich habe Patienten, die nehmen seit Jahren Medikamente ein, die kommen supergut zurechts.
00:59:24: Denen geht's von der Stimmung gut, die arbeiten wieder voll.
00:59:28: Und die haben Null-kommann-null Nebenwirkung?
00:59:31: Ich kenne aber auch Menschen, die brauchen zwei oder drei Medikamente und haben unerwünschte Wirkung.
00:59:40: Gewichtszunahme zum Beispiel oder sexuelle Funktionsstörungen ... Das ist ja genau dann die Kunst in der Psychiatrie mit den Menschen, sie dann wieder zu beraten an die Hand zu nehmen.
00:59:53: Okay, was können wir jetzt machen?
00:59:55: Stellen wir noch mal um.
00:59:59: Ansonsten, Antidepressivers aus dem Mythos machen nicht abhängig, sondern auch immer wieder betonen wenn man ... Auch im Emstant gibt es einen Schwarzmarkt oder in den Großstädten Wenn sie dann am Bahnhof irgendwo sind Sie können alles kaufen aber keine Antidepressiva.
01:00:22: Die ändern auch nicht den Menschen, das ist eine Befürchtung.
01:00:25: Genau,
01:00:27: ich habe Angst davor.
01:00:28: Das ist nie das Ziel von moderner Psychiatrie schon aus meiner Sicht seit Jahrzehnt nicht mehr.
01:00:37: Man wird ja nicht als Mensch geändert, sondern wenn man in eine Depression hineingerät, ist man quasi in einem Zustand wo ich einer ... Erkrankung, Störung habe wie auch immer ich sie jetzt bezeichne.
01:00:54: Und das Medikament bewirkt, dass ich wieder der bin, der ich zu guten Zeiten ja war.
01:01:03: Drogen machen was anderes?
01:01:04: Die kennt jeder drei Bier im Kopf.
01:01:11: Da ist man ein bisschen anderer Mensch.
01:01:13: Sie isst man eigentlich nicht und das machen dann Drohungen.
01:01:16: Das machen an die Depressive aber nicht.
01:01:19: Also kann man so ein bisschen einfach auch von medizinischer Sicht sagen, das Thema zu enttaboisieren und einfach zu sagen es ist eine unterstützende Geschichte.
01:01:28: um wieder klarzukommen vielleicht im ersten Schritt.
01:01:30: Absolut, absolut!
01:01:31: Das ist prima Formulierung und wir haben auch in Haselnünne auch ambulant.
01:01:36: Wir haben selbstverständlich Patienten die bekommen gar keine Medikamente Und den geht's aus gibt ja andere Therapieverfahren.
01:01:46: also die Therapie Die Behandlung von Depression ist ja nie nur ein Medikament, so sollte es nicht sein.
01:01:55: Sondern es gibt viele ...
01:01:57: Begleitende ...
01:01:59: Genau, Säulen der Behandlungen oder Bausteine.
01:02:02: Medikamente ist das eine.
01:02:04: Psychotherapie ist eine große wichtige Säule.
01:02:08: immer die Problematik.
01:02:09: Gerade auf dem Land bekomme ich überhaupt einen Therapieplatz.
01:02:13: Wie schnell geht das?
01:02:14: Dann gibt es andere biologische Verfahren noch der Therapie.
01:02:19: Das sind solche Sachen bei den schwersten Formen, die berühmte EKT-Elektrokonvulsions oder Elektrokampfterapie, Magnetstimulationstherapien.
01:02:30: Es gibt sogar der eine oder andere vielleicht mal im Fernsehen gesehen, es gibt auch einen bestimmten wie ein Herzschrittmacher.
01:02:40: Beim Hirnnerven, sogenannte Vagus-Nervstimulator.
01:02:44: Da gibt's viele andere wichtige Therapiebausteine.
01:02:46: Ergotherapie, Kunsttherapie, Sporttherapy ... Und das sind ja alles wichtige Therapiewausteine.
01:02:54: Deswegen es sind nie nur Medikamente.
01:02:56: Nur auch da, weil ich die Diskussion so oft oder diese Gespräche so oft gehabt hab, ich geb Ihnen ein Beispiel.
01:03:06: Jemand kommt zu mir mit einer Depression vom Hausarzt geschickt.
01:03:12: Und er sagt, ich bin seit Wochenmonaten ... Ich hab keine Energie mehr.
01:03:17: Ich bin permanent müde und
01:03:18: erschöpft.".
01:03:21: Wir wissen, Sport wirkt exzellent antidepressiv.
01:03:28: Jetzt vereinbare ich im ersten Schritt mit ihm.
01:03:30: Hör mal zu oder sag Marco, hör mal zu!
01:03:34: Wir sehen uns in zwei Wochen wieder oder drei Wochen.
01:03:37: Deine Aufgabe ist es jetzt, sechsmal zum Sport zu gehen oder sechs mal sich zu bewegen.
01:03:44: Was meinst du?
01:03:45: Ist das Problem dann wenn die wiederkommen?
01:03:48: Die sagen ich wollte wohl aber Ich bin zu müde.
01:03:54: Ja
01:03:54: genau diese diese Anzeigen
01:03:56: was macht man denn?
01:03:58: ja weil
01:03:58: dieser was ich gerade gesagt habe dass auch in der Verhaltenstherapie das ein sogenannter positive Aktivitätenaufbau das ist ganz wichtig.
01:04:06: nur Das ist das oft was, glaube ich, Laien nicht nachvollziehen können.
01:04:13: Wenn meine Akkuladung so weit unten ist, brauche ich erst mal und wenn es für ein paar Wochen oder wenige Monate ist quasi Rückenwendig.
01:04:24: Ich brauche einen Anschub.
01:04:27: Das machen Medikamente ...
01:04:29: Okay!
01:04:30: Wenn ich dann wieder oben auf bin, selbstverständlich, das gehört ja alles auch dazu zum Beratungskontext.
01:04:38: Muss sich die Kurve bekommen zur Selbsthilfegruppe zu gehen?
01:04:42: Es gibt auch im Ämtern es gibt ein Lauftreff bei Depressionen.
01:04:46: Ich gehe dann wieder zum Sport.
01:04:49: wenn's dann richtig gut läuft kann nicht in Absprache mit meiner Ärztin, mit meinem Arzt wie auch immer kontrolliert die Medikamente dann auch reduzieren.
01:05:01: Aber was mache ich, wenn ich einfach nur in den Seilen hänge?
01:05:06: Und manche können sich auch da ... Ich bin ja Krankenhauspsychat, deswegen sehe ich so die schwerste Erkrankten Menschen.
01:05:13: Wir haben das Vor- und das Beispiel gegeben, was mache Ich, wenn jemand sich nur noch zu Hause einigelt?
01:05:19: Und er kommt gar nicht mehr!
01:05:22: Ich glaube vielen Menschen ist nicht bewusst.
01:05:25: Depressionen können wirklich das Leben akut vital bedrohen.
01:05:31: Das ist wie so ein Herzinfarkt, wir haben Menschen die nicht mehr richtig trinken, die zwanzig dreißig Kilo abgenommen haben weil sie so in den Seilen hängen, die essen und trinken gar nicht mehr und sind brauchen Infusionen, die müssen schnellstmöglich in die Klinik kommen.
01:05:54: bei diesen Patienten Was soll man machen?
01:05:59: Soll ich sagen, hör mal zu.
01:06:00: Der liegt seit Wochen mehr oder weniger den ganzen Tag im Bett kommt gar nicht mehr raus.
01:06:06: Wenn ich dem sage du musst jetzt Sport machen Dann ist er natürlich der denkt was ist das
01:06:12: von mir genau Genau
01:06:14: dass.
01:06:15: das demotiviert ihn ja noch mehr und das meint Ich auch mit was man als Therapeut wissen muss Wann nehme ich wen wie an die Hand?
01:06:25: Wenn jemand sehr schwer erkrankt ist, wird man deutlich aktiver und nimmt ihm auch am Anfang erst mal die Entscheidung ab.
01:06:33: Weil er entscheidungsunfähig ist im Rahmen seiner schweren Depression.
01:06:37: Also es gibt nicht den einen Weg, sondern wie Sie schon gesagt haben, man muss immer das Individuum sehen und dann auch einen individuellen Weg.
01:06:45: Man kann jetzt nicht sagen Medikamente und alles ist gut, sondern es braucht ein abgestimmtes Verfahren oder ein Programm was auf der Menschen zugeschnitten ist.
01:06:53: Genau
01:06:53: richtig!
01:06:53: Das ist quasi der optimale Fall dass man genau gucken muss... Wie geht es einem Menschen?
01:07:06: Bestimmt quasi den Schweregrad, da fließt viel Diagnostik mit ein.
01:07:13: Was möchte der Mensch?
01:07:16: Er muss natürlich immer in der Lage sein selbst entscheiden zu können und dann erstellt man individuell was zur Verfügung steht.
01:07:26: Das klammert man ja immer außen vor.
01:07:29: nur das ist ja ein riesen Problem.
01:07:31: dass werden die Zuhörerinnen Alle bestätigen können.
01:07:36: Wenn ich jetzt ... Die Probleme fange oft an, wenn ich weiß, okay, ich habe zum Beispiel eher eine leichte Depression oder die ist noch nicht so, dass sich nach Asylön in die Psychiatrie muss und Psychotherapie täte mir jetzt gut, da erst mal einen Platz zu bekommen, ist ne ganz große Herausforderung.
01:07:59: Also Gelinde gesprochen.
01:08:02: Da war so die Hoffnung.
01:08:05: Manche kommen damit sehr gut zurecht, um Zeit zu überbrücken.
01:08:08: Gibt es mittlerweile abgekürzt, das nennt man DIGAS-Digitale Gesundheitsanwendungen?
01:08:16: Die können in der Tat auch sehr einfach aus Ärzte, Fahreärzte sowieso verordnen.
01:08:21: Da gibt es durch Studien belegte Programme wo die Betroffenen bekommen dann ein Freischaltcode von ihrer Krankenkasse Und oft sind das so faltenstherapeutisch angelehnte Therapieprogramme.
01:08:40: Dann geht man über sein Smartphone, über den Computer.
01:08:45: Es gibt auch Chatfunktionen aber ... Man durchläuft quasi wie so Depressionsprogramme und zur Überbrückung ist das natürlich der Gedanke ganz gut.
01:08:57: Meine persönliche Erfahrung ist da, da sind wir so ... Wir sind soziale Wesen, die ersetzen nicht den menschlichen Kontakt.
01:09:07: Aber als Übergang?
01:09:08: Genau richtig.
01:09:10: Gut geeignet!
01:09:13: Kann man so ein bisschen sagen, Medikamente helfen dabei wieder etwas mehr Kraft und Stabilität zu bekommen.
01:09:20: auf der anderen Seite aber begleitend ist Psychotherapie total wichtig damit dann noch mal langfristig besser mit den Belastungen umgehen kann
01:09:29: Absolut.
01:09:30: Das ist gut formuliert.
01:09:32: und dass man natürlich auch hinguckt, was hat dazu ... Ich formuliere das mal so vorsichtig.
01:09:40: Was hat dazu beigetragen?
01:09:43: Dass ich jetzt in diese Depression reingerutscht bin.
01:09:47: Und ich formulier das deshalb so.
01:09:52: Weil es mit Nichten immer Auslöser geben muss für Depressionen.
01:09:59: Mir geht's sehr gut vom Kern.
01:10:01: Für mich gesund, körperlich-psychisch.
01:10:04: Ich könnte aber heute in einem Jahr ... In einer schwersten wahnhaften Depression sein davon überzeugt, dass meine Versicherung den Krankenhausaufenthalt noch nicht mal zahlt und ich mich aufhängen möchte ohne Großauslöser.
01:10:21: Also kann der Depression jeden treffen?
01:10:23: Jeden!
01:10:24: Und insbesondere wenn Es gibt Familien, wir wissen es gibt quasi eine genetische Disposition.
01:10:37: Im Grunde bekommen wir von unseren Eltern, bekommen wir Gene mit und wenn die Eltern beispielsweise beide schon mit Depressionen zu tun hatten damit kämpfen mussten erhöht sich mein Risiko natürlich.
01:10:57: Wenn ich eine hohe, genetische quasi Neigung habe können eher auch kleinere Auslöser dann das fast zum Überlaufen bringen und dann werde ich tatsächlich klinisch.
01:11:14: also von den Symptomen her rutsche ich in eine Depression.
01:11:18: Aber das ist überhaupt nicht so dass es immer Auslöser gibt.
01:11:21: aber genau da und das ist natürlich unglaublich wichtig hinzugucken Ich hab jetzt ne Depression.
01:11:29: Wie läuft es?
01:11:30: Die zwei großen Standbeine, die wir haben ist im Grunde unser Privatleben und Job.
01:11:36: Und da muss man natürlich hingucken wie läuft's privat also der Beziehungsebene, wie läufts familiär mit Freunden?
01:11:48: und natürlich auch die große Baustelle wie sieht aus dem Job wenn ich da permanente Überforderungen habe?
01:11:59: Na ja, dann ist es eine Frage der Zeit, dass ich an meine Grenzen komme.
01:12:06: Man kann sagen, ich bin chronischer Dauerstress und das wird fast jedem mittlerweile klar sein.
01:12:15: Chronischer Stress!
01:12:18: Dass chronisch zu viel ist für Körper-, Geist-Katastrophal.
01:12:25: Das ist auch durch Studien gut belegt.
01:12:29: der akute Stress Dafür sind wir gemacht, das brauchen wir.
01:12:33: Das ist auch
01:12:34: gut.
01:12:35: Man kann durchaus mal eine stressige Jobphase haben oder privat.
01:12:42: Das Problem ist wenn wir nicht regenerieren und Pausen haben, wenn wir permanent unter Spannung sind ... Und das geht lange Zeit!
01:12:52: Wenn es zum Beispiel beim Job unglaublich stressig ist dann kommt noch ein privates Problem dazu oder Kinder werden krank Man ist kurz vor Trennung.
01:13:04: Dann quasi bricht man zusammen und dann rutscht man, kommt man in eine depressive Phase hinein.
01:13:13: Und da setzt natürlich auch insbesondere nach der akuten Phase Wenn ich mich erstmal stabilisiert habe Da setzt dann wiederum die Psychotherapie an Auch schon natürlich präventiv zu wirken Damit nicht ein halbes Jahr später oder ein Jahr später in die nächste Depression reinrauschen.
01:13:36: Also das ist, habe ich auch immer mal wieder.
01:13:40: da sind eher so ... Ich gebe mal ein Beispiel, was jeder nachvollziehen kann.
01:13:46: Manchmal hab' ich Männer Mitte Fünfzig arbeiten extrem intensiv, chaotische Lebensführung zu viel rauchen, zu viel saufen und so weiter.
01:14:01: Die kommen dann und sagen ich bin im Burnout wo ich eine Depression diagnostizieren würde.
01:14:08: Und die haben dann im Grunde an mich so ein Reparaturanspruch.
01:14:13: Mach mich mal schnell wieder... mach mal selbst.
01:14:16: wenn das gelingt, dann sage ich manchmal wörtlich gucken sie mal selbst Wenn uns das gelinkt was gut sein kann.
01:14:22: aber Wenn Sie im Dreivierteljahr nicht zu uns wiederkommen, kommen Sie mit dem Herzenfakt oder Schlaganfall usw.
01:14:30: Das ist quasi ... kommt mir in den Sinn wenn ich über eine Psychotherapie, dass man wirklich noch mal beleuchten muss.
01:14:38: Was muss sich verändern?
01:14:39: Genau!
01:14:42: Ich hab mal eben jetzt nochmal ne Frage aus Arbeitgebersicht.
01:14:45: also Vitos zum Beispiel ist ja auch ein großer Arbeitgeber und ich weiß z.B.
01:14:49: auch aus der Personalabteilung und aus eigener Erfahrung dass das oft so ein Spagat ist.
01:14:55: Natürlich will man offen sein, natürlich muss man vielleicht auch klar sein in Gesprächen.
01:15:01: aber genau diese Offenheit versus Arbeitsrecht ist oftmals ein großes Problem.
01:15:06: gibt's da Ein Rat oder ein Tipp, wie ein Arbeitgeber das gut händeln kann.
01:15:11: Weil auf der einen Seite Offenheit Transparenz wird immer überall gewünscht aber man kennt natürlich auch diese Fälle wo dann Arbeitnehmer hinterher sagen ja mein Arbeitgebe habe ich überhaupt nicht unterstützt oder hat mich fallen lassen was aber ja oftmals gar nichts mit dem Fallenlassen zu tun hat sondern einfach auch eine Mitarbeiter für Sorge zu sagen wir müssen Klar sein wir bei dieser Thematik, oder ... Also der Weg zu sagen, wann gehe ich da auch rechtlich in ein Gespräch mit Blick auf Arbeitsrecht?
01:15:40: Das ist schwierig manchmal.
01:15:42: Ja.
01:15:43: Ich glaub, auch da wird's keine für jeden Betrieb-Unternehmen die eine Lösung geben.
01:15:53: Es muss ja schon mal guter Arbeitgeber vom Kerner sein, wenn überhaupt ne Sensibilisierung dafür da ist für das Thema.
01:15:58: Oft nicht!
01:15:59: Das ist
01:15:59: oft nicht der Fall.
01:16:02: Und ich gebe mal ein Beispiel, wie komplex das ist.
01:16:07: Vor zwei Wochen habe ich mit einer Patientin die ich lange kenne ... Die wird jetzt sechzig.
01:16:17: Die arbeitet im Vierschichtsystem.
01:16:20: Die hat zwei-, dreimal eine schwere Depression gehabt und wenn man ehrlich ist, kann das im Grunde nicht mehr.
01:16:31: Die kann das nicht mehr, was zu jungen Jahren in jungen Jahre noch geht.
01:16:37: Lange Rede der Arbeitgeber und auch das kann ich das jetzt kein überhaupt nicht unternehmensbashing.
01:16:45: Ich bringe dieses Beispiel auf wie kompliziert das ist?
01:16:49: Der Arbeitgebersagt kategorisch nein es gibt's nicht Alle Mitarbeiter bleiben im Vierschichtssystem.
01:17:00: Dahinter steht natürlich die Befürchtung, wenn wir jetzt sagen du hast nur noch zwei Schichtsssystemen früh und spät?
01:17:08: Eine Woche später habe ich hier zwanzig ärztliche Attestebescheinigung, dass keiner mehr im Vier-Schicht-System arbeiten kann.
01:17:17: Das glaube ich beleuchtet ganz gut dieses Spannungsfeld wie schwierig das ist Arbeitnehmer-, Arbeitgeber.
01:17:26: Aber wichtig ist, dass
01:17:30: überhaupt
01:17:30: Strukturen geschaffen werden.
01:17:33: Ob das ein betriebliches Eingliederungsmanagement ist?
01:17:43: Ob das Strukturen über den Betriebsarzt sind?
01:17:46: Ob es präventive Maßnahmen zur Mitarbeitergesundheit gibt?
01:17:58: gut sind, um die Mitarbeiter mitzunehmen.
01:18:03: Aber es wird nie befürchtigt nur die eine Lösung geben und da sind natürlich auch... Da muss man auch sagen, da habe ich eine klare Auffassung.
01:18:13: Es ist nicht immer Aufgabe des Arbeitgebers sondern was ich so immer wieder beobachte aus der Außenperspektive wie wichtig es ist Und das gehört auch, wenn man es kann dann in dem Bereich der Eigenverantwortung.
01:18:37: Bei der Arbeit ist da weder eine permanente Überforderung
01:18:44: noch
01:18:45: Unterforderungen darstellen.
01:18:48: Die zweite große Säule ist, man braucht um eine Sache langfristig machen zu können.
01:18:55: in irgendeiner Form muss man eine sinnvolle Tätigkeit für sich erkennen können.
01:19:03: Und ich bin Realist genug, es muss auch Menschen geben in jeder Gesellschaft die Jobs übernehmen wo ich denke das könntest du nie.
01:19:15: und Das ist dann leicht für mich zu sagen erkenne mal den Sinn darin wenn du Weiß nicht die Kanalisation da sauber machen musst.
01:19:27: Aber ich spreche so aus der Innen aus dem Innenerleben, wenn man grundsätzlich in seiner Tätigkeit eine Sinnhaftigkeit verspürt hat.
01:19:42: Das ist immens wichtig für die allgemeine psychische Gesundheit.
01:19:46: Für das habe ich ja ganz oft auch mit Menschen.
01:19:49: dann eher kommen dann Menschen in der Regel und dann ist manchmal die Depression, die gesunde quasi Krise was das alles aufgebrochen hat, die sagen nee ich mir reicht's jetzt.
01:20:05: Ich kann nicht mehr in diesem Umfeld.
01:20:08: Ich möchte das einfach nicht mehr.
01:20:10: Das ist für mich nicht gesund aus den und den Gründen selbst wenn es dass das das rechte Maß da ist.
01:20:18: aber es ist so eine stupide Arbeit die widert mich an.
01:20:25: Dann muss man aber auch eigenverantwortlich im Grunde sagen, okay jetzt such ich mir was anderes so gut es geht und dann wird's natürlich tricky manchmal.
01:20:36: Auch wie altman ist weil diese Patientin war sich vorhin sagte Es ist in unserer Gesellschaft Natürlich brutal schwierig wenn nicht sechzig bin dann was was vernünftiges zu finden.
01:20:47: Geht da Ihrer Meinung nach ein Arbeitgeber zu weit, wenn er so was aktiver anspricht?
01:20:51: Also das wäre nämlich jetzt meine nächste Frage.
01:20:55: Ich möchte da aus dem Beispiel heraus auch diese Frage noch mal stellen.
01:20:58: eine Mitarbeiterin die eben in der Depression reingerutscht ist, die genau diesen Weg mitgemacht hat.
01:21:04: Klinikmedikamente so, Arbeitgeba über Gesundheitsmanagement, Bemgespräch und so weiter, diesen Weg auch begleitet.
01:21:13: Jetzt ist sie wieder da Und arbeitet und man stellt fest, oder die Mitarbeiterinnen fühlen sich gut.
01:21:23: Die sagen ich glaube die Medikamente schlagen an mir geht's besser Ich bin aktiver.
01:21:28: Man stellt aber auf der Arbeit bei der Arbeitsleistungsfest hat sie überhaupt nichts getan.
01:21:33: Da ist auf der einen Seite ein sehr positiver Weg für den Mensch selber.
01:21:37: Jetzt sitzt man als Arbeitgeber da und denkt, willst du das jetzt wieder kaputt machen?
01:21:41: Oder ihm die Kante geben und sagen, dass sehen wir aber überhaupt nicht so.
01:21:47: Was ist dann guter Weg?
01:21:48: Das ist unglaublich schwierig damit jemandem ins Gespräch zu gehen.
01:21:51: gleichzeitig denke ich also mitarbeitende fordern immer offenheit und transparent.
01:21:57: dann ist das auch recht eines Arbeitgebers, da man bezahlt diesen Menschen ja auch.
01:22:02: Da sehr offen und ehrlich mit umzugehen?
01:22:03: Ja selbstverständlich, es muss man ja auch!
01:22:06: Es geht hier immer darum aus meiner Sicht – ich kenne ja sowas natürlich auch aus Mitarbeitergesprächen – Man wird bezahlt für eine durchschnittliche.
01:22:22: Eine durchschnittliche Leistung ist ja Arbeit pro Zeit, was man bewältigen muss.
01:22:29: Der Arbeitgeber darf nicht fordern dass da jemand immer Superleistungen erbringt sondern quasi gemessen am Durchschnitt.
01:22:41: das darf man erwarten und es ist auch Ich sehe ein viel größeres Problem.
01:22:47: Es ist maximal frustrierend für alle anderen Arbeitskolleginnen,
01:22:53: wenn
01:22:53: ich sage mal jemand ist dort und quasi erbringt die erwartete Leistung dauerhaft nicht.
01:23:05: das muss man ansprechen Und dann schauen woran liegt es gibt es?
01:23:12: Ich sag mal kann man Noch Dinge verbessern als Arbeitgeber.
01:23:18: Kann man Insellösung finden?
01:23:22: Kann der diejenigen einer Nische arbeiten, was eine Win-win Situation ist und dann wird es trotzdem Situationen geben wo man sagen kann so geht es nicht weiter.
01:23:33: Dann muss man natürlich immer noch über die Zeit schauen was ja dann eventuell sein kann, dass wenn erkrankungsbedingt langfristig die normale Leistung nicht erbracht wird.
01:23:47: Dass es dann zum Beispiel in eine Teilerwerbsminderungsrente geht oder
01:23:54: Aber was ich so höre, bei ihnen ist die Sintaschur für Klarheit auch.
01:23:57: Also weil natürlich beim Arbeitgeber und den Personen – wir sind ja immer noch Menschen – immer der Gedanke da ist jetzt gibt es da irgendwie einen positiven Ansatz?
01:24:06: Und ich mach' den vielleicht wieder kaputt mit meiner Ansage als Arbeitgebers.
01:24:11: Das reicht hier nicht!
01:24:14: Auch da, ich bin nicht ein Freund.
01:24:15: Da zieht man sich permanent.
01:24:17: Man kann ja nicht seine Mitmenschen nur wie Rohreier dann mit einem Samthandschuh anfassen.
01:24:23: Es ist ja einfach ... Ton macht auch die Musik und wenn man einfach ein sachliches Gespräch führt... Dann noch, wenn man möchte oder die Person noch ... Ich sag mal jemand von der Mitarbeitervertretung zur Unterstützung dabei haben möchte, das sollte man alles anbieten.
01:24:47: Aber selbstverständlich muss man ja thematisieren?
01:24:50: Wie soll es anders gehen?
01:24:51: also ...
01:24:54: Dr.
01:24:54: Hecht, ich hab's am Anfang gesagt so ist immer noch stark mit Charme und Schweigen verbunden.
01:25:02: was glauben Sie braucht in der Gesellschaft oder auch bei den Menschen die erkrankt sind damit wir da ein anderes Bild auf diese Gesamterkrankung kriegen?
01:25:12: sind wir da auf einem guten Weg?
01:25:13: Ja,
01:25:14: ich glaube schon.
01:25:15: Also war es im letzten Jahr oder schon vorletzten Jahr hat sich der Trigema-Gründer dieser Wolfgang Krupp...
01:25:28: Genau!
01:25:29: Der hat ja einen schweren Suizidversuch unternommen im Rahmen einer Altersdepression.
01:25:36: Ich finde das ganz großartig wenn solche Betroffenen das auch publik machen.
01:25:44: Ich glaube, wir stimmen darüber überein dass er keine finanziellen Sorgen haben wird.
01:25:50: Er wird ein soziales Netz haben.
01:25:53: und was hatten wir vorhin ja mal in den Raum geworfen?
01:25:56: jeden jeder von uns kann eine psychische Erkrankung entwickeln.
01:26:05: die Zeiten... Und ich bin da auch nicht so sicher.
01:26:08: also wenn ich jetzt auf unser Emsland schaue.
01:26:13: Einzelne Idioten gibt's immer, das wird es auch immer geben aber ... Ich teile das nicht, dass wie das vielleicht vor dreißig, vierzig Jahren war, wenn jemand offen damit umgeht, dass er Depressionen hat oder andere psychische Probleme, dass das auf Ablehnung, Sanktionen, auf irgendwas trifft.
01:26:39: Ich persönlich nehme das gar nicht so wahr und rechne das eher auch, wenn ich das höre im Freundesbekanntenkreis wie auch immer.
01:26:49: Ich rechneh den das eher hoch an, dass die mit offenen Karten da spielen.
01:26:54: Und wenn man auf Social Media unterwegs ist... Da komme ich manchmal eher so an die Grenzen, der und der Promi jetzt schon wieder berichten da und darüber.
01:27:11: So aus meiner Brille komme ich meinmal ja jetzt haben wir es alle verstanden.
01:27:16: aber ist natürlich im Übergeordneten gut dass das Menschen für das Thema sensibilisiert werden.
01:27:24: Und ich glaube dazu, so schlecht es dann auch ist neue Medien sind das auch wieder gut.
01:27:28: Weil ich glaube man bekommt heutzutage relativ schnell Informationen zu Themen auch zu einem Thema wie Depressionen.
01:27:36: Ich glaube auch eine Sendung wie heute oder eben von dem Kollegen Sven Janssen wo Betroffene über sich reden werden Leuten helfen und werden vielleicht Leute dazu führen den richtigen Schritt zu tun Und insofern macht mir diese Sendung ja Erhoffnung.
01:27:52: Also, was ich jetzt so mitnehme für mich ist auf jeder Ebene soziales Netzwerk egal ob es im Beruf ist oder in der Familie wenn ich sehe jemanden geht das nicht gut einfach mal ansprechen und sagen hey mir fällt etwas auf und wie geht's dir eigentlich auch diese Frage mal zu stellen?
01:28:08: Auch wenns vielleicht muss ja nicht immer was Schlimmes sein kann man ja auch einfach so machen zu sagen wie geht sich denn eigentlich Ansonsten eben medizinische Therapie und Gesprächstherapie unterstützend, wichtig und sinnvoll.
01:28:19: Und nicht so schlimm wie man denkt das wollen wir hier ganz klar auch noch mal aufzeigen.
01:28:24: und eine wichtige Geschichte also insofern eher ein Thema wo man bei aller Vorsicht natürlich für den Schweregrad einer solchen Erkrankung sagen kann es gibt genug was helfen kann und das können sie glaube ich sein dass habe ich auferstanden.
01:28:38: Es gibt viele positive Beispiele, die mittlerweile gut mit dieser Erkrankung leben können und für sich auch gut alt werden können damit.
01:28:47: Absolut!
01:28:48: Hundertprozentig würde ich das so unterstreichen und möchte immer wieder betonen, Depressionen sind vom Kern her ja gut behandelbar.
01:28:59: Wenn ich das erste Mal insbesondere in eine Phase reinrutsche ist das Wichtigste dass ich mir Hilfe und Unterstützung hole.
01:29:09: Das haben wir, das haben wir hier auch im Emsland.
01:29:11: Und ich kenne etliche Menschen, die haben einmal in ihrem Leben ... Einmal haben sie eine depressive Phase durchgemacht und hatten nie wieder was.
01:29:25: Nie wieder was!
01:29:27: Und ich weiß es ja nicht beim ... Das würde ich nicht sagen, wenn ich jetzt jemanden habe der fünf Mal schon bei uns in Asylünne war Medikamente nimmt die Wahrscheinlichkeit, wenn der seine Medikamente wieder absetzt.
01:29:42: Dass er wieder in eine Depression reinrutscht ist über neunzig Prozent.
01:29:48: aber wo ist der Unterschied?
01:29:50: Es gibt Menschen mit Diabetes, mit chronischen Darmen Entzündungen, die müssen Medikamenten einnehmen und kommen dann gut mit ihrem Leben zurecht.
01:29:59: Wenn ich aber ganz am Anfang bin und stecke das erste Mal da fest Und alles ist, ich sag mal grau und es ist sinnlos.
01:30:12: Ich sehe keinen weiteren Weg mehr.
01:30:15: Die Take-home Message ist Gipthilfe.
01:30:20: Die gibt's dann auch zügig sehr schnell.
01:30:25: Wichtigste erste Schritt und das sagen auch immer wieder Betroffene war so wichtig dass sich gekommen bin
01:30:34: Den
01:30:35: ersten Schritt machen.
01:30:36: Und es sind manchmal auch bewegende quasi ... Bewegende Momente, wenn ich einen total fleißigen ... Ich sag das mal bewusst so ganz normalen Emsländer vom Dorf.
01:30:52: der Vater hat sich suizidiert als er zwölf-dreizehn war und Der kam zu mir in einer schweren Depression, der war nie im Krankenhaus.
01:31:05: Und er sagte dann irgendwann ... Da kriegt man wirklich eine Gänsehaut.
01:31:08: Er sagte dann, ja echt?
01:31:11: Wenn ich ehrlich bin, wenn nicht gekommen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob ich noch leben würde.
01:31:17: und der hat selbst auch Kinder.
01:31:21: Und das auch.
01:31:23: Der war nie am Krankenhaus!
01:31:25: Also auch das gibt es... Und deswegen lohnt es sich immer, ich sag mal erst aktiv zu werden und versuchen
01:31:36: für
01:31:38: individuell, für jeden Betroffenen das Beste rauszuholen.
01:31:42: Die Schwierigkeit, dass mir absolut klar ist jedes Land, jedes Gesundheitssystem hat seine Schwierigkeiten und sich erstmal zurechtfinden.
01:31:51: Es ist ja ein Dschungel.
01:31:54: Aber Dinge ... Einfach halten, es gibt auch tolle Anlaufadressen im Internet.
01:31:59: Es gibt die deutsche Depressionshilfe ...
01:32:03: Telefonsäelsorge?
01:32:04: Telefonsealsorge,
01:32:05: die machen tolle Arbeit!
01:32:07: Es gibt Krisenschätts mittlerweile.
01:32:09: Alle haben irgendwie Zugang zum Internet.
01:32:14: Wenn man einmal bei Google einfach eintippt Hilfe bei Depression oder habe ich Depression Boom, boom, boom kriegt man sofort Anlaufadressen und da kann ich schon mal gucken auf einer seriösen Seite.
01:32:30: Die sind auch immer findet man sofort gleich oben auf Und dann geht ja alles seinen Gang.
01:32:39: aber das ist überhaupt erst Mal diese erste Schritt die den ersten Schritt zu machen ist.
01:32:44: dass ist das auch nur
01:32:45: Und nicht aushalten, halbes Jahr bis es dann richtig in das Kind in Brunnen gefallen ist.
01:32:49: Sondern ruhig auch schneller aktiv werden und zum Beispiel über Google mal so eine Plattform oder auch Telefonseelsorge anrufen und mitteilen was einen bewegt und dann schauen was passieren kann.
01:33:01: Absolut!
01:33:02: Ja Doktor Hecht vielen Dank.
01:33:03: zum Schluss des Gesprächs an Sie nochmal ganz persönlich die Frage warum machen sie ihren Job gerne?
01:33:10: Ich arbeite jetzt bald ja seit dreißig Jahren in der Medizin und ich genieße es sehr täglich mit Menschen Kontakt nach wie vor zu haben.
01:33:25: Ich erlebe das, was ich vorne gesagt habe als sehr sinnvolle Tätigkeit.
01:33:30: Ich würde nichts anderes machen wollen.
01:33:35: Das Berufsfeld des Psychaters ist sehr ... sehr bunt und abwechslungsreich.
01:33:41: Ich erlebe, sag ich den Assistenten auch immer wieder jede Woche, erlebe ich auch irgendwie Situationen wo ich denke du hast so viel schon gesehen und gehört aber es ist doch wieder ein bisschen anders und neu und von daher bin ich sehr zufrieden mit meiner Berufswahl.
01:34:06: Sehr schön!
01:34:07: Abschließend habe ich noch eine besondere Aufgabe für meine Gäste immer.
01:34:11: Und zwar wollen wir die Frage stellen, haben sie für uns noch irgendeine Buchempfehlung oder einen Künstler?
01:34:18: Wo Sie sagen, da sollte man unbedingt mal rein hören!
01:34:21: Oder sind Sie vielleicht ein Theatergänger oder Konzertgänger wo Sie sagen das möchte ich mal empfehlen.
01:34:27: Das sollte man sich unbedingt mal durchlesen anhören oder hingehen.
01:34:31: Auf unser heutiges Thema bezogen auf Depressionen?
01:34:34: Gerne
01:34:35: können wir gerne machen.
01:34:36: aber Ja, Buchempfehlung
01:34:38: was wir auch in der Klinik gerne empfehlen sind im Grunde zwei.
01:34:42: Es gibt ein ganz bekanntes das eher so wie ein Karton kann man überall ordern.
01:34:49: Titel heißt mein schwarzer Hund.
01:34:52: Das ist von dem Autor Johnston.
01:34:55: da kriegt man es gibt's auch mittlerweile für Angehörige das ist ein schönes buch damals einen gefühl auch dafür zu bekommen was so Depressionen wie die sich quasi breit machen und präsentieren.
01:35:14: Dann gibt es aus dem Hochgräwe Verlag, das ist ein Fachverlag Ein ganz simpler Titel Ratgeber-Depression.
01:35:24: Gibt's nur Autors Hautsinger.
01:35:28: Kleines günstiges fachlich sehr gutes Buch wo man viele Anregungen bekommt, auch für Betroffene und Angehörige.
01:35:37: Dass sie vielleicht ihren Ehemann, Ehefrau oder Vater immer besser einstufen können.
01:35:45: Die finde ich sehr gut!
01:35:49: Im Privatbereich gibt es jede Menge Literatur, die ich empfehlen könnte...
01:35:56: Sind Sie ein Kulturmensch, also gefahren Sie gerne auf Konzerte oder gehen Sie ins Theater?
01:36:00: Ich war vor,
01:36:01: wenn es in der letzten Woche gab's jemanden, den ich ... Ja, bewundern ist ein großes Wort.
01:36:11: Aber in Linghenwander Cave.
01:36:13: Ah ja genau, stimmt!
01:36:13: Das Konzert,
01:36:14: das habe
01:36:15: ich mich sehr darauf gefreut und da war ich natürlich, wenn ... Also ich gehe sonst gern auf Konzerte, wenn sich irgendwie Er gibt, ich lese auch gerne natürlich.
01:36:30: Und nach wie vor auch Papierform also...
01:36:33: Nicht kein Kindl!
01:36:35: Ich leh', angefangen wenn es ein schönes Buch gibt das ich gern auch noch, manche fragen sich vielleicht wer kauft noch so die Erstausgaben mit Hardcover?
01:36:50: Okay, ja, ja.
01:36:51: Ich genieße's, wenn der...
01:36:52: Ja stimmt so haptisch.
01:36:53: Habtisch.
01:36:55: Also, wenn das Papier schön ist oder da ist sogar so ein Faden noch
01:37:00: mit einem
01:37:00: Lesenzeichen.
01:37:01: Das Papier ist
01:37:02: gut und
01:37:03: man hat einen schönen Einband.
01:37:07: Hat Ziel?
01:37:07: Ja, ich kann nur sagen für meinen Gehirn ist es besser auf Papier zu lesen als nur im Kindel oder so.
01:37:20: Es ist nicht meins!
01:37:22: Abschließend habe ich eine Aufgabe für Sie.
01:37:25: Und zwar, Sie kennen die Busse, die hier durch die Stadt fahren... Die haben immer so großflächige Werbeflächen wo sie für unsere Freilichbühne werben oder für Firmen werben.
01:37:34: Ich hab exklusiv für Sie jetzt einen Bus besorgt mit einer weißen Fläche und Sie können vielleicht bezogen auf unser heutiges Thema der Gesellschaft.
01:37:43: Mäppen-und Umgebung noch etwas mit auf den Weg geben?
01:37:45: Hätten Sie da spontane Idee für so ein Spruch, dem man da draufschreiben könnte
01:37:51: Ich bin kein Werbedexter, Marco.
01:37:57: Was könnte man nehmen?
01:37:58: Also es sollte irgendwas Optimistisches sein vielleicht wenn der Podcast eine schöne Alledration mit Raket und Rollstuhl.
01:38:13: Vielleicht könnten wir nehmen raus aus der Depression rein ins Leben Und Depressionen sind behandelbar.
01:38:20: Sehr schön, das ist raus aus dem Depressionen rein.
01:38:23: Ich finde es wunderbar.
01:38:25: Wunderbar!
01:38:25: Ist eine ganz tolle Geschichte.
01:38:27: Dr.
01:38:27: Hecht, vielen Dank dass Sie Rede und Antwort gestanden haben.
01:38:31: ich glaube das ist wirklich eine tolle Ergänzung.
01:38:32: jetzt zu der Ausgabe von dem Sven Jansen ist weil auch nochmal glaube ich sehr viel klar geworden ist wie wichtig eine medizinische Begleitung ist also egal ob in Form von Medikamenten oder auch im Gesprächstherapie oder was eben noch mal alles dazu kommt.
01:38:47: Ich glaube da haben viele jetzt nochmal wichtige Inputs bekommen.
01:38:51: Ich wünsch Ihnen einen schönen Sommer mit Ihrer Familie.
01:38:54: Genießen Sie es, wir hoffen, dass sommerliche Wetter bleibt so und haben sie auch noch Urlaub oder ...
01:39:00: Ja in zwei Wochen.
01:39:01: Und dann geht's auch noch weg?
01:39:03: Geht
01:39:03: auch noch weh!
01:39:04: Ah ja wunderbar.
01:39:05: Ohin verrate ich mich
01:39:05: nicht.
01:39:05: Nee das braucht doch nicht.
01:39:06: Nicht, dass da jeder dann plötzlich Ihnen am Strand auflauert und sagt, ich hab den Podcast gehört, ich wollte nochmal eben fragen.
01:39:14: Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zeit.
01:39:17: Danke, dass Sie da waren und liebe Rollstuhl und Racki ... Ach so!
01:39:21: Wollte ich auch noch in Frank-Ganz im Schluss?
01:39:23: War sie eigentlich schon mal im Podcast?
01:39:25: Nein.
01:39:25: Und war gar nicht so schlecht.
01:39:26: Nee, war
01:39:27: gut.
01:39:28: Aber vielen herzlichen Dank würde ich auch gerne sagen auf die Abmoderation.
01:39:32: Ja,
01:39:33: sehr gerne.
01:39:34: Sehr gerne, herzlich jederzeit willkommen.
01:39:37: Vielen herzlichen Dank und es hat Spaß gemacht!
01:39:38: Wunderbar liebe Rollstuhl-und-Raketehörer.
01:39:41: wir hören uns wieder immer am fünfzehn eines Monats.
01:39:44: im nächsten Monat kommt dann ein neuer Gast oder eine Gästein.
01:39:48: sag ich jetzt mal gut gegenderd und wünsche allen eine gute Sommerzeit.
01:39:53: bis dahin macht's
01:40:03: gut.
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